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Weltweit Aus Fehlern des UBC Hannover lernen
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00:22 01.08.2014
Von Björn Franz
Robin Lodders (v.l.), Peter Marcic und Rishi Kakad von Korbjäger Hannover. Quelle: Kleinschmidt
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Hannover

Eigentlich, so der Klubchef der Hannover Korbjäger, hatte sich der Rückzug des bislang am höchsten spielenden hannoverschen Basketballvereins ja bereits seit dem Frühjahr abgezeichnet. „Dass es so lange gedauert hat, bis die Entscheidung jetzt offiziell verkündet wurde, ist schlecht für alle Beteiligten“, sagte Tunjic am Dienstag, der mit seinem Regionalligisten nun die neue Nummer 1 der Sportart in der Region ist – aber plötzlich zwei Saisonspiele weniger hat.

Denn durch den Tausch des Spielrechts zwischen dem UBC und den Itzehoe Eagles fehlt den Korbjägern und den zehn anderen Teams in der vierthöchsten deutschen Spielklasse nun ein Gegner. Während die Schleswig-Holsteiner in der kommenden Saison in der 2. Liga Pro B antreten, verzichtet der UBC auf den Start in der Regionalliga und löst seine Basketballsparte auf. „Das ist für uns natürlich ärgerlich – und ich glaube, richtig glücklich sind auch die Pro-B-Klubs nicht damit“, sagt Tunjic.

An einen kurzfristigen Vorteil für seinen Klub durch den Rückzug des großen Nachbarn glaubt der Korbjäger-Chef nicht. Aber perspektivisch hofft er durchaus auf positive Effekte. „Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Sponsor des UBC, der dem Basketball treu bleiben möchte, weil der Sport seine Zielgruppe anspricht“, sagt er. Gemeldet habe sich aber noch niemand – und auch sportliche Verstärkungen aus dem bisherigen UBC-Kader seien kaum zu erwarten. „Die meisten Spieler sind schon bei anderen Klubs untergekommen. Es gibt nur ein bis zwei Leute, die aus der Region kommen, die für uns interessant sein könnten“, sagt Tunjic.

Vor allem aber wollen die Korbjäger Lehren aus dem Aus des UBC ziehen. „Aus meiner Sicht haben die beiden Aufstiege am grünen Tisch dem Verein nicht gutgetan, weil das Fundament nicht mitwachsen konnte“, erklärt Tunjic, dessen Klub ebenfalls relativ schnell bis in die 4. Liga aufgestiegen ist. „Aber wir wollen in Ruhe wachsen und finanziell so gesund dastehen, dass wir ohne Probleme eine gute Rolle in der höheren Liga spielen können, wenn wir den sportlichen Aufstieg schaffen.“ Dieser Schritt käme in der kommenden Saison noch zu früh, so Tunjic. „Aber wenn wir attraktiven Sport zeigen, könnte es sein, dass wir dann in einem Jahr bereit für den Aufstieg sind.“     

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