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Weltweit Mediziner in London im Dauereinsatz
Sportbuzzer Sportmix Weltweit Mediziner in London im Dauereinsatz
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19:36 12.09.2012
Von Mark Bambey
Laser-Therapie: Schultz behandelt Gewichtheber Hochberg.
Laser-Therapie: Schultz behandelt Gewichtheber Hochberg. Quelle: EF
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London

Schultz betreute die deutschen Leichtathleten als Teamarzt bereits das vierte Mal bei paralympischen Sommerspielen.

„Wir hatten dieses Mal wirklich reichlich zu tun. Bei gleich mehreren Fällen war es so, dass nur aufgrund unserer Anwesenheit garantiert wurde, dass der Sportler am Wettkampf teilnehmen kann. Wir waren in mehreren Schichten durchgehend für die Athleten im Einsatz“, berichtet der Orthopäde.

Schultz war Teil eines neunköpfigen Ärzteteams. Bereits eine Woche vor Beginn der Paralympics waren die Mediziner  in London vor Ort, um den deutschen Athleten in einer im paralympischen Dorf eingerichteten Poliklinik zur Verfügung zu stehen.  „Viele Athleten bereiteten sich in London auf ihre Wettkämpfe vor und mussten versorgt werden. Die Bedingungen im Sportlerdorf waren gut. So standen uns zum Beispiel zwei große MRT-Geräte zur Verfügung“, erklärte Schultz. Diese seien mobile Einheiten gewesen, die auf der Ladefläche von Sattelschleppern gestanden haben.

Verletzt hatte sich unter anderem Gewichtheber Mario Hochberg. „Mario hatte einen Bluterguss am Arm im Bereich des Trizepsmuskels. Im Kernspin wurde die Diagnose Muskelfaserriss gesichert“, berichtet Schultz. Eine Behandlung  Laser-Therapie ermöglichte zwar noch Hochbergs Start, doch im Wettkampf musste er dann dennoch vorzeitig aufhören. Schultz kann sich vorstellen, seine Paralympics-Tätigkeit fortzusetzen: „Rio 2016 ist schon verlockend.“