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Weltweit NBA-Saison droht auszufallen
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14:49 29.09.2011
Kobe Bryant spielt mit dem Gedanken, bei einem möglichen Lockout nach Italien zu wechseln. Quelle: dpa
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Mailand/New York

Die NBA steht vor einem entscheidenden Wochenende. Sollten sich die Clubbesitzer und die Spielergewerkschaft in ihren Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag nicht zumindest annähern, droht erstmals in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga der Ausfall einer kompletten Saison. Superstar Kobe Bryant hat für den Fall, dass in den USA gar nicht oder erst sehr viel später wieder gespielt wird, bereits vorgesorgt. Der fünfmalige NBA-Champion steht im Kontakt mit dem italienischen Topclub Virtus Bologna. Dirk Nowitzki wartet dagegen einfach ab.

NBA-Boss David Stern brachte die Bedeutung der Gespräche, die an diesem Freitag in großer Runde fortgesetzt werden, auf den Punkt. Es gehe schlicht und einfach darum, ob es eine Saison gibt oder nicht, sagte Stern. „Das ist es, was auf dem Spiel steht.“ Zwar wies NBA-Vize-Präsident Tim Frank Medienberichte zurück, Stern habe den Spielern mit der Absage der kompletten Spielzeit gedroht, wenn sie den Forderungen der Vereinsbosse nach Gehaltskürzungen nicht nachkommen. Dass diese Aussagen in den USA aber überhaupt kursieren, zeigt, wie angespannt die Situation ist.

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Seit 91 Tagen (Stand Donnerstag) dauert der Lockout nun schon an, Liga und Profis läuft langsam aber sicher die Zeit davon. Nach Informationen des US-Sportsenders ESPN müssten sich beide Seiten bis Mitte kommender Woche zumindest in großen Teilen geeinigt haben, um die Saison wie geplant am 1. November mit dem Duell zwischen Nowitzkis Dallas Mavericks und den Chicago Bulls starten zu lassen.

Trainingscamps und 43 Vorbereitungsspiele wurden bereits abgesagt

In der vergangenen Woche hatte die Liga wegen fehlender Fortschritte in den Verhandlungen bereits den Beginn der Trainingscamps sowie 43 Vorbereitungsspiele abgesagt. Das bislang einzige Mal waren in der Saison 1998/99 Spiele ausgefallen, damals begann die Spielzeit erst am 6. Februar 1999 mit dann nur noch 50 Partien pro Club.

Bei den nun anberaumten Gesprächen, die sich über das gesamte Wochenende hinziehen könnten, werden anders als zuletzt weitaus mehr Clubbesitzer und Profis anwesend sein. So haben von den Superstars unter anderem LeBron James und Dwyane Wade von den Miami Heat ihr Kommen angekündigt. Eine Entwicklung, die nach Ansicht von Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner überfällig ist: „Sie sind es, um die es in den kommenden Jahren geht, deshalb müssen sie in den Verhandlungen auch ihre Interessen vertreten.“

Sollte es zu keiner Einigung kommen, dürfte Lakers-Star Bryant in Italien unterkommen. „Das ist sehr gut möglich. Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen“, sagte der 33-Jährige von den Los Angeles Lakers bei einem Sponsorentermin in Mailand. Bryant hat einen Teil seiner Jugend in Italien verbracht, da sein Vater dort als Basketball-Profi aktiv war. Virtus Bologna soll ihm Medienberichten zufolge für zehn Spiele vom 9. Oktober bis zum 16. November 2,5 Millionen Euro geboten haben.

dpa

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Der Saisonstart für Dirk Nowitzki und seine Kollegen in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA am 1. November bleibt weiter ungewiss. Der seit dem 1. Juli verhängte Lockout für die von den Clubbesitzern ausgesperrten Profis wird nach ergebnislosen Verhandlungen in der Nacht zum Freitag in einem New Yorker Hotel vorerst nicht beendet. Die Fronten zwischen den Parteien sind seit 84 Tagen verhärtet.

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