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Weltweit Reitweltspitze in Hannover
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19:56 21.10.2009
Von Jörg Grußendorf
„Wer nicht herkommt, verpasst etwas." Dressur-Olympiasiegerin Heike Kemmer vom RFV Isernhagen Quelle: AFP
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Weltklasse-Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum wird dennoch in der Messehalle 2 zu sehen sein, sie will ihrem Ehemann Markus Beerbaum in den Springprüfungen kräftig die Daumen drücken. Isabell Werth will im heimischen Rheinberg bleiben; die fünffache Dressur-Olympiasiegerin wird in den nächsten Tagen ihr erstes Kind zur Welt bringen. Allerdings wäre die 40-Jährige ohnehin nicht startberechtigt gewesen; sie muss noch bis zum Dezember eine Doping-Sperre absitzen.

Der dritte im Bunde, Springreiter Otto Becker, der im vergangenen Jahr eine phantastische wie rührende Reitgeschichte schrieb, erklärte damals gleich nach seinem Triumph im Großen Preis von Hannover das Ende seiner großartige aktiven Karriere. Der 50-Jährige will sich ganz seinem neuen Job als Bundestrainer der Springreiter widmen. „Natürlich ist es schade, dass diese drei, aus welchen Gründen auch immer, nicht dabei sein können“, sagt Turnierveranstalter Paul Schockemöhle, „aber wir haben trotzdem ein sensationelles Teilnehmerfeld.Fast die gesamte Weltspitze ist hier. Nie wollten so viele in Hannover starten.“ Der 64-Jährige sagte, er habe das Problem gehabt, mehr Reitern absagen zu müssen als Einladungen aussprechen zu können, weil eine Konkurrenzveranstaltung ausgefallen sei.

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„Wer nicht herkommt, verpasst etwas“, sagt auch Dressur-Olympiasiegerin Heike Kemmer vom RFV Isernhagen. Auch wenn ihre Prüfungen, in denen sie startet –dem Grand Prix de Dressage und dem Grand Prix de Dressage, Kür – klar im Schatten des Großen Preises der Springreiter (Klasse S, Sonntag, 12.30 Uhr) steht, wird die 47-Jährige nicht müde, die idealen Bedingungen in der Messehalle 2 zu loben. „Einfach phantastisch,“, sagte Kemmer, „egal, ob für Pferde, Reiter oder Pferdepfleger.

Dazu kommt das begeisterungsfähige und fachkundige Publikum.“ Die Isernhagenerin wird sich am Sonnabend (17.45 Uhr) und Sonntag (9.15 Uhr) mit ihrem Pferd Royal Rubin versuchen, den sie liebevoll „Rudi“ nennt. Der elfjährige Sachsen-Anhaltiner ist zwar nur die Nummer 2 in ihrem Stall, doch ihr Paradepferd Bonaparte hat sich gerade von einer Verletzung erholt und ist außerdem nicht unbedingt einen Hallenstar.

Außerdem hat sie mit dem 16-jährigen Hannoveraner andere Ziele. „Ich will im nächsten Jahr mit ,Bonni‘ zu den Weltreiterspielen nach Kentucky“, sagte Kemmer. „Darauf ist meine ganze Arbeit fokussiert. Dafür stehen die anderen Pferde hintenan.“ Kemmer hält aber auch eine Menge von ihrem Royal Rubin. „Ich könnte mich total glücklich schätzen, wenn ich mehrere ,Rudis‘ im Stall hätte“, sagte sie. Und in Hannover hat sie dazu sehr gute Gewinnchancen – und nach eigener Aussage „immer viel Spaß“.