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21:41 21.04.2014
Von Carsten Schmidt
Das beste Rennergebnis aus hannoverscher Sicht war der 2. Platz eines Brümmerhofer Pferdes im Preis von Hannover 96. Quelle: Florian Petrow
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Langenhagen

Einen Hattrick mit knapp 400 Kilometern Distanz – das ist im Galopprennsport möglich. Andreas Wöhler aus Gütersloh feierte am Ostermontag binnen einer halben Stunde drei Siege in Folge, zwei auf der Neuen Bult in Langenhagen und einen in Köln.

Diese Erfolgsserie sorgte für ein Novum beim Hannoverschen Rennverein (HRV): Wöhler ließ die Siegerehrung für den Großen Preis von Rossmann unterbrechen, um sich am Fernsehschirm das Schwarzgold-Rennen (Gruppe III) in Köln anzuschauen. Dort lief Meerjungfrau, die dreijährige Stute des Galopptrainers – und wie! Sie überquerte nach einem famosen Auftritt als Erste die Ziellinie, Wöhler ballte beide Fäuste zum Jubeln und umarmte vor Freude Julia Baum, der Besitzerin des Gestüts Brümmerhof bei Soltau und Ehefrau von Gregor Baum, Präsident des HRV. Erst danach begab er sich wieder zum Siegerpodest, um den Preis für einen weiteren Triumph entgegenzunehmen.

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Doch während Wöhlers Sieg in Köln bei aller Glückseligkeit erwartet worden war, überraschte in Langenhagen der 1. Platz für den Trainer im mit 25 000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter. Star Lahib war im Vorfeld als krasse Außenseiterin in einem hochkarätigen Feld gehandelt worden. Doch Jockey Jozef Bojko brachte die Fünfjährige zu einem unwiderstehlichen Spurt die Zielgerade herunter. Zweite wurde Berlin Berlin, eine Mitfavoritin, vor Lady Liberty. Im geschlagenen Feld befand sich als Fünfte Geheimfavoritin Night Power, eine noch größere Enttäuschung lieferte Penelopa. Die Vorjahressiegerin im Preis der Diana passierte als Letzte der sieben Stuten die Ziellinie, und ihr Reiter Dennis Schiergen winkte einfach nur frustiert ab.

Das Duo Wöhler/Bojko hatte bereits im Reifenprofi-Cup (6. Rennen) feiern dürfen. Und dieser Erfolg passte zum Hannover-96-Renntag ganz hervorragend. Sieger El Tren gehört dem Stall 24, der von drei ehemaligen oder noch aktiven Fußballern des FC Bayern München betrieben wird. Thomas Müller und Claudio Pizarro bekamen fernmündlich Kenntnis von diesem Erfolg, weil sie sich mit dem deutschen Meister in München auf die Champions-League-Aufgabe bei Real Madrid einstimmten. Tim Borowski dagegen war in Langenhagen vor Ort, der 33-Jährige hat seine Profilaufbahn mittlerweile beendet. Für den gebürtigen Neubrandenburger und seine Pferde ist Hannover ein gutes Pflaster, 2012 gewann Black Arrow aus dem Stall 24 den Großen Preis von Rossmann. „Der damalige Siegerpreis war aber nicht so schön“, sagte Borowski scherzend.

Allen Grund zur Zufriedenheit hatte HRV-Präsident Baum. Mit 20 600 Zuschauern gab es den erhofften Schwung für eine erfolgreiche Rennsaison 2014, zudem freute er sich, dass während des Renntags kaum Regen fiel. Auch der Wettumsatz auf der Bahn war mit rund 173 000 Euro so hoch wie selten zuvor. Und Baum freute sich schließlich als Besitzer über das beste Rennergebnis aus hannoverscher Sicht, den 2. Platz eines Brümmerhofer Pferdes im Preis von Hannover 96. Der von Paul Harley in Langenhagen trainierte Vierjährige heißt Messi. Auch das passte prima zum Fußball-Renntag.

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