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Weltweit Shooting Star läuft in Hannover
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15:07 25.04.2014
„Was für ein Volltreffer. Lisa ist ein absoluter Glücksfall für Hannover“. Quelle: dpa
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Wenn das mal kein gutes Omen ist. Anna Hahner gewann am 13. April sensationell den Vienna City Marathon in der österreichischen Hauptstadt mit überragenden 2:28,59 Stunden. Genau zwei Wochen vor dem TUI Marathon in Hannover. Geweint vor Glück hat im Ziel eine auf den Tag gleich alte 24-Jährige, die in der niedersächsischen Hauptstadt ähnlich Spektakuläres schaffen will. Annas Zwillingsschwester Lisa Hahner.

Sie sind jung, hübsch, schnell, offen, sympathisch und die neuen Superstars der deutschen Marathon-Szene: die Hahner-Zwillinge. Erst mit 18 begannen sie mit der Leichtathletik. Nach einem Vortrag von Extremsportler Joey Kelly in Fulda. Seite an Seite gewannen sie ihren ersten Halbmarathon, starteten bei Meisterschaften und für die deutsche Nationalmannschaft. Als Top-Athletenverpfichter Christoph Kopp den Start von Lisa Hahner in Hannover verkündete, kommentierte Olympiasieger Dieter Baumann: „Was für ein Volltreffer. Lisa ist ein absoluter Glücksfall für Hannover.“

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„Das macht mich voll stolz, dass der Dieter so was sagt“, freute sich die Gelobte, als sie davon hörte. Nach Hannover kommt sie, „weil die Veranstalter so großes Interesse an mir gezeigt haben, weil Hannover eine superflache und superschnelle Strecke hat und weil ich Hannover immer schon geliebt habe“. Als Kind besuchte die im hessischen Hünfeld geborene Hahner mit Mamas Freundin aus Hameln oft den Erlebniszoo Hannover: „Ich durfte mir dann immer ein Eis aussuchen und habe mich immer für ein Magnum entschieden. Komisch, welche Dinge man im Kopf behält.“ Weil die Marathonstrecke bei Kilometer 18 am Zoo vorbeiführt, „weiß ich jetzt schon, dass ich dann an ein dunkles Magnum denken werde“, sagt Hahner und lacht.

Auf den vierten Marathon ihres Lebens hat sich die Bachelor-Absolventin der Uni Mainz (Mathe und Französisch auf Lehramt) intensiv im Hochland Kenias vorbereitet. Viereinhalb Wochen, 200 Laufkilometer in der Woche mit Weltstars wie Florence Kiplagat (Weltrekordhalterin im Halbmarathon) an ihrer Seite. 2:30,17 Stunden lief Lisa Hahner im Oktober 2013 als Elfte des Frankfurt-Marathons, „um diese 17 Sekunden geht es, die will ich unbedingt schneller sein“. Der Frauen-Rekord von Olena Burkovska (2:27,07) ist „für dieses Jahr noch nicht im Fokus, aber in den nächsten Jahren will ich auch den knacken“, sagt Hahner.

Ihr Erfolgsgeheimnis: Hahner teilt sich den Marathon in sieben Abschnitte ein und hat zu allen sieben einen anderen Musiktitel im Kopf. „Ja, Helene Fischer ist auch dabei“, gibt die 1,67 Meter große und nur 50 Kilogramm schwere Athletin zu: „Im Trainingslager in Spanien haben wir ‚Atemlos durch die Nacht‘ rauf und runter gehört. Das ist ein Ohrwurm geworden, der in mir viele positive Erinnerungen weckt, deshalb ist er auch in der Auswahl.“

Auch im Herrenbereich konnte Christoph Kopp eine Top-Verpflichtung vermelden: Falk Cierpinski, Nummer drei der deutschen Männer und Sohn des Doppel-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, hat Hannover-Marathon-Premiere: „Die Strecke ist extrem flach, die Rahmenbedingungen sind für uns deutsche Läufer ideal, und ich kenne Hannover durch Starts in der Triathlon-Bundesliga recht gut“, erklärte der 35-Jährige von der SG Spergau. Cierpinski scheint in der Form seines Lebens. 2013 verbesserte er seine Bestzeit auf 2:14,50 Stunden.

Von Christoph Dannowski

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