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Weltweit TSV Hannover-Burgdorf verliert gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 26:38
Sportbuzzer Sportmix Weltweit TSV Hannover-Burgdorf verliert gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 26:38
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22:42 20.10.2009
Von Uwe Kranz
Allein gegen die Löwen: TSV-Torwart Alexander Hübe im Duell mit dem völlig freistehenden Gästespieler Patrick Groetzki (links). Quelle: Florian Petrow
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Und da sich bei der klaren 26:38-Pleite der Grün-Weißen das Pokalaus bereits nach einer Viertelstunde abzeichnete, verwunderte es nicht, dass auch diesen Zuschauern die Hände schwer wurden. So machten zehn gelb gekleidete Anhänger der Badener streckenweise mehr auf sich aufmerksam als der Burgdorfer Block.

Dabei hatte es gut begonnen für die TSV. Lars Lehnhoff erzielte in der 7. Spielminute den Treffer zur 6:3-Führung. Doch dann machten die Löwen ernst, verteidigten aggressiver und ließen die TSV an ihrer Abwehrmauer schier verzweifeln. „Das war schon bitter“, sagte der Burgdorfer Trainer Frank Carstens. „Wir haben vor der Pause alles vermissen lassen, was Handball ausmacht.“

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Durch Ausfälle geschwächt – Piotr Przybecki, Jan-Fiete Buschmann und Thomas Bergmann fehlten wegen Verletzungen oder Krankheit – zog Carstens mit Lars Friedrich einen überraschenden Joker, der aber nicht stach. Aufgrund einer Regeländerung war der Neuzugang aus Nettelstedt spielberechtigt, präsentierte sich aber zu Beginn nur wenig Bundesliga-tauglich. Mit einer Reihe von Fehlversuchen und Ballverlusten trug er vor der Pause seinen Teil zum überdeutlichen 21:9 für die Rhein-Neckar Löwen bei. „Er muss in der neuen Mannschaft noch bei fast jeder Aktion überlegen. Damit ist er oft einen Schritt zu spät dran. Im Laufe des Spiels hat er sich aber gut entwickelt“, sagte Carstens.

Besser als der vor der Pause glücklos agierende Alexander Hübe im Tor machte es im 2. Durchgang Jendrik Meyer, der es immerhin noch auf sieben gehaltene schwere Bälle brachte, darunter drei Siebenmeter. Nach dem 13:28-Tiefpunkt (38. Minute) ermöglichte er den Burgdorfern damit zumindest eine kleine Aufholjagd. Hannes Jon Jonsson als Spielmacher und Frank Habbe trafen endlich. Aivis Jurdzs und auch Friedrich kamen mit diesen Nebenleuten im Rückraum nun besser ins Spiel. „Hannes hat seine Chance genutzt“, sagte Carstens. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Stars der Löwen, Karol Bielecki, den die TSV-Abwehr nie ernsthaft aufhalten konnte, Olafur Stefansson und Abwehrchef Oliver Roggisch, längst nicht mehr auf dem Spielfeld. Carstens zog trotzdem eine positive Bilanz: „Man hat gesehen, dass die Moral in der Mannschaft intakt ist, und das sogar nach dieser deprimierenden 1. Halbzeit. Die Eigenschaften, die wir in der 2. Hälfte gezeigt haben, brauchen wir am Sonntag in Düsseldorf, um dort ernsthaft um Punkte zu kämpfen.“

Tore für Hannover-Burgdorf: Lehnhoff (5/davon 2 Siebenmeter), Jonsson, Habbe (beide 5), Jurdzs (4), Stelmokas, Hohenberg, Bedzikowski (je 2) und Friedrich.

Rhein-Neckar Löwen: Harbok (8), Müller, Groetzki (je 5), Sigurdsson, Bielecki (je 4), Prieto Martos (3), Stefansson (3/1), Myrhol, Manojlovic (je 2) und Gensheimer (2/1).

Strafzeiten: Hannover 5, Rhein-Neckar 3.

Nächstes Bundesligaspiel: HSG Düsseldorf – TSV Hann.-Burgdorf (Stg., 15 Uhr).

DHB-Pokal, weitere Ergebnisse: SV Post SchwerinVfL Gummersbach 25:35, TSG FriesenheimTSV Dormagen 31:26, TV GroßwallstadtTHW Kiel 29:32.