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Weltweit Waspo 98 macht die größeren Wellen
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00:15 16.04.2014
Augen zu und durch: Igor Chagalinec gegen David Kleine. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Da rieben sich viele der 
450 Zuschauer im Stadionbad die Augen, als sie nach dem 1. Viertel auf die Anzeigetafel blickten. Außenseiter White Sharks Hannover führte im Play-off-Derby um die deutsche Wasserball-Meisterschaft gegen den hoch favorisierten „Gastgeber“ Waspo 98 mit 3:1. „Viele der Zuschauern, vor allem unter den Ehrengästen, waren etwas beunruhigt“, räumte Waspo-Trainer Karsten Seehafer ein. Das von vielen nicht erwartete dritte Spiel in der Serie „Best of 3“ schien nach dem 11:8-Erfolg von Waspo im ersten Vergleich doch noch möglich.

Aber den „Haien“ wollte im weiteren Spielverlauf kein weiterer Treffer mehr gelingen, und so gewann der Tabellendritte der Vorrunde am Ende doch noch deutlich mit 12:3 und zog vorzeitig ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft ein. „Der Fisch ist zerlegt“, stellte Seehafer anschließend etwas süffisant fest.

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Die Gründe für die Schwäche zum Auftakt hatte Seehafer schnell gefunden: „Wir haben dreimal nicht aufgepasst“, analysierte er. Eine „kleine Pausenansprache“ hätte seine Spieler dann aber wachgerüttelt. „Sonst haben wir nichts anders gemacht. Es war aber von Anfang an klar, dass die Sharks konditionell nicht mithalten können“, sagte Seehafer.

WSH-Klubchef Jörg Deike war mit dem Auftakt noch zufrieden. „Im 1. Viertel hatten wir Waspo eigentlich im Griff“, sagte er. Doch schon im 2. Durchgang stellte sich das Schusspech ein. „Wir haben dann eher an den Pfosten oder daneben geworfen“, beschrieb Deike das Geschehen. Drei schnelle Waspo-Tore im 
3. Viertel und bei den „Haien“ lief gar nichts mehr zusammen. Die Bilanz des Aufsteigers fällt dennoch positiv aus: „Es war ein Versuch, Waspo zu ärgern – und ich denke, das hat auch ganz gut geklappt“, meinte Deike.

Bei Waspo hat derweil bereits die Vorbereitung auf das Halbfinale begonnen. „Wir müssen auf unser Spiel jetzt noch ein paar Emotionen obendrauf packen“, forderte Seehafer nach dem sehr nüchternen Auftreten seiner Mannschaft im gesamten Play-off-Derby mit den Sharks.

Tore

Für Waspo 98: Toth (4), Immermann (3), Bukowski (2), Kleine, Pickert und Bolovic

Für White Sharks: Tkac (2), Cagalinec.

■ So geht es weiter: Im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft trifft Waspo 98 auf Titelverteidiger ASC Duisburg, der sich in zwei Spielen gegen Bayer Uerdingen durchgesetzt hat. Die erste Partie ist am 23. April (Mittwoch) im Stadionbad Hannover angesetzt. Die Spiele 2 und 3 werden dann am folgenden Wochenende in Duisburg ausgetragen. Das zweite Halbfinale bestreiten der SSV Esslingen und die WF Spandau 04. Die White Sharks treffen indes in den Platzierungsspielen ebenfalls nach dem Modus „Best of 5“ um Rang 5 bis 8 zunächst auf Bayer Uerdingen.

Uwe Kranz

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