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100 Jahre Ottobock Weltbürger mit Liebe zum Eichsfeld
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Hans Georg Näder
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„Auf 100 Jahre Ottobock und unsere weltweite Unternehmensfamilie, getragen von Werten und Kultur, unsere Mission – Mobilität für Menschen – darauf sind wir als Familie richtig stolz. Das ist aber erst der Anfang. Es wird noch mehr kommen – und das zum Wohl der Anwender, unserer Mitarbeiter und der Region Südniedersachsen.“ Hätte Hans Georg Näder, den Freunde, Vertraute und Partner kurz HGN nennen, nicht eingangs die 100 Jahre erwähnt, man hätte denken können, es handele sich bei diesem Zitat um einen Ausspruch seines Vaters. Und tatsächlich: Der alte Sinnspruch „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ trifft auf den dritten Ottobock-Chef in vielerlei Hinsicht zu. Hans Georg Näder gleicht seinem Vater vielleicht nicht allzu sehr hinsichtlich des Naturells. In ihren Werten und Ideen sind sich beide sehr ähnlich. 

Das macht es für HGN sicher nicht immer nur einfach, denn jeder, der den Vater kennt, hat den Vergleich. Und die Fußstapfen, die er hinterlässt, sind groß. Entsprechend wird HGN 1990, zu Beginn seiner Zeit als Chef des Unternehmens, kritisch beäugt: Wie soll jemand ohne orthopädietechnische Ausbildung, ein Akademiker mit gerade einmal 28 Jahren, den Betrieb leiten? Es wird ihm gelingen, das zeigt sich zum 100. in aller Deutlichkeit: 2018 wird das erfolgreichste Ottobock-Jahr aller Zeiten. Doch auch zuvor setzt Näder unternehmerische Schwerpunkte, die dem Betrieb guttun: Gleich zu Beginn seiner Laufbahn im Unternehmen bringt er durch den geschickten Einsatz von Innovationen, Akquisitionen und Globalisierung innerhalb von zwölf Jahren den Umsatz allein in der Firmensparte HealthCare auf 348,6 Millionen Euro hoch – und das bedeutet eine Vervierfachung. Bis 2005 verdoppelt er die Zahl der Beschäftigten an Standorten in Deutschland, Auslandsgesellschaften und Exportpartner werden weltweit gegründet und hinzugewonnen. Das Rad Ottobock dreht sich in der HGN-Zeit schnell und schneller. 

Entsprechend stolz dürften die Eltern auf den Sohn gewesen sein, dessen Geburt sie sich 18 Jahre lang gewünscht hatten. So lange blieb die Ehe von Maria und Max Näder kinderlos. Bei der Geburt Hans Georgs am 4. September 1961 war Max Näder 46, seine Frau 39 Jahre alt. Mit einem Gewicht von 2900 Gramm und einer Länge von 51 cm kam der „kleine Prinz” zur Welt, so ist es in der Familienchronik nachzulesen. Mit der Geburt des Sohnes habe sich in der Familie einiges verändert. Max kümmerte sich ums Geschäft, Maria widmete sich der Mutterrolle. Anfangs wurde sie dabei von Großmutter Marie Bock unterstützt, die dann aber zwei Schlaganfälle erlitt und 1964 starb. 

Bereits als Fünfjähriger soll Näder mit einem unbändigen Wissensdurst gesegnet gewesen sein, auch sei ihm das Lernen in der Schule leichtgefallen. So schreibt es Maria Näder an ihre Schulfreundin Dorothea Kreidel. So wechselt er von der Evangelischen Grundschule Duderstadt, die er 1968 bis 1972 besucht hatte, aufs Eichsfeld-Gymnasium. „Ich wundere mich manches Mal, wie er mit seiner Superfaulheit in puncto Schularbeiten so mit 2, höchstens 3 durchkommt“, schreibt seine Mutter. Mehr sei bei seinen Plänen auch nicht nötig, denn der Sohn habe sich entscheiden, erst eine Lehre zu absolvieren und danach zu studieren.  „So lebt er ohne Schulstreß (und wir mit ihm) eigentlich recht vergnüglich dahin.“

„Fast zu rechts-konservativ“

Altersbedingte Schulfaulheit, Mofabesessenheit und Partywütigkeit – das sollen die einzigen Probleme gewesen sein, die die Eltern mit Näder auszustehen hatten. „Sonst entwickelt er sich ganz normal, fast zu rechts-konservativ, ist sehr sportlich (Segeln, Tennis, Ski), raucht nicht, trinkt höchstens mal bei einer Party ein Bier – also was wollen wir mehr?“, schreibt die Mutter. Nachdem ihm seine erste Freundin zugunsten eines Konkurrenten den Laufpass gegeben habe, sei er kurzfristig zum „Weiberfeind“ geworden. „Das wird sich sicherlich nach seiner Tanzstunde dieses Jahr ändern“, so die Mutter. 

Bis dahin aber lebt Näder das, was ihn bis heute auszeichnet, seine ausgeprägte Gastfreundschaft, zum großen Teil im Kreise seiner männlichen Freunde. Das Haus am Hindenburgring ist gern und häufig Ort für Partys und kleinere Treffen. Dank der guten finanziellen Situation der Eltern kann es sich Näder aber immer auch leisten, das Eichsfeld zu verlassen und auf Reisen zu gehen. Schon seit frühester Jugend ist er bei den Segeltörns der Familie im Mittelmeer dabei, woraus eine lebenslange Passion für den Segelsport entsteht. 

Mit dem Abitur in der Tasche und nach einem Praktikum im väterlichen Betrieb immatrikuliert sich Näder am 21.9.1981 an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen für das Fach Betriebswirtschaftslehre. Studium, evangelischer Studentenbund, Ferienkurse, Skifahrten mit Kommilitonen und Sonntagsbesuche im Elternhaus bekommt er locker unter einen Hut. „Er ist ein Hans Dampf in allen Gassen und macht uns viel Freude, zumal er jetzt voll ins Geschäft mit einsteigt, mit großem Interesse und zur Freude seines Vaters“, schreibt seine Mutter. 1988 beendete er das Studium und steigt in die Firma ein.. Bereits ab 1986 bekommt er die alleinige Geschäftsführung für einige Gesellschaften übertragen: Zunächst für Otto Bock-Kunststoff Deutschland, dann für  Otto Bock-Wien, zum Jahreswechsel für die damals noch existierende Otto Bock-Gesellschaft in Seekirchen in Österreich. Seit August hat er außerdem die Funktion eines „Managing Directors” bei Otto Bock-Kunststoff in Australien inne, daneben sitzt er ab 1987 bei Otto Bock-Australien im „Board of Director“ und fungiert bei Otto Bock-USA ab Ende 1988 als „Vice President“. 

Ähnlich wie er seine eigene Nachfolge bereits seit einigen Jahren vorbereitet, führt sein Vater HGN sukzessive in den Betrieb ein. „Ich bin groß geworden in und um Ottobock. Mein Vater hat mich schon früh an den Wochenenden mit ins Büro genommen, wo ich unter dem Tisch mit Murmeln gespielt habe. Es hat sich nie die Frage gestellt, etwas anderes zu machen“, sagt Näder einmal auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, etwas ganz anderes zu machen. 1990 verkündet Max Näder schließlich offiziell, dass sein Sohn nun die Geschäfte übernehme. Der junge Chef bringt einige Dynamik in den Betrieb. So erweitert Näder 1998 die Betriebsfelder der Firmengruppe. Nach Orthopädietechnik und Kunststoff kommt unter seiner Regie die EDV-Technik hinzu, die Sparte, aus der später die Sycor hervorgeht. Damit nimmt die Firmenstruktur in der dritten Unternehmensgeneration an der Schwelle zum 21. Jahrhundert eine neue Organisationsform an: Unter dem Dach der Otto Bock Holding GmbH & Co KG operieren die Gesellschaften Otto Bock HealthCare, Otto Bock Kunststoff und Sycor in den drei Kernbereichen Gesundheit, Kunststoff und IT. Die HealthCare-Sparte, das umsatzstärkste Fundament des Unternehmens, bewegt sich in den Kompetenzfeldern Prothetik, Orthetik und Fuß-orthopädische Technologien, zusammengefasst unter dem von Otto Bock geschützten Begriff „Orthobionic“. Ein weiterer Zweig, „Bionic Mobility“, umfasst die Herstellung von Rollstühlen und Geräten zur neuromuskulären Stimulation. Im Bereich Kunststoff werden Polyurethan-Weichschäume, Schaumsysteme, größtenteils als Vorprodukte für die Automobilindustrie, und technische Gele hergestellt, die Ausgründung Sycor schließlich bietet Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie an.

Langsames Wachstum

Erste Gedanken an einen möglichen Börsengang äußert Näder 2003: „Wir sind so aufgestellt, dass wir in drei Monaten an die Börse gehen könnten.“ Dennoch zieht er es vor, unabhängig zu bleiben und langsam zu wachsen – und genau dies geschieht in den folgenden Jahren. Nicht umsonst erhält er in diesem Jahr die Auszeichnung „Entrepreneur des Jahres“.

Eine gute Idee erkennen und daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell formen, das ist etwas, das Näder liegt. Er steckt große Summen Geld in die Entwicklungszentren Ottobocks, um immer neue Produkte und Produkt-Felder entwickeln zu können – schließlich sind die Bedürfnisse der Zeit gänzlich andere als zu Zeiten des Vaters. Mit jeder technischen Errungenschaft wächst Näders Ehrgeiz, das Know-how auch in seinen Betrieb zu holen. Anfang der 2000er-Jahre schließt er daher zahlreiche Kooperationen und übernimmt eine Reihe technologieorientierter Firmen. Zunehmend wichtig wird auch der Lifestyle-Aspekt, der den Ottobock-Produkten weiteren Chic verleiht. 

Wie seinen Vater zieht es auch Hans Georg Näder – auch in geschäftlicher Hinsicht – in die Welt. Begünstigend wirkt sich dabei der Umstand aus, dass sich etwa zeitgleich mit seiner Geschäftsübernahme die Beilegung des politischen Ost-West-Konflikts vollzieht, was ihm den geschäftlichen Zugang zu Russland (Moskau, 1989), Polen (Poznan, 1997), Tschechien (Zruc-Senec, 1999), Kroatien (Samobor, 1995), Ungarn (Budapest, 2000) und Rumänien (Bristica, 2004) ermöglicht. Zu Beginn der 1990er-Jahre spornt die rasante Entwicklung des asiatischen Wirtschaftsraums Näder an, auch in China (Peking, 1993), Thailand (Bangkok, 1993), Hongkong (Kowloon 1996), Indien (Mumbai, 1997), Japan (Tokyo, 1999), Korea (Seoul, 1999) und Indonesien (Jakarta, 2000) Filialen einzurichten. In den Jahren danach folgen weitere auf allen Kontinenten (siehe Weltkarte auf der Titelseite). Mit der Übernahme der schwedischen Firma Rehband 1988 gewinnen die transnationalen Unternehmungen eine bisher nicht gekannte Dynamik. In Frankreich, Dänemark und Norwegen kauft Näder High-Tech-Unternehmen an, die er ausbaut, um die Position Ottobocks weltweit zu stärken. Gerade auf dem US-Markt legt die Firma durch Erwerbungen die Grundlage für weiteres Wachstum. 

Alle Fäden laufen bis heute in Duderstadt, dem Hauptsitz der Firma, zusammen. „Duderstadt ist ein wunderbar sicherer Heimathafen, um globale Geschäfte zu machen“, sagt Näder, der Ehrenbürger der Stadt ist. Die Kombination aus regionaler Verbundenheit und weltbürgerlichem Denken gilt als eine der großen Stärken des Ottobock-Chefs: die richtigen Leute am richtigen Ort kennen, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren. Bei allem Leben aus dem Koffer ist Näder bis heute regelmäßig in Duderstadt anzutreffen: bei Betriebsversammlungen am Hauptsitz, bei Stippvisiten im Tabalugahaus, bei Besprechungen und Konferenzen im Max-Näder-Haus oder auch bei einem Kneipenabend im Hotel Zum Löwen.

Seine Liebe zur Region stellt er häufig heraus, nicht nur, indem er das in Duderstadt gebraute Bier „Heimatliebe“ tauft. „Ich bin glücklich, in ein kleines Fenster der Geschichte hineingeboren zu sein, wo besondere Menschen zufällig aufeinandertreffen. Eltern und Familie, eingebunden in Freundschaften und Heimat, dieses wunderschöne Duderstadt, der Lebensraum Eichsfeld in seiner besonderen Lage, die Region Südniedersachsen, Deutschland mitten in Europa, verlässliche Rahmenbedingungen – lassen Sie es mich beschreiben in der Bandbreite von Schützenwesen bis hin zu den Neurosciences. Das ist doch der Kick, der Nährboden, auf dem Unmögliches möglich ist. Danke an alle, die dies möglich machen; das gibt Kraft und Zuversicht“, sagt Näder anlässlich der Verleihung des Niedersächsischen Staatspreises am 11. November 2005.Für sein Engagement in der Heimatstadt bekommt Näder am 27. Oktober 2001 den Ehrenring in Gold im Duderstädter Rathaus verliehen. 

Dass sich das Interesse nicht allein auf die Stadt Duderstadt bezieht, stellt Näder unter anderem dadurch unter Beweis, dass er sich an der Gründung der Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH (WRG) und der Südniedersachsenstiftung beteiligt. Beide Initiativen haben zum Ziel, die Region leistungs- und wettbewerbsfähiger zu machen und neue Potenziale zu entdecken. Ein Gedanke dabei: neue Synergien bilden. 

Die Südniedersachsenstiftung wird 2004 gegründet, ein Jahr später erhält Näders Biografie einen weiteren entscheidenden Eintrag: Am 31. Januar verleiht ihm die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) eine Ehrenprofessur. Der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann lobt den neu bestellten Honorarprofessor als beispielgebende Unternehmerpersönlichkeit und dessen Ernennung als wichtigen Baustein für die in der niedersächsischen Hochschullandschaft hervorragend positionierte PFH. Keine zen Monate später, am 11. November 2005, steht Näder erneut im Rampenlicht. Diesmal gilt ihm die wichtigste Auszeichnung des Landes Niedersachsen, der mit 35 000 Euro dotierte „Niedersächsische Staatspreis“. Zum Kreis bisheriger Preisträger des 1978 gestifteten Preises gehörten Nobelpreisträger Manfred Eigen (1980), Publizist Henri Nannen (1991), Regisseurin Doris Dörrie (1998) und Künstler Georg Baselitz (2003). 2017 folgt eine weitere hochrangige Auszeichnung: Näder erhält den Leibniz-Ring und steht damit in einer Reihe mit Schauspielerin Maria Furtwängler (2016) und Roman Herzog, Bundespräsident (2005).

HGN ist nicht nur Ottobock, er wird zu einem Prominenten. Seine Initialen werden mehr und mehr zur Marke – und HGN hat nichts dagegen. Ganz im Gegenteil. Immer häufiger tauchen die drei Buchstaben in den Titeln seiner Projekte auf. Und in der Presse. So stürzen sich die Medien 2018 darauf, als die Hochzeit Näders mit dem Model Nathalie Scheil platzt, berichten über die Männerfreundschaft Näder/Maffay und verfolgen seine unternehmerischen wie gesellschaftlichen Tätigkeiten auf Schritt und Tritt. 

Projekt „Max-Näder-Haus“

Näders Mutter Maria erlebt die Preisverleihungen an den Sohn nicht mehr. Sie stirbt 2005. 2009 muss Näder auch seinen Vater zu Grabe tragen. Ihm zu Ehren nennt er das Elternhaus, das er ab 2012 ausbauen und mit einem Anbau versehen lässt, „Max-Näder-Haus“. Familien- und Firmenarchiv sowie Näder Family Office werden dort untergebracht, eine Ausstellung informiert über die Firmengeschichte. Außerdem schafft Näder Platz für Veranstaltungen wie Empfänge oder Tagungen. 

Im großen Stil soll zudem ein weiteres Großprojekt entstehen: Aus den Ideen der Zukunftskonferenz „Duderstadt 2030“ wird „Futuring Duderstadt“, ein Stadtentwicklungsprojekt mit Zentrum auf dem Schützenplatz. Näder engagiert sich auch in jüngster Zeit für „sein“ Duderstadt – und auch für die Region: Er setzt sich unter anderem für den Erhalt des alten Bootshauses am Seeburger See ein, will ein Fab Lab ins Eichsfeld bringen, mischt sich kommunalpolitisch ein, ist Mitglied im Ehrenrat der Schützengesellschaft, lässt die alte Tennishalle in Duderstadt umbauen, unterstützt Unternehmen wie Cinogy oder Ax-Lightness Composites, beteiligt sich am Aufbau des Gesundheitscampus im Göttinger Sartorius-Quartier und am Welcome Centre, schmiedet mit Gerhard Steidl Pläne für ein Kunst-Quartier, und, und, und: Und er bringt wieder ein Eichsfeld-Festival in seine Heimat. Zum 100. Geburtstag der Firma Ottobock macht der Eichsfelder HGN den Eichsfeldern wieder ein Geschenk.

Näder unterstützt Welcome Centre

Am Forum Wissen wächst das Welcome Centre Göttingen. Der Betrieb ist bereits aufgenommen, in Regionalbüros werden Menschen betreut, die sich in Forschung und Wirtschaft in Südniedersachsen einbringen könnten. Sie erhalten Unterstützung bei allen Fragen der beruflichen Neuorientierung in Göttingen und bei der Ansiedlung: Hilfe bei der Wohnungssuche, Tipps fürs Familienleben und mehr. In Göttingen soll es zukünftig, angedockt an das Forum Wissen, ein zentrales Regionalbüro geben. Ottobock-Chef Hans Georg Näder unterstützt das Projekt der Universität Göttingen wie rund 40 andere Wirtschaftsvertreter. Als weiterer starker Partner ist die Firma Sartorius mit Joachim Kreuzburg im Boot. „Wir alle wollen dieses Forum Wissen zu einer richtigen Attraktion machen, für Göttingen, für die Region, aber auch für unsere weltweiten Aktivitäten“, sagt Näder, der 750 000 Euro in das Projekt stecken will. Der Förderer hofft auf eine rasche Umsetzung des Bauvorhabens, betont aber auch, dass darüber nicht der Komfort für die Anreisenden vergessen werden dürfe. Eine Lösung müsse ebenso zeitnah wie gut durchdacht her: „Was jetzt wirklich notwendig ist, ist Geschwindigkeit und schnellstens eine Lösung über einen fußläufigen Zugang, für den auch die Universität im Zweifel Mittel investieren muss.“ Fach- und Führungskräfte sowie Forscher für die Region zu gewinnen und zu halten, das ist das Ziel des Welcome Centres für den Göttingen Campus und die Region Südniedersachsen, das die Georg-August-Universität und die SüdniedersachsenStiftung planen. Das Land Niedersachsen fördert das Forschungsund Entwicklungsprojekt der Georg-August-Universität und der Südniedersachsen-Stiftung mit 350 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Zielgruppen sind Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische, sowie internationale Fach- und Führungskräfte, Wissenschaftler, Studierende und deren Familien. Entsprechend umfasst der Begleitservice für Fach- und Führungskräfte nicht nur das Thema Arbeit. Auch Tipps zum Wohnen und Leben in der Region sollen gegeben werden. Ob bei der Wohnungs- und Haussuche, der Kinderbetreuung oder Kontoeröffnung, bei Fragen zur Versicherung und Behördengängen: Neue Fachkräfte sollen im Welcome Centre für den Göttingen Campus und die Region Südniedersachsen, kurz: „WeCoCampus&Region“, Hilfe erfahren. Ein Schwerpunkt soll zudem auf digitalen Angeboten liegen. Unter anderem seien ein Info-Portal geplant, der Aufbau einer regionalen Stellenbörse und ein Online-Beratungsservice.

Näders Ämter

  • Mitglied des Aufsichtsrats der Leipziger Messe, Leipzig von 2009 bis 2014
  • Mitglied des Zentralen Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main seit 1. Januar 1990
  • Aufsichtsratsmitglied der Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main (bis 2009)
  • Vorsitzender des Kuratoriums der Otto Bock Stiftung, Duderstadt; laufender Geschäftsbetrieb übergegangen auf Ottobock Global Foundation, Vorsitzender des Kuratoriums der Global Foundation seit Mai 2015
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Rohde AG, Nörten-Hardenberg seit 17. Oktober 2001
  • Mitglied des Vorstands ASU/BJU Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer/Bundesverband Junger Unternehmer (Regionalkreis Südniedersachsen) seit 10. Dezember 1990
  • Vorsitzender des Stiftungsrates der Südniedersachsen-Stiftung, Göttingen bis Juli 2015
  • Beiratsvorsitzender des Vereins Treffpunkt Stadtmarketing e.V. Duderstadt seit Gründung im Dezember 2002
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) Bonn seit dem 24. April 2012
  • Mitglied des Vorstandes der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik e.V. Dortmund seit 1990 bis 2017
  • Mitglied im Kuratorium der Initiative 93 Technische Orthopädie seit Gründung 1993
  • Mitglied im Kuratorium der ZNS – Hannelore-KohlStiftung seit 29. August 2012
  • Mitglied im Präsidium des Verbandes „Die Familienunternehmer – ASU