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125 Jahre Göttinger Tageblatt Dieter Moebes versorgt seit 35 Jahren Holtenser mit dem Tageblatt
Thema Specials 125 Jahre Göttinger Tageblatt Dieter Moebes versorgt seit 35 Jahren Holtenser mit dem Tageblatt
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20:13 13.03.2014
Von Katharina Klocke
Treue Tageblatt-Leser und -Zusteller: Siglinde und Dieter Moebes. Quelle: Hinzmann
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Holtensen

Als das Ehepaar begann, in Nachfolge einer Nachbar-Familie das Tageblatt auszutragen, war Dieter Moebes noch voll berufstätig. Jeden Morgen vor dem Dienst bei der Berufsfeuerwehr um 4.45 Uhr aufstehen, bei Wind und Wetter zur Ortsmitte radeln, dort 80 gebündelte Zeitungen abholen, in knapp zwei Stunden ausliefern, nach Hause und dann um 7.30 Uhr zur Arbeit fahren: Ein solcher Start in den Tag ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. 

Rund 50 000 Kilometer in dreieinhalb Jahrzehnten hat der Rentner für das Tageblatt zurückgelegt. Wenn er mit seinem Fahrrad durch die Straßen fährt, ist es zumeist noch dunkel. Nur wenige Tageblatt-Leser warten schon auf ihre Morgenlektüre. Moebes kennt viele seiner Kunden und erst recht die Frühaufsteher: „Das sind genau fünf.“ 

Das Ehepaar lebt seit 50 Jahren in Holtensen. Sportlich aktiv waren Dieter und Siglinde Moebes Zeit ihres Lebens: „Wir sind viel auf Berge gestiegen.“ Er holt ein Fotoalbum und zeigt die Aufnahmen von Wandertouren im ehemaligen Jugoslawien, am Gardasee, in Tirol. Immer dabei die beiden Töchter und der Sohn.

Einer der ältesten Zusteller

Alle drei Kinder haben sich in ihrem Heimatdorf niedergelassen. Für die Zeitungsausträgerei konnte sich der Nachwuchs aber bisland nicht begeistern. „Sie haben es versucht, aber dann hat es vier Wochen am Stück geregnet“. erinnert sich Moebes. Er selbst möchte die Arbeit nicht missen: „Solange meine Füße mich tragen, mache ich weiter“, sagt er.

Mittlerweile ist er fast 81 Jahre alt und einer der ältesten Zusteller des Tageblattes. Dem Job, sagt der Zusteller, verdanke er seine Fitness: „Viel frische Luft bei jedem Wetter – ich kenne keine Erkältungen!“ Ehefrau Siglinde stimmt zu.

Die Tagesstruktur nach der Zustellung hat sich seit seiner Pensionierung ein wenig geändert: Statt Dienst steht im Sommer Schwimmen im Freibad auf dem Programm, „um 7.10 Uhr bin ich im Wasser“. Nur im Winter geht Moebes sein Tagwerk ruhiger an, „da schlafe ich nach dem Austragen noch ein wenig“, sagt er schmunzelnd.

Zuverlässige Zusteller in Stadt und Landkreis werden beim Tageblatt immer gesucht.