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333 Dinge Auf dem Gauß-Gedenkweg zum Meridianstein
Thema Specials 333 Dinge Auf dem Gauß-Gedenkweg zum Meridianstein
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18:08 22.07.2011
Geodätischer Festpunkt: Endpunkt des Gauß-Gedenkweges ist der südliche Meridianstein.
Geodätischer Festpunkt: Endpunkt des Gauß-Gedenkweges ist der südliche Meridianstein. Quelle: CR
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Der Name verpflichtet: Carl-Friedrich-Gauß-Schule. Klar, dass die jetzige Oberschule in Groß Schneen alljährlich Projektwochen für ihre Schüler zum Schaffen des großen Mathematikers und Geografen Gauß organisiert. Im Jubiläumsjahr 2005 (250. Todestag) waren es die Klassen 5c, 6c, 8c und der Informatikkurs, die sich etwas Besonderes ausdachten: Die Schüler gestalteten den gut einen Kilometer langen Gedenkweg und statteten ihn mit elf Informationstafeln und Wegweisern aus. Zielpunkt ist eines der wichtigsten geodätischen Denkmale, der südliche Meridianstein auf einem 333 Meter hohen Sporn des Steinkopfes.

Mit dieser Landmarke hat einst eines der wichtigsten Projekte des in Göttingen tätigen Naturwissenschaftlers begonnen: die Triangulation des Königsreiches Hannover in den Jahren 1825 bis 1845.

Denn schon 1821 begann Gauß, ein Dreiecksnetz von der Göttinger Sternwarte aus über das Land zu legen, um mit seinem Vermessungsgerät (Heliotrop) dieses in Dreiecken zu vermessen. Südlicher Messpunkt war der Meridianstein, westlicher der hohe Hagen. Ein nördlicher Meridianstein stand in der Weender Feldmark. Er ist längst untergepflügt. Der Stein bei Groß Schneen zeugt von den ersten Versuchen für ein später 2600 Messpunkte umfassendes Netz über Niedersachsen.

Der Gauß-Gedenkweg beginnt an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen, Bönnekerstraße, und führt über den Kampweg und am Sportplatz vorbei Richtung Wald bis zum Meridianstein.

ck