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333 Dinge Karzer der Georg-August-Universität Göttingen
Thema Specials 333 Dinge Karzer der Georg-August-Universität Göttingen
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Von Britta Bielefeld
Lohnenswert: Die Zeichnungen an den Karzerwänden spiegeln Studentenleben wider.
Lohnenswert: Die Zeichnungen an den Karzerwänden spiegeln Studentenleben wider. Quelle: BB
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Göttingen

Der Karzer, das sind Räume im Gebäude der Aula am Wilhelmsplatz. Dort wurden ab 1837, als die Aula errichtet wurde, Studenten eingesperrt, die sich etwas zu Schulden kommen ließen – verurteilt von der „akademischen Gerichtsbarkeit“.

Davon, wie es in den Zellen zuging, zeugen unzählige wunderbare Wandmalereien und Schriften, die die Delinquenten dort hinterließen. Wie Georg Gremzo, der 1930 schrieb: „Löscht du keine Lampe nicht, so läßt dich in Ruh das Biergericht / wer aber doch hat den Mut, dem tut ein Tag wohl gut“.

Studentische und universitäre Geschichte pur. Nirgendwo in Göttingen ist der Geist der Burschenschaften und Studenten im Göttingen des 19. Jahrhunderts so greifbar. Zu sehen sind acht Zellen, in denen Studenten über ihre Verfehlungen nachdenken konnten.

Der Karzer kann im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden. Informationen und Buchung bei der Tourist-Information, Anja Czarny, Telefon 0551/49980-0.

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