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333 Dinge Mit Max und Moritz die funktionstüchtige Mühle entdecken
Thema Specials 333 Dinge Mit Max und Moritz die funktionstüchtige Mühle entdecken
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18:21 03.11.2011
Von Katharina Klocke
Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen: war vor 170 Jahren zweite Heimat für den Humoristen. Quelle: CH
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„Ich war dieser Tage in einem Dorfe namens Ebergötzen auf Besuch bei meinem Freunde, dem Müller in der Mühle; das ist ein altes, altes Haus; da braust und rauscht ein Bach dran vorbei, der geht über das Mühlrad und dreht es, und das Mühlrad setzt das Mühlwerk in Bewegung, das geht dann immer rickeracke!“, schrieb Wilhelm Busch 1873. Bei seinem Onkel, Pastor in Ebergötzen, verbrachte der Humorist (1832 bis 1908) fünf Jahre seiner Kindheit und besuchte die Mühle auch als Erwachsener immer wieder.

Bis ins 14. Jahrhundert lässt sich die Geschichte des Bauwerks zurückverfolgen. Die Handlung, die zu ihrer Namensgebung führte, begann aber erst im Jahr 1849. Ein Müller kaufte das Gebäude vom Königshaus Hannover. Dessen Sohn hatte einen Sohn namens Erich. Der zehnjährige Erich Bachmann lernte eines schönen Tages den neunjährigen Wilhelm kennen, Neffe und Schüler des Pastors, von seiner Familie zu Bildungszwecken dort einquartiert.

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Die Jungen freundeten sich an. Einige ihrer Erlebnisse verewigte der Schriftsteller in seinen Versen und Zeichnungen: der reale Hintergrund der Geschichte von Max und Moritz. Die Orte der Handlung können heute noch rund um die funktionstüchtige Mühle angesehen werden. In der Museumsausstellung erfahren Besucher zudem vieles über Busch und seine Freundschaft mit dem Müller.

Die Wilhelm-Busch-Mühle, Mühlengasse 8 in Ebergötzen, hat dienstags bis sonnabends von 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Infos: im Internet unter wilhelm-busch-muehle.de. Eine Vorführung der Mühlentechnik ist in Besichtigungen inbegriffen. Ab Ende November ist Winterpause.