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333 Dinge Naturdenkmal im Eichsfeld
Thema Specials 333 Dinge Naturdenkmal im Eichsfeld
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18:09 21.06.2011
Von Heinz Hobrecht
Türkisgrüner Touristenort: Rhumequelle in Rhumspringe. Quelle: Thiele
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Rhumspringe

An der Westgrenze des Landkreises Göttingen liegt Rhumspringe, auf der Grenze zum Landkreis Osterode gelegen befindet sich dort die Rhumequelle. Sie gilt als eines der bedeutendsten Naturdenkmäler Norddeutschlands. Mit ihrem trichterförmigen und mindestens neun Metern tiefen Quelltopf zählt sie zu den ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas. Durchschnittlich 2500 Liter Wasser werden hier pro Sekunde ausgeschüttet.

Türkisgrün leuchtet das Wasser im Quelltopf des zirka 30 Meter langen und 20 Meter breiten Quellteichs. Das tief aus dem Erdreich hervorquellende Wasser hat zu jeder Jahreszeit eine gleichbleibende Temperatur von acht bis neun Grad Celsius. Im Winter friert deshalb die Quelle niemals zu.

Auf einem Rundweg kann der Quellteich umwandert werden. In der Quelle und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft samt Nebenquellen gibt es eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu bestaunen.
Für die Gemeinde Rhumspringe und das Untereichsfeld ist die Rhumequelle von besonderem touristischen Wert. Entstanden ist sie vor 10 000 bis 20 000 Jahren.

Der Quelle, die zum Großteil mit Wasser aus dem Vorharz gespeist wird, entspringt der Fluss Rhume. Kalt und flach schlängelt sich der Fluss durch den Quellenort. Von hier aus fließt die Rhume durch Wollershausen, Rüdershausen, Gieboldehausen und Bilshausen in Richtung Northeim. Nach 48 Kilometern mündet sie in der Nähe von Northeim in die Leine.

Die Rhumequelle ist mit dem Auto über die Landesstraße 530 (Herzberger Straße) zu erreichen. Vom Parkplatz am Ortsausgang Rhumspringes in Richtung Pöhlde ist die Quelle nach nur wenigen Metern zu Fuß zu erreichen.