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333 Dinge Tante-Emma-Laden im alten Schulhaus besuchen
Thema Specials 333 Dinge Tante-Emma-Laden im alten Schulhaus besuchen
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18:14 06.11.2011
Krämer-Laden: eine der Stadtionen im Museum am Thie in Geismar. Quelle: Theodoro da Silva
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„Sie werden oft genu den Kopf geschüttelt haben über den wunderlichen Heiligen da oben unter dem Dach der alten Kantorei in Geismar, der das Kunststück fertigzubringen versuchte, grenzenlose Skepsis und kindliches Weltvertrauen in ein annehmbares Verhältnis zueinander zu bringen.“ Der wunderliche Heilige und Autor dieser Zeilen war Moritz Jahn (1884 bis 1979), Heimatdichter, langjähriger Rektor der Dorfschule und Bewohner des ehemaligen Schulhauses und Kantorei am Geismar Thie.

Heute betreibt der Volkskundliche Arbeitskreis Geismar dort ein Museum, in dem Jahns Zeit und das vorherige Jahrhundert lebendig werden. Tante-Emma-Laden, Schuster-Werkstatt, historische Kücheneinrichtung, Schmiede, Sattlerei und Bäckerei führen zurück in das Dorfleben des 18. und 19. Jahrhunderts. Unter den seltenen Exponaten sind auch sogenannte Fensterbierscheiben. In der Textilabteilung werden die Arbeitsschritte vom Flachs zum Leinen erklärt. Eine Rarität ist ein Posamentierwebstuhl aus dem Umfeld der Göttinger Uniformmanufaktur aus dem 18. Jahrhundert, der von ländlicher Heimarbeit zeugt. Besichtigt werden können auch das Arbeitszimmer und die Bibliothek des ehemaligen Bewohners Moritz Jahn.

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Das Museum, Am Geismar Thie 2, kann an jedem ersten und dritten Sonntag von 10.30 bis 12.30 sowie donnerstags zwischen 16 und 18.30 Uhr besichtigt werden. Führungen können unter der Rufnummer 05 51 / 79 49 44 abgesprochen werden.

kk