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333 Dinge Von der „Schweinebucht“ zum Freibad
Thema Specials 333 Dinge Von der „Schweinebucht“ zum Freibad
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17:21 19.06.2011
Von Andreas Fuhrmann
Bei den Gästen geschätzt für die familiäre Atmosphäre: das Freibad Dahlenrode.
Bei den Gästen geschätzt für die familiäre Atmosphäre: das Freibad Dahlenrode. Quelle: afu
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Dahlenrode

Einst diente der Bereich, in dem heute das Freibad Dahlenrode liegt, als Rotte, in der Flachs eingeweicht wurde. Später nannten die Einwohner das Wasserloch „Schweinebucht“, weil die Schweine des Ortes täglich hierher getrieben wurden. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde an gleicher Stelle ein Löschwasserteich angelegt. Weil dieser allerdings für zu klein befunden wurde, hatten der damalige Bürgermeister Georg Mühlmann und der Lehrer Arthur Linke die Idee, ein Freibad zu bauen. Das setzten die Einwohner des kleinen Ortes im Jahr 1951 um.

Anfangs wurde das Bad mit Wasser aus dem Lindenbach gespeist. Erst 1959 wurde es an die Wasserleitung angeschlossen. In dieser Zeit wurden auch Liegewiesen angelegt und Toiletten gebaut. Später kamen Umkleidekabinen hinzu. Zudem durften die Kinder, die auf dem nahegelegenen Zeltplatz Stolle campierten, das Bad nutzen.

Wegen hoher Kosten drohte dem Bad im Jahr 1988 die Schließung. Erst als der Sportverein Atzenhausen die Trägerschaft übernahm und Bürger den DLRG-Leistungsschein machten und die Badeaufsicht stellten, war das Freibad gerettet, das besonders für seine familiäre At-mosphäre von den Gästen geschätzt wird. Noch heute engagieren sich viele Bürger ehrenamtlich für ihr Bad, das von der Gemeinde Rosdorf finanziell unterstützt wird.

Das Freibad Dahlenrode, Am Bad 2, ist in der Regel von Mitte Juni bis zum Spätsommer täglich geöffnet.