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333 Dinge Wandern im Schnee zwischen Umschwang und Endschlag
Thema Specials 333 Dinge Wandern im Schnee zwischen Umschwang und Endschlag
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18:07 17.01.2012
Hütte am höchsten Pass des Landkreises: Der Umschwang liegt 446 Meter über dem Meeresspiegel. Quelle: Gückel

Nein, schneesicher ist er nicht, der Haferberg im südlichesten Zipfel Niedersachsens. Wer aber den Winter vermisst, wer gern zwischen herrlichen hohen Buchenwäldern durch den Schnee stapft, der sollte den höchsten Berg des Landkreises aufsuchen, noch 100 Meter höher als der Hohe Hagen bei Dransfeld. Der Haferberg misst 580 Meter über dem Meeresspiegel, und schon zu seinem Fuß, dort, wo der einzige Pass von Bedeutung den größten Gebirgszug des Kreises quert, liegt winters meistens Schnee, wenn im Rest des Kreises der Winter keiner ist.

„Umschwang“ heißt diese Wasserscheide zwischen Werra- und Fuldatal, wo in 446 Metern Höhe die L 3237 sich in Serpentinen den Jägerborn hinaufwindet und umschwingt um gemächlich mit dem Wengebach wieder ins Tal zu gleiten. Hier wie auch kurz vor Nieste, wo das Endschlag-Tal beginnt und der Endschlag-Bach zu einer Wassertretstelle aufgestaut ist, hat der Naturpark Münden schöne Wanderparkplätze errichtet. Die Niedersächsiche Forstversuchsanstalt hat hier seltene Bäume wie Wildbirne oder -apfel markiert und Wanderwege bis zum Aussichtsturm Bielstein oder dem Jugendwaldheim Steinberg sind ausgeschildert.

Und der Clou dieses Wandergebiets: Es ist ausschließlich vom Nachbarbundesland aus erreichbar. Auf acht Kilometern kreuzt die Straße ohne eine Ortschaft zu berühren den südlichsten Zipfel Niedersachsens von Hessen nach Hessen.

Die Umschwang- und Endschlag-Wanderparkplätze sind von Osten über Witzenhausen und Kleinalmerode, von Westen über Uschlag und Nieste über die L3237 erreichbar. Hinter dem Ortsausgang Nieste ist links die Wassertretestelle.

ck