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Alles über die Bombe Wenig geschlafen
Thema Specials Alles über die Bombe Wenig geschlafen
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18:57 27.04.2011
Von Britta Bielefeld
Am späten Abend: Die nördliche Innenstadt wird von Polizei und Feuerwehr evakuiert.
Am späten Abend: Die nördliche Innenstadt wird von Polizei und Feuerwehr evakuiert.
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Grund: Eine fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war um 15.15 Uhr in einer Baustelle an der Güterbahnhofstraße gefunden worden.

Erst gegen 1.15 Uhr gab der Sprengmeister vom Kampfmittelräumdienst Entwarnung. Die Zünder des Blindgängers konnten entfernt werden.
Am frühen Abend stand fest, das Gelände muss in einem Umkreis von etwa einem Kilometer rund um die Fundstelle evakuiert werden. Die Experten hatten den Verdacht, dass einer der beiden Zünder der Bombe ein gefährlicher Säurezünder sein könnte. Bei der Detonation eines solchen Zünders waren im vergangenen Jahr drei Männer getötet worden.

Die Evakuierung des Areals, zu dem auch die nördliche Innenstadt, der Bahnhof und Universitätsgebäude gehörten, dauerte bis nach Mitternacht. Viele Bürger erfuhren erst von der Bombe, als Helfer an ihrer Tür klingelten. Für diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten untergekommen waren, standen die Mensa des Universitätsklinikums und die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) zur Verfügung. Noch bis nach Mitternacht wurden immer wieder Menschen in dem abgesperrten Radius angetroffen. „So lange konnten wir mit der Entschärfung nicht beginnen“, sagte Martin Schäfer, Chef der Göttinger Berufsfeuerwehr. Die Bürger warteten auf die Entwarnung und darauf, wieder nach Hause gehen zu können.

Gegen 1.15 Uhr gab der Sprengmeister grünes Licht: Der Zünder – es war ein Aufschlagzünder – konnte schnell und leicht entfernt werden. Aufatmen bei vielen tausend Göttingern.