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Bundestagswahl 2009 Kauder will mit 
Gesundheit punkten
Thema Specials Bundestagswahl 2009 Kauder will mit 
Gesundheit punkten
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17:32 02.09.2009
Spricht über die Krise als Chance: CDU/CSU Fraktionsvorsitzender Volker Kauder.
Spricht über die Krise als Chance: CDU/CSU Fraktionsvorsitzender Volker Kauder. Quelle: Hinzmann
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Rund 150 Interessierte fanden sich in der ehemaligen Werkskantine von Huhtamaki (Schließung 2006) auf dem Firmen-Gelände in Weende ein, um sich Volker Kauders Rezept für einen Weg aus der Krise für die Wirtschaft in Südniedersachsen anzuhören. Die von der CDU für das „Göttinger Wirtschaftsforum“ gewählte Örtlichkeit sollte ein Zeichen setzen. „Wenn wir es in dieser schwierigen Zeit schaffen, aus dem Gelände etwas zu machen, ist das ein Hoffnungszeichen für die gesamte Wirtschaft“, war sich Patrick Deyerl, Geschäftsführer der Hoko-Verwaltungs GmbH sicher. CDU-Bundestagsmitglied Hartwig Fischer stimmte ihm zu: „Es ist wichtig, antizyklisch zu handeln.“

Der Firma Hoko aus Soest gehört das ehemalige Huhtamaki-Gelände (rund 11 Hektar). Sie plant, dort einen Wohn- und Gewerbestandort zu errichten (Tageblatt berichtete). Derzeit werden die Hallen noch auf Zeit vermietet, in zwei bis drei Jahren solle jedoch mit den Arbeiten, begonnen werden, kündigte Deyerl am Dienstag an.

Kein Eingehen auf Region

Trotz des Titels seiner Rede, „Wirtschaft in Südniedersachsen – gestärkt aus der Krise“, blieb Kauder mit seinen Ideen eher allgemeingültig: Der Mittelstand habe es schwer und müsse gestärkt werden, indem Bund und Länder zusammenarbeiten. Kauder versprach, sich für eine schnellere und kurzfristigere Kreditvergabe an Mittelständler einzusetzen. Den Unternehmen solle geholfen werden, mit ihren Produkten auch den Verkaufspreis zu erhalten. Wichtig sei zudem, in zukunftsträchtige Wirtschaftszweige wie die Gesundheitsforschung zu investieren: „Besonders die Demenz- und Alzheimerforschung wird in den nächsten Jahrzehnten aufgrund des demographischen Wandels an immer größerer Relevanz gewinnen.“ Damit würden dann Arbeitsplätze geschaffen.

Auf die Wirtschaft der Region Südniedersachsen ging der Direktkandidat des Wahlkreises Rottweil/Tuttlingen (Baden-Württemberg) bei seinem Besuch in Göttingen nicht ein.

Von Corinna Berghahn