Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Bundestagswahl 2009 Natur und Menschen verbunden
Thema Specials Bundestagswahl 2009 Natur und Menschen verbunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:12 13.09.2009
Sucht der persönlichen Kontakt zu den Bürgern: CDU-Bundestagskandidat Hartwig Fischer.
Sucht der persönlichen Kontakt zu den Bürgern: CDU-Bundestagskandidat Hartwig Fischer. Quelle: Hinzmann
Anzeige

Zufrieden blickt Hartwig Fischer vom Balkon seines Hauses in Geismar in seinen Garten hinunter: „Drei Monate war das hier Sperrgebiet für mich und meine Familie, tausende von Erdkröten-Kaulquappen sind hier von unserem Teich, quer über die Wiese zu den Büschen da drüben gewandert. Alle sollten überleben, keine totgetreten werden“.

Der Teich im Garten ist Fischers liebster Platz in Südniedersachsen und das entspricht auch seiner Grundeinstellung: Er empfindet sich als Naturfreund, der bereits mit drei Jahren mit seinem Vater bei Verden die Wälder durchstreifte und auch noch heute Entspannung und Erlebnis in der Natur sucht.

Fischer ist begeisterter Angler („Mein größter Fisch war ein 22 Kilo schwerer Lengfisch mit 1,22 Meter Länge“), der alle zwei Jahre zum Fischen nach Norwegen fährt. Außerdem gehört er der Jägerschaft Göttingen an.

Neben seiner Passion für die Natur steht Fischers Engagement für die Politik und für die Menschen der Region, deren Sorgen und Nöten er in diesen Tagen und Wochen im wahrsten Sinne des Wortes nachspürt. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, in seinem Wahlkreis 54 alle 180 Dörfer, Städte und Gemeinden selbst aufzusuchen, sich mit Menschen aus allen Schichten zu unterhalten, um im persönlichen Gespräch zu erfahren, mit welchen Probleme die Menschen zu kämpfen haben, welche Wünsche sie sich erfüllen möchten, wo Hilfe benötigt wird.

Spezialist für Afrika

Was seine politische Arbeit in Berlin angeht, so ist Fischer Koordinator für die Afrika-Politik der CDU-Fraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises Afrika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Unzählige Reisen haben ihn in den vergangenen Jahren nach Afrika geführt, wo er sich einerseits für wirtschaftliche Kontakte zwischen Deutschland und den afrikanischen Ländern einsetzte, andererseits aber auch sich immer wieder bemühte, Probleme vor Ort zu lösen.

„Ich kenne in jedem afrikanischen Land ein Gefängnis, habe dort Besuche gemacht um mir ein Bild vom Umgang mit den Menschenrechte zu machen Hier und da konnte ich auch etwas für die bessere Unterbringung von Gefangenen tun. Ein anderes wichtiges Projekt war der Bau einer Straße, die für die Menschen einer ganzen Region wichtig war.“

In seiner Arbeit mit und für Afrika geht es Fischer um die Realisierung nachhaltig wirksamer Projekte. Dazu gehört auch die Vermittlung von Kontakten zwischen deutschen Unternehmen und afrikanischen Wirtschaftszentren.

Sein emsiges politisch-wirtschaftliches Werken in Afrika hat Fischer inzwischen den Spitznamen Kongo-Fischer eingebracht, den er durchaus als Ehrenbezeichnung empfindet. Sein Engagement werde damit gewürdigt.

Viele politische Funktionen

In die Parteiarbeit der CDU ist Fischer seit 1969 eingebunden als er der Jungen Union beitrat. Es folgten im Laufe der Jahre viele politische Ämter und Funktionen, wovon die des Generalsekretärs der CDU in Niedersachsen besonderes Engagement und Vielseitigkeit im täglichen Einsatz erforderte. Seit 2002 ist Fischer nun schon Mitglied des Deutschen Bundestages.

Von Sebastian Rübbert

Straßen als Adern des Verkehrs

Zu den politischen Zielen Hartwig Fischers und seiner Partei, der CDU, zählt eine Verbesserung und Erleichterung der Verkehrsströme in Niedersachsen. Dazu gehört der Bau der Ortsumgehungen Waake und Westerode ebenso wie eine feste Schienen-Anbindung des Harzes an die großen Nord-Süd-Verbindungen über Northeim. Fischer: „Straßen und Schienen sind die Adern des Verkehrs, hier müssen und wollen wir für freien Fluss sorgen“.In Anbetracht des demographischen Wandels in der Gesellschaft möchte die CDU auch dafür sorgen, dass leerstehende Häuser im ländlichen Raum wieder von jungen Familien renoviert und bezogen werden. Voraussetzung dafür sei in Zeiten des Internets aber das Vorhandensein von Breitband-Netzwerken und entsprechenden Anschlüssen in den Häusern. Eine schnelle Netzanbindung sei inzwischen ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für die Wohnortwahl. In diesem Zusammenhang sei es auch wichtig bei der Erneuerung von Wasserleitungen und Abwasserrohren gleich neue Breitband-Kabel zu verlegen, so dass die Vernetzung Zug um Zug voranschreite. Ein großes Beschäftigungsfeld, so Fischer, eröffne sich bei der Betreuung älterer Menschen in den eigenen vier Wänden. Hier entstünden hohe finanzielle Anforderungen, deren Erfüllung sichergestellt werden müsse. Das gelte im übrigen auch für die Betreuung von Demenzkranken.