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Bundestagswahl 2013 Bundestagswahl: Priesmeier (SPD) und Kühne (CDU) vertreten Wahlkreis 52
Thema Specials Bundestagswahl 2013 Bundestagswahl: Priesmeier (SPD) und Kühne (CDU) vertreten Wahlkreis 52
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17:43 23.09.2013
Quelle: Spata/dpa (Symbolfoto)
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Northeim

Der Agrarexperte will sich weiterhin für die schwierigen ländlichen Räume engagieren. Wichtig seien Arbeitsplätze und gesunde Sozialstrukturen. Bauchschmerzen macht Priesmeier der Gedanke an eine große Koalition.

Zu vermeiden sei jede Konstellation, „wo wir als Sozialdemokraten nicht klar inhaltlich erkennbar bleiben“, sagt er mit Blick auf die Große Koalition, die bis 2009 das Sagen hatte. Entschieden zieht er eine gute Oppositionsarbeit vor. Genausowenig kann sich der 1954 geborene Tierarzt eine Koalition mit den Linken vorstellen. Dafür hätten sie Positionen räumen müssen, sagt er.

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Zur schönen Überraschung ist der Wahlausgang für den Christdemokraten Roy Kühne geworden. Nun müsse er erstmal sehen, was in Berlin auf ihn zukomme. Für die Region möchte er den Ausbau des Tourismus im Sinne der Wirtschaft erreichen.

Wichtig ist dem Physiotherapeuten eine gute medizinische Versorgung auf dem Land Im Sinne der Familienfreundlichkeit gelte es einen Aufschwung der Fläche zu erreichen, beispielsweise durch die Ansiedlung von gößeren Unternehmen. Die Koalitionsbildung sei eine Aufgabe der „gestandenen Politik“. Er habe keine Präferenzen, sagte Kühne.

Mit seinem Erfolg will der 45-Jährige junge Menschen ermutigen, sich in der Politik zu engagieren. Auch gegenüber erfahrenen Berufspolitikern  könne man bestehen. In seiner Physiotherapiepraxis mit 30 Mitarbeitern will er die Aufgaben neu verteilen, damit er nicht fehlt, wenn er in Berlin ist. Heute macht sich Kühne zum ersten Mal auf den Weg nach Berlin.

Dass sie mit Listenplatz 7 auf der grünen Landesliste nicht wieder in den Bundestag einzieht, damit hatte Viola von Cramon nicht gerechnet. Gestern war sie dennoch auf dem Weg nach Berlin – zur Fraktionssitzung zur Wahlanalyse. „Bis Ende Oktober müssen die Büros geräumt sein“, ergänzt sie. An eine Koalition zwischen CDU und Grünen glaubt sie nicht.

Von Ute Lawrenz