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Bundestagswahl 2013 Kanzlerin in Duderstadt: Angela Merkel wirbt um Stimmen
Thema Specials Bundestagswahl 2013 Kanzlerin in Duderstadt: Angela Merkel wirbt um Stimmen
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20:14 16.09.2013
Von Ulrich Lottmann
Wahlkampf-Auftritt: Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, bahnt sich den Weg zur Bühne durch 2500 Menschen. Quelle: Thiele
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Duderstadt

Arbeit, Ausbildung, Rente, Löhne, Schuldenabbau und Europa waren ihren Themen. „Die erste große Frage, über die sie am 22. September entscheiden, ist: Wie schaffen wir Arbeitsplätze.“ Das war der rote Faden in Merkels Rede, das Stichwort Arbeitsplätze tauchte  bei allen weiteren Themen auf: Eine gute Ausbildung sei Voraussetzung für einen Arbeitsplatz. Eine möglichst große Zahl von Arbeitnehmern trage zu einer sicheren Rente bei.

„Guter Lohn für gute Arbeit“. Viele Menschen in Arbeit verschafften dem Staat Steuereinnahmen und so Mittel zur Förderung von Forschung und Innovation. Der Schuldenabbau sei „moralisch verpflichtend“. „Der Euro ist gut für Deutschland. Er sichert Arbeitsplätze.“ So variierte Merkel ihre Kernbotschaft. Der Staat schaffe die Voraussetzungen, damit Arbeitsplätze entstehen.

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Wiederholt lobte die CDU-Vorsitzende dabei das Unternehmen Ottobock als gutes Beispiel. Bezüge zum Eichsfeld und Südniedersachsen stellte sie nur vereinzelt her. Die politischen Gegner erwähnte sie nicht direkt, erntete jedoch ihren ersten Applaus mit dem Hinweis, die CDU freue sich über die Verschiedenartigkeit der Menschen: „Wir sagen ihnen nicht, wann sie Fleisch essen wollen und wann nicht.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am Montag, 16. September, Duderstadt. Die Visite findet sechs Tage vor der Bundestagswahl am 22. September statt und gehört zum Wahlkampf-Endspurt der CDU-Politikerin.

Für die Attacken auf die Gegner des CDU-Kandidaten Fritz Güntzler im Wahlkreis Göttingen war der CDU-Landesvorsitzende David McAllister zuständig. Zudem lobte er das Eichsfeld als „besonders schönen Teil Niedersachsens, mit tollen Menschen und tollen Wahlergebnissen“. Auch McAllister betonte: „Beide Stimmen für die Christlich Demokratische Union.“

Dafür warb auch Güntzler, zu dessen Unterstützung Merkel nach Duderstadt gekommen war. Der gab sich siegessicher: Die CDU gehe am Wahlabend als erste über die Ziellinie „und ich gewinne diesen Wahlkreis“.

Bevor Merkel, begleitet von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, um 17.10 Uhr mit wummernden Bässen aus den Lautsprechern angekündigt wurde, und sich den Weg durch die Menge bis zur Bühne bahnte, gab es ab 16 Uhr ein Vorprogramm mit Musik und Talkrunde. Befragt von Fernsehmoderator Jan Stecker betonten Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte, Landtagsabgeordneter Lothar Koch, Ottobock-Chef Hans Georg Näder und der thüringische Bundestagsabgeordnete Manfred Grund die Besonderheiten des Eichsfelds.

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16.09.2013

Er habe die Fläche angeboten, die CDU habe das Angebot angenommen. Mit dieser Feststellung reagiert Hans Georg Näder auf die Diskussion zum Auftritt von Angela Merkel in Duderstadt. Die CDU-Bundesvorsitzende kommt am 16. September für eine Wahlkampfveranstaltung nach Duderstadt und spricht auf dem Gelände der Firma Ottobock.

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