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Die Geschichte des Gaußturms Filmreife Rambo-Szenen im Gaußturm-Café
Thema Specials Die Geschichte des Gaußturms Filmreife Rambo-Szenen im Gaußturm-Café
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13:47 12.03.2009
Turmherr: Der gelernte Hotelkaufmann Simon Ahlborn ist der Pächter des Gauß-Turmes. Quelle: Vetter
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Es war wie in einem RamboFilm“, meint der Pächter des Gaußturm-Cafés, Simon Ahlborn. Plötzlich stieg hinter den Bäumen langsam ein Bundeswehr-Hubschrauber auf. Der gelernte Hotelkaufmann konnte dem Piloten in die Augen sehen. An seinem neuen Arbeitsplatz ist er dem Himmel näher als der Erde. 500 Meter erhebt sich der Hohe Hagen aus dem Leinetal. Noch einmal 14,5 Meter höher befindet sich die Restaurant-Plattform des Gaußturms.

Von dort aus kann Ahlborn, der das Restaurant im vergangenen Jahr übernahm, Aufklärungsflugzeuge und Heißlufballons beobachten. Auch Bussarde ziehen ihre Kreise. Der Gaußturm hat den gebürtigen Dransfelder schon als Kind fasziniert. Damals wanderten die Eltern oft mit dem Jungen zum Hohen Hagen. Er bekam dort ein Eis. Geändert hat sich seither nicht viel, vergleicht Ahlborn. Nur die Bäume seien gewachsen.

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Dransfeld lasse sich selbst von der oberen Plattform aus kaum noch erkennen. Dafür reicht der Blick bis Hessen und Thüringen. Ahlborn schwärmt vom nächtlichen Lichtermeer der Großstädte Kassel und Göttingen. Abendgesellschaften, die oben auf dem Turm feierten, zeigten sich begeistert. Ansonsten bewirtet der Hotelfachmann Gruppen, die das Bioenergiedorf Jühnde besuchen. „Eine indische Gruppe hat wie verrückt fotografiert“, berichtet er.

Gut angenommen werden die Themen-Wanderwege, der Bergbau- und Geologiepfad sowie der Quellenpfad. Insbesondere Gäste des Campingplatzes laufen dort. Anschließend kehren sie im Café ein. Auch Wandergruppen vom Deutschen Alpenverein begrüßte Ahlborn bereits. Um das Ziel für junge Familien attraktiver zu gestalten, soll unterhalb des Turms in Sichtweite des neuen Biergartens ein Spielplatz entstehen.

Der Pächter sucht den Kontakt zu Motorradfahrern, um ihnen sein Café als Zwischenstopp schmackhaft zu machen. Die Serpentinen sind klasse, meint er. Radfahrer dagegen sind schwerer anzusprechen. Die steile Strecke verlangt einiges an Kondition. Die Niedersachsen-Rundfahrt führt über den Hohen Hagen

Der Unternehmer ist gerade einmal 21 Jahre alt. Gelernt hat er im Göttinger Hotel Freizeit In. Erste Berufserfahrung sammelte er dann im Burghotel in Nörten-Hardenberg. Die Selbstständigkeit kam schneller als geplant. „Eine solche Chance bekommt man nur einmal im Leben“, meint Ahlborn. Der Gaußturm war dem stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union nicht nur von Ausflügen in der Kindheit vertraut. Ahlborn befasst sich seit Jahren im Offenen Forum Tourismus mit dem Hohen Hagen. Er hat die Gaußturmfeste mit organisiert. 

                                                                                                                     Von Michael Caspar

12.03.2009
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