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Flüchtlinge in der Region Göttingen Ehemalige Göttinger Voigtschule wird Heimat für 200 Flüchtlinge
Thema Specials Flüchtlinge in der Region Göttingen Ehemalige Göttinger Voigtschule wird Heimat für 200 Flüchtlinge
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18:22 16.11.2015
Von Michael Brakemeier
Unterkunft ehemalige Voigtschule: In dem städtischen Gebäude werden Brandschutzanlagen ein- und die oberen Stockwerke ausgebaut. Quelle: JV
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Göttingen

Die Umbauarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude haben dafür inzwischen begonnen. Die ehemaligen Klassenzimmer werden zu Unterkünften für bis zu acht Personen hergerichtet, zusätzliche Wände haben die Handwerker eingezogen.
Zwei Sanitärbereiche mit Toiletten und Duschen sind geplant. Aus der ehemaligen Schulaula soll ein Gemeinschaftsraum und ein Kantine werden. Hier ist geplant, die vorhandene Orgel nicht abzubauen, sondern hinter Trockenbauwände zu schützen, um sie später einmal wieder in Betrieb zu nehmen, erläuterte Regine Boy vom städtischen Fachdienst Hochbau. Eine zweite Gemeinschaftsküche ist im zweiten Stock vorgesehen.

 
Die veranschlagten Kosten liegen bei rund 500 000 Euro. Größter Posten: sanitäre Einrichtungen für 270 000 Euro. Diese sollen im ersten und zweiten Stock des Gebäudes entstehen, sagte Boy. Zurzeit stehen den Bewohnern Sanitärcontainer auf dem Schulhof zur Verfügung.

 
Nötige Brandschutzmaßnahmen in der ehemaligen Schule kosten rund 200 000 Euro. Dazu gehören etwa der Bau von Rettungswegen zwischen den beiden Treppenhäusern und der Einbau der Brandmeldeanlage. Alte, nicht mehr gebrauchte Stromleitungen würden, so Verwaltungsmitarbeiter. Robby Dallmeier, geprüft und entfernt. „Ein ziemlicher Aufwand“, sagte Dallmeier. Rund 30 000 Euro sollen neue Stromanschlüsse und die Warmwasserversorgung kosten.
Bereits seit Beginn des Jahres sind Flüchtlinge in dem städtischen Gebäude untergebracht. 100 sind es seit August.