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Flüchtlingsheim auf den Zieten Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen in Göttingen fast fertig
Thema Specials Flüchtlingsheim auf den Zieten Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen in Göttingen fast fertig
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18:12 20.08.2015
Von Michael Brakemeier
Thomas Oppermann (rechts) lässt sich von Rolf-Georg Köhler und Dinah Epperlein (2. v. rechts) das Heim erklären.
Thomas Oppermann (rechts) lässt sich von Rolf-Georg Köhler und Dinah Epperlein (2. v. rechts) das Heim erklären. Quelle: PH
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Oppermann forderte, die Asylverfahren zu beschleunigen. Diese könnten bei Asyl-Bewerbern aus Syrien, von denen 99 Prozent anerkannt würden, und bei Bewerbern aus Balkanländern, von denen 99 Prozent abgelehnt würden, innerhalb von drei bis vier Wochen abgeschlossen sein, statt wie bisher erst in fünf oder sechs Monaten. Um den Bau weiterer Flüchtlingsunterkünfte zu beschleunigen, müssten Bau- und Umweltvorschriften dafür außer Kraft gesetzt werden können. Auch dauerten die geforderten europaweiten Ausschreibungen viel zu lange, um schnell menschenwürdige Unterkünfte bauen zu können. Angesichts 60 Millionen Flüchtlingen weltweit müsse Deutschland in der Lage sein, 800 000 Flüchtlinge in diesem Jahr aufzunehmen. Er sei beeindruckt von der Hilfsbereitschaft in Göttingen.

 
Ab September sollen erste Flüchtlinge in das neue Wohnheim zwischen Ehrengard-Schramm-Weg und Hannah-Vogt-Straße einziehen. 180 Personen sollen dann dort wohnen. Derzeit geht Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), davon aus, dass das Gebäude für fünf Jahre als Flüchtlingswohnheim benötigt wird. Danach könne das Gebäude wegen seiner Modulbauweise abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die Kosten für das Haus belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Damit bewegten sie sich in dem vorgegebenen Rahmen, sagte Köhler. Den Betrieb der Unterkunft übernimmt ein Zusammenschluss aus AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Paritätischen Wohlfahrtsverband.