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Kommunalwahl 2011 Neu verteilen
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19:22 02.09.2011
Von Michael Brakemeier
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„Engagierte kulturelle, soziale, ökologische und jugendpolitische Initiativen werden in ihrer Existenz bedroht, weil die freiwilligen Leistungen gegen Null gefahren werden. Das ist ein Zukunftsverhinderungsplan“, sagt Wohlrab, die als Spitzenkandidatin im Wahlbereich 3 um einen Platz im Rat der Stadt kandidiert. Die Fraktionsmitarbeiterin plädiert für eine „radikale Kurskorrektur“ in der Verteilung der Steuereinnahmen. „Wir fordern kurzfristig einen Anteil von 20 Prozent für die Gemeinden.“ Hier müssten die Rathausparteien ihren Einfluss geltend machen. Kaputtsparen sei der falsche Weg.

Die Linken sprechen sich gegen Privatisierungen und für mehr öffentliches Eigentum aus und fordern die „Rekommunalisierung der Energieversorgung“. Die Daseinsfürsorge dürfe nicht privaten Profitinteressen überlassen werden. „Wir sind gegen eine Großregion Südniedersachsen“, sagt Wohlrab. Die strukturellen Probleme würden so nicht gelöst. Bürgerferne und die Dominanz einer übermächtigen Verwaltung würden vertieft.Weiter lehnt die Linke eine Beibehaltung des gegliederten Schulsystems in Form neuer Oberschulen ab.

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Göttingen braucht eine zweite IGS“, sagt Wohlrab. Der Bau eines weiteren Güterverkehrszentrums Siekanger sei „finanziell unvernünftig und ökologisch bedenklich“. Die Linken kämpfen für einen menschenwürdigen Umgang mit den Beziehern von ALG II. „Wir wollen ein l(i)ebenswertes Göttingen für möglichst alle Bürger durch eine sozial gerechte, bürgernahe und transparente Politik erreichen“, sagt Wohlrab.