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Kommunalwahl 2011 Wählergemeinschaften mischen Ortsräte auf
Thema Specials Kommunalwahl 2011 Wählergemeinschaften mischen Ortsräte auf
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18:42 15.09.2011
Von Andreas Fuhrmann
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Rosdorf

Bestes Beispiel dafür ist Obernjesa. Nach monatelangen Diskussionen über Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Ort hat sich die neu gegründete Freie Wählergemeinschaft Obernjesa aus dem Nichts an die Spitze des Ortsrates katapultiert. 63 Prozent der Stimmen bedeuten drei Sitze. Die SPD, seit Jahrzehnten stärkste Kraft im Ort, halbierte sich auf 33 Prozent und hat nun nur noch zwei Mandate.

In Volkerode hat sich die Bürgerliste, weit weg von irgendwelchem Parteigezänk, längst etabliert. Ob das ein Grund für den Spitzenplatz in der Gemeinde in Sachen Wahlbeteiligung ist (fast 70 Prozent der Volkeröder gingen wählen)? Wenn man sich das in diesem Ranking knapp geschlagene Atzenhausen (68 Prozent) anschaut, wohl eher nicht. Hier traten wie gehabt SPD und CDU an – und holten die gleichen Stimmenanteile in Prozent (69 zu 31) wie 2006.

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In Settmarshausen trat erstmals eine Bürgerliste an. Hier wird es in jedem Fall einen neuen Ortsbürgermeister geben. Denn der amtierende, Frank Olschewski (CDU), kandidierte nur noch für den Gemeinderat, konnte sich letztlich aber nicht durchsetzen. Die meisten stimmen der Bürgerliste bekam übrigens Joachim Grotewahl (298/27,57 Prozent).

In Klein Wiershausen gibt es keine Bürgerliste, dafür aber eine andere Besonderheit. Gleich bei seiner ersten Kandidatur für einen Sitz im Ortsrat war Stephan Aswald, bekannt als Mitorganisator des Open-Air-Festivals Rock am Waggon, für die Grünen erfolgreich. Folge: Der Ortsrat ist plötzlich rot-grün. Für die CDU hatte niemand mehr kandidiert.

Auch in der Ortschaft Rosdorf haben die Grünen zugelegt und auf Kosten der SPD einen Sitz hinzugewonnen. Sie sind jetzt mit zwei Mandaten vertreten, die SPD nur noch mit deren vier. Die CDU bleibt bei drei Sitzen. Sitzen geblieben sind bei der Wahl offensichtlich auch viele Rosdorfer, und zwar zu Hause. Im größten Ort der Gemeinde war die Wahlbeteiligung mit knapp 45 Prozent mit Abstand am niedrigsten.

Die gewählten Mitglieder in den neuen Ortsräten:

  • Atzenhausen: Volker Lüdecke, Benjamin Rochlitz, Tobias Schäfer (SPD); Michael Bölling, Christa Bete (CDU)
  • Dahlenrode: Manfred Schrickel, Barbara Salmen, Matthias Raczek, Sylvia Langner, Sonja Haverkamp (alle FWG).
  • Dramfeld: Bernd Fahrenholz, Carsten Müller, Hildegard Grahovac (SPD); Frank Breithaupt, Jürgen Reinecke (WGD).
  • Klein Wiershausen: Volker Radisch, Kirsten John, Arwed von Gfug (SPD); Stephan Aswald (Grüne).
  • Lemshausen: Friedrich Wilhelm Brandt von Lindau, Dietmar Held, Erwin Knauf (SPD); Björn Senhen, Jürgen Alrutz (CDU).
  • Mengershausen: Eckhard Wagener, Michael Bleßmann, Udo Bremer (SPD); Gerald Henze, Frank Eckardt (CDU).
  • Obernjesa: Joachim Jöck, Andreas Körber-Harriehausen, Bernhard Brack (FWG); Ute Fittkau-Sudbrack, Jan Frieler (SPD).
  • Rosdorf: Margret Münzel, Sören Steinberg, Christoph Sachse, Katja Ahlers-Hampe (SPD); Gerhard Winter, Wiebke Bruns, Christian Baethe (CDU); Ursula Barking, Dieter Eikenberg (Grüne).
  • Settmarshausen: Wolfgang Otto, Thomas Busse, Kerstin Rohland, Wilfried Klöppner, Joachim Grotewahl (Bürgerliste).
  • Sieboldshausen: Kurt Asch, Albrecht Trieselmann, Tommy Gesche, Norbert Bolz, Bettina Briesemeister (Wählerliste).
  • Volkerode: Jens Windwehe, Sabine Backhaus, Thomas Handt, Friedhelm Backhaus, Maren Benning (Bürgerliste).