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Tageblatt tierisch Familie Wohlfahrt sucht Lenglerner Wiesen vor dem Mähen ab
Thema Specials Tageblatt tierisch Familie Wohlfahrt sucht Lenglerner Wiesen vor dem Mähen ab
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17:35 28.07.2014
Von Katharina Klocke
Erstarrtes Kitz: Iris Wohlfahrt trägt ein Jungreh in Sicherheit. Quelle: EF
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Lenglern

In Absprache mit Lenglerner Landwirten suchen die Jäger und Hundezüchter mit ihren Weimaraner-Hunden im späten Frühjahr vor dem Mähen die Wiesen nach neu geborenen Rehkitzen ab. „Die Kooperation mit den Landwirten funktioniert im Revier Lenglern sehr gut“, sagt Iris Wohlfahrt.

In den ersten drei Wochen ihres Lebens fehlt dem Rehnachwuchs der Fluchttrieb. Wohlfahrt: „Statt dessen verfallen sie in eine Art von Starre.“ Um zu verhindern, dass Kitze während kurzer Abwesenheit der Muttertiere von Mähmaschinen erfasst und getötet werden, kommen die ausgebildeten Jagdhunde der Wohlfahrts zum Einsatz.

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„Dabei haben wir einige Kitze gefunden“

Die Weimaraner gehören zu den sogenannten Vorstehhunden, die bei Witterung eines Wildtieres starr und oft mit erhobenem Lauf verharren, anstatt dem Wild nachzusetzen. So zeigen sie ihrem Besitzer, dass sie fündig geworden sind.

Gut ausgebildete und sehr gehorsame Jagdhunde sind auch El Donna – Züchtername „vom Auenland“– und deren Tochter Flora, mit denen das Ehepaar Wohlfahrt samt Tochter Leonie im Mai an fünf Vormittagen unterwegs war, um landwirtschaftliche Flächen abzugehen, bevor sie gemäht werden „Dabei haben wir einige Kitze gefunden“, sagt Iris Wohlfahrt.

Mit Einweghandschuhen trägt sie die Winzlinge in einen sicheren Bereich, „in möglichst geringer Distanz zum Fundort, damit die Ricke ihr Kitz wiederfindet“. Die Familie freut sich über die geretteten Jungrehe: „Jedes einzelne ist den Aufwand wert.“