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Thema des Tages Die besten Ausflugstipps für Radler, Wanderer und die ganze Familie
Thema Specials Thema des Tages Die besten Ausflugstipps für Radler, Wanderer und die ganze Familie
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15:11 03.05.2019
Gieselwerder an der Weser ist ein Ort, der bei Radtouristen beleibt ist. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Region

Das Wetter wird prächtig, die Temperaturen angenehm: Beste Voraussetzungen also, um sich mal wieder auf das Rad zu setzen, das Motorrad herauszuholen oder mit der ganzen Familie einen Ausflug zu unternehmen.

Motorradausflüge: Kleine Runde oder Tagestour?

Das Göttinger Umland bietet in allen Himmelsrichtungen attraktive Routen für Ausflüge mit dem Motorrad. Hier drei ausgewählte Beispiele in unterschiedlichen Längen.

Die Freiheit auf zwei Rädern: Das Umland bietet einige Tourenziele. Quelle: rr

Hemeln: Das „Gasthaus zur Fähre“ ist mit seinem Biergarten sicher eines der beliebtesten Ausflugsziele – auch für die Motorradfahrer der Region. Sowohl als Zwischenstopp für Touren ins Weserbergland, als auch als Ziel für den Kurztrip eignet sich diese Tour mit garantiert schönem Ausblick auf die Weser. Achtung: Derzeit ist die Verbindung über Varlosen wegen einer Baustelle nicht passierbar. Aber ein kleiner Umweg über Löwenhagen und Bursfelde lohnt sich ohnehin. Dauer ab Göttingen (hin und zurück): 60 Minuten.

Ohmgebirge: In entgegengesetzte Richtung führt die zweite Tour. Wer die Burg Bodenstein in sein Navigationsgerät eingibt, landet im Ohmgebirge. Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel und Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Daher wird empfohlen, vor allem die verträumten Nebenstrecken durch Nordthüringen zu nutzen. Dauer: 120+ Minuten.

Der Westharz: Das Mittelgebirge ist nicht weit. Und dort angekommen, ergeben sich zahllose Möglichkeiten, auf kurvigen Straßen eine Rundtour zu starten. Unsere Empfehlung führt über Bad Grund, Clausthal-Zellerfeld, vorbei an Goslar, Schulenberg und Altenau zum Torfhaus. Wer sich und sein Motorrad gerne präsentieren oder einen Blick auf den Brocken werfen möchte, macht hier einen Zwischenstopp. Ansonsten geht es weiter über Bad Harzburg, Wernigerode, Braunlage, Bad Sachsa und Bad Lauterberg zurück in die Heimat. Die Dauer für diese Tour lässt sich nur schwer kalkulieren. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von Umwegen sind etwa 300 Kilometer zurückzulegen.

Das Wetter wird prächtig, die Temperaturen angenehm: Beste Voraussetzungen also am anstehenden langen Osterwochenende, um sich mal wieder auf das Rad zu setzen, das Motorrad herauszuholen oder mit der ganzen Familie einen Ausflug zu unternehmen. Wir haben in sechs Kategorien viele Tipps gesammelt – damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist.

Fahrradtouren: Ab Hann. Münden die Flüsse entlang

Abgesehen von einigen Steigungen der machbaren Art, ist das Göttinger Umland eine wunderbare Gegend für Fahrradtouren. In Hann. Münden etwa beginnen gleich drei Fluss-Fernradwege.

Göttingen und die Umgebung der Stadt sind ein fast ideales Gebiet für kleine und große Fahrradtouren. Der überwiegende Teil des inzwischen gut ausgebauten Radwegenetzes ist relativ eben. Wer ganz sicher gehen will, sollte die Radwege entlang von Leine und Weser nutzen. Ideal für einen Ausflug ist auch der alte Bahndamm zwischen Göttingen und Dransfeld.

Die Steigungen auf der knapp 18 Kilometer langen Strecke über Ossenfeld sind für normal sportliche Menschen gut zu bewältigen. Das Schöne an der Strecke ist auch, dass es auf dem Rückweg hinter Ossenfeld nur noch bergab geht. Eine größere Herausforderung ist die Weiterfahrt von Dransfeld in Richtung Hann. Münden. Hin und zurück kommen Radler auf gut 70 Kilometer.

Überhaupt ist Hann. Münden ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren an gleich drei Flüssen entlang. Der Weser-Radweg ist der bekannteste und gerade im Bereich von Süd-Niedersachsen besonders schön. Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unterwegs genügend. Wer entlang von Werra und Fulda fährt, fährt aus Niedersachsen heraus, darf sich jedoch auch auf wunderschöne Landschaftseindrücke freuen. Ein Tipp ist auch die Strecke GöttingenHeilbad Heiligenstadt über Rosdorf, Klein Schneen und Friedland. Hin und zurück ist das eine gute Tagestour. Möglich ist auch eine Fahrt von Göttingen bis Northeim entlang der Leine.

Radwanderkarten gibt es im Buchhandel. Übrigens: Der Landkreis Göttingen treibt seit Jahren den Ausbau des Radwegenetzes voran. Grundlage ist der Masterplan Zukunftsfähiger Radverkehr. Darauf weist Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann hin.

Familienausflüge: Wildpark, Wilhelm-Busch-Mühle, Brotmuseum und Einhornhöhle

Im Tierpark Hardegsen gibt es eine neue Attraktion. Dort wird Falknerin Andera Haberjan an zwei Sonntagen im Monat ihre Schleiereule „Piper“ und den Rotschwanzbussard vorstellen. Die Tiere sollen um 11.30 und 13.30 Uhr zu sehen sein. Die nächste Vorstellung ist für Ostersonntag, 21. April, um 11.30 Uhr geplant. Während der rund einstündigen Vorführung erfahren die Besucher etwas über den Lebensraum der Tiere, das Jagd-und Brutverhalten von Greifvögeln und Eulen. Zudem haben die Besucher nach Angaben des Tierparks die Gelegenheit die Vögel aus nächster Nähe zu betrachten.

Der kühlste Punkt Norddeutschlands ist in der Einhornhöhle zu finden. Quelle: r

Gleich zwei Ausflugsziele können Familien in Ebergötzen besuchen. Zum einen die Wilhelm-Busch Mühle und zum anderen das Europäische Brotmuseum. In der Wilhelm-Busch-Mühle entstanden unter anderem die bekannten Geschichten zu den Streichen von „Max und Moritz“. Einen Teil der Geschichten habe es tatsächlich gegeben sagte Busch einmal. Im Brotmuseum wird es am Ostermontag, 22. April, eine Brotbackaktion geben. Außerdem ist eine Osterausstellung zu sehen. Das Museum hat von 9 bis 17 Uhr und die Mühle an den Feiertagen von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Wer die Kälte mag, der kann die Einhornhöhle bei Scharzfeld besuchen. Hier gibt es etwa 270 Millionen Jahre alte Gesteine. Die Höhle soll die größte begehbare Höhle im Westharz sein.

Im Südwesten der Höhle in der sogenannten Blauen Grotte befinden sich zwei Deckenöffnungen, die einzigen heute noch vorhandenen natürlichen Eingänge zur Höhle. An einen Seitengang des Weißen Saales wurde 1905 ein Stollen angefahren. Er wird seitdem als Haupteingang zur Höhle benutzt. Die Höhle ist an den Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Auf dem Wasser unterwegs: Schiff Ahoi und Leinen los

Das Weserschiff „Hessen“ ist wieder auf Rundfahrt von Bad Karlshafen durch das Dreiländereck Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen unterwegs. Leinen los zu den 90-minütigen Touren heißt es am Sonnabend, 20. April, und am Ostermontag, 22. April, jeweils um 11 und 15 Uhr. Am Ostersonntag, 21. April, steht eine musikalische Osterbrunch-Fahrt von 11 bis 14 Uhr auf dem Programm sowie eine Rundfahrt mit Osterüberraschung für Kinder um 15 Uhr. Infos und Buchungen unter Telefon 05672/9226140 oder per E-Mail an weserschiff.hessen@bkh-gmbh.de.

Werranixe, Pontonschiff Werratalsee Quelle: r

Rundfahrten auf dem Werratalsee können Ausflügler von Karfreitag bis Ostermontag mit der „Werranixe“ unternehmen. Das elektrisch betriebene Pontonschiff, das Platz für 52 Fahrgäste bietet, legt jeweils um 14, 15 und 16 Uhr am Ostufer/Schwebda ab, am Südufer/Eschwege um 14.30 und 15.30 Uhr. Infos unter Telefon 0 56 51 / 33 80 32 oder unter werranixe.de. Die Altstadt Eschweges ist in etwa zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Auf dem sieben Kilometer langen See-Rundweg können Ausflügler Touren per Rad oder zu Fuß unternehmen.

Mit der „Stern von Waldeck“ und der „Edersee Star“ können Ausflügler Rundfahrten auf dem Edersee von Karfreitag bis Ostermontag, 19. bis 22. April, genießen. Die beheizbaren Fahrgastschiffe sind zwischen den Anlegestellen Waldeck-Strandbad, Edertalsperrmauer/West, Edertalsperrmauer/Ost, Halbinsel Scheid und Bringhausen nach dem Fahrplan der Hauptsaison (wie Sonnabend, Sonn- und Feiertag) auf Tour. Infos online unter personenschifffahrt-edersee.de.

Touren für Jogger: Reizvolle Laufstrecken in der Natur

Was gibt es Schöneres, als bei bestem Wetter eine Runde zu joggen. Dabei sind die Temperaturen derzeit auch noch sehr angenehm. Drei Beispiele für reizvolle Laufstrecken in der Region.

Bewegungspark am Westufer des Göttinger Kiessees. Quelle: Christina Hinzmann / GT

Besonders schön läuft es sich auf der alten Bahntrasse zwischen Groß Ellershausen und Dransfeld. Die Strecke ist ein wahres Naturerlebnis und relativ flach. Dabei kann man seinen Wendepunkt frei wählen – je nach Lust und Trainingsstand. In Groß Ellershausen kann man sich direkt an der Bundesstraße 3 auf die Strecke begeben. Folgt man der B3 von Göttingen aus stadtauswärts, dann biegt man einfach 500 Meter nach der Einfahrt zum Göttinger Tageblatt und unmittelbar nach einer leichten Rechtskurve nach rechts auf den Trassenweg ein. Dann geht es zunächst am Sportplatz vorbei. Später läuft man unter der B3 hindurch und hat, nachdem man insgesamt sechs Kilometer Richtung Westen hinter sich gebracht hat, die Wahl: Die B3 kreuzen und Richtung Ossenfeld weiterlaufen. Oder aber zurückkehren zum Startpunkt. Übrigens: Auch an der Siekhöhenallee, parallel zur modernen Bahnlinie, kann man bereits einsteigen.

Warum immer nur direkt um den Kiessee in Göttingen laufen? Von dort aus kann man auch andere Richtungen einschlagen. Beispiel: Vom Jahnstadion aus zur Drachenwiese und von dort über den Reinshof in Richtung Rosdorfer Baggersee laufen. Von dort aus geht es zum Göttinger Kiessee zurück. Dieser Rundkurs hat eine Länge von acht bis neun Kilometern – und bietet neben viel Natur auch spektakuläre Sonnenaufgänge über Geismar. Am Kiessee kann man dann auch noch den neuen Bewegungspark nutzen.

Auch durch das idyllische Bratental führt eine schöne Laufstrecke. Die Wendepunkt-Route beginnt an der Ampelkreuzung am Fuße des Roringer Bergs, an der Knochenmühle. Von dort aus läuft man nach Nordosten in das Bratental, das sich seinen Weg zwischen Roringen und Nikolausberg bahnt und rund sechs Kilometer lang ist. Im letzten Drittel wird es steil. Folgt man dem Talverlauf bis ans Ende und kommt auf selbigem Wege zurück, kommt man auf eine zweistellige Kilometerzahl.

Idyllische Wanderungen: Naturpark, Urwald und Stadtwald

Wandertouren in der Region sind ideal für jeden, der zu Ostern Ruhe sucht. Hier einige besonders schöne Streckenbeispiele.

Bratental östlich von Nikolausberg, nördlich von Roringen Quelle: Christina Hinzmann

Der Niemetalrundweg im Naturpark Münden beginnt nahe Bursfelde und führt durch das untere Niemetal entlang des Wassers. Der Wanderer folgt der Markierung NR durch wunderschöne Natur. Für die fünfzehn Kilometer benötigt man ungefähr vier bis fünf Stunden auf teils grasbewachsenen Waldwegen mit Steigungen und Gefälle und auch über große Baumwurzeln. Der Weg kann von der ganzen Familie bewältigt werden. Zurück am Parkplatz bei Bursfelde lohnt es sich, das fünfhundert Meter entfernt liegende Kloster Bursfelde zu besuchen, das direkt an der Weser liegt.

Im Naturschutzgebiet Reinhardswald, nahe des Wildparks Sababurg, liegt der Urwald Sababurg. Vom Parkplatz Drecktor geht es über drei Routen durch den Wald, der in Mitteleuropa einzigartig und mit seinem Totholz zugleich Biotop ist. Die Wege sind gut ausgebaut, ebenerdig und farblich markiert. Aus einem Hutewald hervorgegangen, mit mächtigen, knorrigen, achthundert bis eintausend Jahre alten Eichen und Buchen, die auch Namen wie Margarete tragen, bietet er nicht nur schöne Fotomotive, sondern lädt mit seiner Ruhe dazu ein, sich an einem alten Stamm auszuruhen.

Für eine nicht tagesfüllende Tour bietet sich die Wanderroute Hainholzweg/Kehr mit ungefähr fünf Kilometern Länge an. Startpunkt ist die Schillerwiese, vorbei an Eulenturm und Damwild-Gehege, endet der Weg am Bismarckturm. Der einunddreißig Meter hohe Turm ist an Ostern geöffnet.

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