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Thema des Tages Die schönsten Grillplätze in Südniedersachsen
Thema Specials Thema des Tages Die schönsten Grillplätze in Südniedersachsen
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11:48 23.08.2019
Experten raten dringend dazu, beim Baden und Grillen höchste Vorsicht walten zu lassen. Quelle: dpa
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Göttingen

Am See, im Wald, beim Sportplatz: In und um Göttingen gibt es viele Grillplätze. Einige sind öffentlich, andere müssen gemietet werden. Das Tageblatt hat eine Auswahl zusammengestellt.

In und um Göttingen gibt es zahlreiche Plätze, an denen öffentliches Grillen erlaubt ist. Einige sind frei zugänglich, andere müssen gemietet werden. Das Tageblatt zeigt eine Auswahl.

Wo die Orte zu finden sind:

Wann und wo ist das Grillen eigentlich erlaubt?

Viele Grillplätze und öffentliche Anlagen gibt es in der Region – doch wer sein Grillgut auf den Rost legen will, muss Regeln einhalten. Selbst im eigenen Heim drohen im Zweifel rechtliche Folgen.

Qualm zieht vom Balkon nebenan ins Schlafzimmerfenster, Asche und Aluminium-Schalen bleiben im Park liegen: Nicht selten kann eine Grillparty einen Streit unter Nachbarn entzünden oder sogar rechtliche Konsequenzen haben. Doch was gibt es beim Grillen auf dem Balkon, im Garten oder in Parkanlagen zu beachten.

Grillen auf dem Balkon und der Terrasse:

Grundsätzlich gilt: Das Grillen zu Hause ist erlaubt. „Auf das liebste Sommerhobby braucht niemand zu verzichten, allerdings sollte man sich an die Regeln halten“, sagt Gabriele Heinrich vom Vorstand des Verbraucherschutzverbands Wohnen im Eigentum (WiE). Balkon und Terrasse gehören zur Wohnung und können vom Mieter selbstverständlich genutzt werden, bestätigt der Jurist Dieter Hildebrandt von Vorstand des Göttinger Vereins Haus und Grund in einem Ratgeber für die Mitglieder. Dennoch sei das Grillen immer wieder Thema vor Gericht.

Ein Nachbar müsse den Grillgeruch etwa 20 bis 25 Mal im Jahr aushalten, sagt Hildebrandt. Wie stark die Belastung durch Qualm ist, könne sonst nur im Einzelfall geprüft werden. Dafür gibt es die sogenannte Geruchsimmissionrichtlinie, die bestimmte Grenzwerte festlegt, aber rechtlich schwierig zu handhaben sei. Das Grillen an Wochenenden in der Saison sei also nicht zu unterbinden.

Jedoch sollten sich die Griller nach Angaben der WiE an die gesetzlich geregelte Nachtruhe halten, die ab 22 Uhr beginnt. Außerdem kann es lohnen, seine Nachbarn zu informieren, bevor Rauch zu ihnen herüberweht. Verboten sein kann das Grillen allerdings durch eine Hausordnung.

Aus Brandschutzgründen oder um den Geruch zu vermeiden, können Eigentümer oder Hausverwaltungen eine solche Klausel aufnehmen. Außerdem: „Den Beschluss einer Hausordnung kann jeder Wohnungseigentümer verlangen, der sich gestört fühlt“, sagt Heinrich. Dabei sollten ausgewogene Regeln festgeschrieben werden, die allen Parteien entgegenkommen. „Ist die Hausordnung wesentlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben, indem sie zum Beispiel Lärm auf Balkonen generell zu jeder Zeit untersagt, kann das nichtig sein“, erläutert sie.

Wer mit seinem Grillen gegen die geltende Hausordnung verstößt, muss damit rechnen, dass die Hausverwaltung eingreift. Uneinsichtige haben nach Angaben der WiE schlimmstenfalls Klagen auf Unterlassung und Schadenersatz zu befürchten. Mietern könnte sogar gekündigt werden. Andere, die sich belästigt fühlen und deren Vermieter nicht eingreift, können ihre Miete mindern.

Grillen in öffentlichen Anlagen:

Sich auf die Wiese in Parks und öffentlichen Anlagen zu setzen und zu grillen, ist dort erlaubt, wo es ausdrücklich ausgewiesen ist. In Göttingen mahnen Schilder mit Verhaltenshinweisen zum ordnungsgemäßen Grillen an, sagt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon. „Verbote, zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten, sind zu respektieren“, ergänzt Markus Herzberg von der Göttinger Kreisfeuerwehr.

Wichtig ist, dass das Grillgerät geeignet ist: Die Grills müssen auf Beinen stehen, damit der Rasen nicht verbrannt wird, sagt Kimyon. Wegwerf-Alu-Feuerschalen sind daher nicht erlaubt. Bevor die Glut entfacht wird, müsse sichergestellt sein, dass dies keine Gefahr für Menschen, Pflanzen oder Tiere darstellt, sagt Mareike Klostermann von der Stadtverwaltung Osterode. „Die Lebensgrundlagen für wild wachsende Pflanzen und wild lebende Tiere sollen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.“ Auch dürfe nur naturbelassenes Holz verbrannt werden.

Niemals dürfe Spiritus oder Benzin zum Einsatz kommen, sagt Herzberg: „Die dabei entstehende Stichflamme kann zu gefährlichen Verbrennungen führen.“ Bis zum Erlöschen der Glut darf der Grill nicht aus den Augen gelassen werden.

Danach sollten die Griller ihre Asche entsorgen. Die Göttinger Stadtverwaltung hat unter anderem am Kiessee südlich vom Spielschiff, im Cheltenhampark, im Levinpark und auf den Schillerwiesen entsprechende Abfalleimer an der Wiese aufgestellt, sagt Kimyon. Außerdem gibt es dort Sandsteinblöcke, die als Unterlage oder als Sitz benutzt werden können.

Wer ein Feuer legt, ist für die Folgen verantwortlich und könne haftbar gemacht werden. Besonders bei dem heißen und trockenen Wetter der vergangenen Wochen sei die Gefahr von Bränden erhöht, meint der Kreisfeuerwehrmann: „Durch Wind verwehte glimmende Asche und Funken stellen eine zusätzliche Gefahr der Ausbreitung dar.“

Wer sich nicht an die Regeln hält und wild grillt, muss mit Bußgeldern rechnen. „Bei Zuwiderhandlungen gibt uns die Gefahrenabwehrverordnung die Möglichkeit, Bußgelder von bis zu 5000 Euro auszusprechen“, sagt Klostermann. Bisher sei dies jedoch noch nicht erforderlich gewesen.

Von Norma Jean Levin

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