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Thema des Tages Mordverdächtiger verhaftet: Wie geht die Polizei weiter vor?
Thema Specials Thema des Tages Mordverdächtiger verhaftet: Wie geht die Polizei weiter vor?
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06:59 30.09.2019
Noch mehr Blumen und Trauerbriefe dort, wo die Tat geschah. Quelle: Peter Krüger-Lenz
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Göttingen

Die Suche nach Frank N. war intensiv und für die Beteiligten kraftraubend. Jetzt sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf. Kriminaldirektor Breyer erläutert die weiteren Schritte.

Wie werden die Angehörigen unterstützt?

Wir haben den Angehörigen direkt nach der Tat und für die Fahndungsphase erfahrene Kripobeamte aus Göttingen zur Seite gestellt. Diese haben bei der Betreuung auch die ersten Beratungen in Bezug auf Opferhilfeeinrichtungen vorgenommen und beispielsweise auch über die anstehende Pressekonferenz und gegebenenfalls damit auftretendes weiteres Medieninteresse informiert. Über die weitere Dauer und Art dieser Betreuung durch die Polizisten entscheiden die Opferfamilien.

Durch die Polizei wurden auch sofort Polizei- und Notfallseelsorger informiert und eingebunden. So erfolgte dann unter Leitung von Torsten Thiel, Polizei- und Zollseelsorge im Land Niedersachsen, und weiteren Notfallseelsorgern eine intensive Betreuung – es wird häufig von sogenannter Erste Hilfe für die Seele gesprochen, was im vorliegenden Fall sehr wichtig war.

Wie war das Feedback gegenüber der Polizei aus der Bevölkerung?

Es gab viel Lob für unser schnelles und professionelles Handeln. Überall wurde Polizei mit Hunden, Hubschraubern und Spezialeinheiten wahrgenommen. Damit verbunden gab es Rückmeldungen, dass man sich trotz der brutalen Tat sicher fühle, die Polizei einen guten Job mache und die Zuversicht Bestände, dass wir den Täter bald packen würden. Wir haben aus der Bevölkerung sehr viel Unterstützung in Form von guten Hinweisen oder Fotos für unsere Fahndungsarbeit erhalten. Diese Bilder waren sogar zum Teil schon professionell von den Zusendern überarbeitet worden, um uns mit bestmöglicher Qualität unter die Arme zu greifen. Kurzum: Wir durften eine überwältigende Unterstützung und Anteilnahme aus der Bevölkerung erfahren – wirklich einmalig!

War Anspannung spürbar? Und nach der Festnahme Erleichterung?

Natürlich war auch allerorts auch eine gewisse Anspannung spürbar, das ging uns ja im Grunde nicht anders. Schulleitungen im Nahbereich zum Fluchtort im Landkreis Hildesheim zeigten sich besorgt und baten um polizeiliche Beratung, was zu tun sei und wie die Gefährdung für die Schüler einzuschätzen sei. Insgesamt agierten alle Anfragenden sehr besonnen und kooperativ. Die Anteilnahme in der Bevölkerung kam immer wieder zum Ausdruck. Auch oder gerade in den sozialen Medien war eine überwältigende Anteilnahme zu verzeichnen.

Wie geht es in der kommenden Woche mit dem Fall weiter? Welche konkreten Schritte werden eingeleitet?

Für die eingerichtete Mordkommission „Zollstock“ heißt es nun, in den nächsten Tagen weiter alle objektiven und subjektiven Tatbefunde zu sichern, Spuren auszuwerten und Zeugenvernehmungen abzuschließen. Am Ende dieser arbeitsintensiven Zeit wird dann der Moko-Leiter, Kriminalhauptkommissar Stöbener, der Göttinger Staatsanwaltschaft die umfassenden Akten übergeben. Wir gehen von etwa vier weiteren Wochen intensiver und akribischer Ermittlungsarbeit aus.

Interview: Peter Krüger-Lenz

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Von Peter Krüger-Lenz

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