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Thema des Tages Hurra, Ferien! Und das sagen Göttinger Schüler zu ihren Noten
Thema Specials Thema des Tages Hurra, Ferien! Und das sagen Göttinger Schüler zu ihren Noten
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19:10 03.07.2019
Endlich Ferien: Riesen-Freude bei der Klasse 6m am Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen/Rosdorf

Hurra! Hurra! Endlich schulfrei! Für etwa 830 000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen und etwa 12 000 Schüler im Landkreis Göttingen haben an diesem Mittwoch die Sommerferien begonnen – gut 9050 Berufsschüler nicht mitgezählt.

Sechs Wochen – 42 Tage oder 1008 Stunden – können die niedersächsischen Schüler jetzt ausspannen, faulenzen, verreisen oder auch jobben. Das neue Schuljahr beginnt am 15. August.

Zeugnisse am OHG. Die 9.. Klasse von Klassenlehrer Sven Groß erhält ihre Zeugnisse im Leinepark. Quelle: Niklas Richter

Zunächst aber gab es erst einmal Zeugnisse zum Abschluss des alten Schuljahres. Und viele Lehrer haben schon das mit ihren Schülern gefeiert. Die 26 Kinder der „tollen Klasse“ 6m am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) zum Beispiel haben von ihren Klassenlehrerinnen Iris Bruse und Judith Schmidt eine persönliche Karte und Gummi-„Hirnis“ zum Naschen bekommen. OHG-Lehrer Sven Groß hatte die Zeugnisübergabe für die 9m in den Leinepark verlegt – mit Cola, Saft und Kuchen.

Mehr Bilder vom Zeugnistag und der Schools-Out-Party

Das Schuljahr ist rum, endlich sind Sommerferien. Wir haben am Ausgabetag der Zeugnisse zwei Klassen am Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium und die Schools-Out-Party im Duderstädter Freibad besucht.

Für die Meisten war der letzte Schultag vor den Sommerferien ein Grund zur Freude, wenn gute Noten überwiegen. Für manche ist es aber auch frustrierend, wenn Fünfen und Sechsen den Schnitt vermiesen. Wir haben uns bei Schülern umgehört, wie zufrieden sie mit ihren Noten sind und was sie in den Ferien vorhaben.

Der Zeugnistag im Clip:

Schülerstimmen:

Ari Arf ist zufrieden mit seinem Zeugnis an der Neuen IGS in Weende. Sein Notendurchschnitt liege bei einer 2+. In den Ferien will der Achtklässler nach London fliegen.

Ari Arf, Neue IGS Weende Quelle: Brakemeier

Anja Dittmar freut sich auf die langen Ferien. Nach Fehmarn soll die Reise gehen. „Und jeden zweiten Tag mit meiner Cousine ins Freibad“, sagt die Sechstklässlerin. Ihr Lernentwicklungsbericht sei „ganz gut“, sagt sie. Vor allem in Mathe sei sie gut, sagt die Schülerin von der Neuen IGS in Weende.

Anja Dittmar, Neue IGS Weende Quelle: Brakemeier

Die Nummer gegen Kummer

Für die meisten ist der letzte Schultag vor den großen Ferien ein Freudentag. Für manche (Schüler und Eltern) bringt er aber auch Frust, Angst und Stress, wenn die Zeugnisnoten schlecht sind oder gar die Versetzung nicht geklappt hat. Für sie gibt es beim Verein „Kinder- und Jugendtelefon – die Nummer gegen Kummer“ Hilfe von ausgebildeten Vertrauenspersonen.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter Telefon 116111 und 0800/1110333 von Montag bis Sonnabend zwischen 14 und 20 Uhr zu erreichen. Das Elterntelefon unter 0800/1110550 ist von Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr sowie am Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr geschaltet.

Die Seelsorger vom Kinder- und Jugendtelefon empfehlen Eltern, am Tag der Zeugnisausgabe bei schlechten Noten verständnisvoll zu reagieren. „Das Zeugnis gibt es da sowieso schon: Daran können sie nichts mehr ändern", sagt Telefonberaterin Petra Lorenz. Wichtiger sei, mit den Kindern den letzten Schultag zu feiern und im nächsten Jahr etwas besser zu machen. Die Eltern sollten sich dabei auch fragen, was sie selbst zu einem besseren Lernerfolg beitragen können.

Dass sich Aman Thomas aus dem sechsten Jahrgang der Neuen IGS in Weende auf die Ferien freut, ist nicht zu überhören. „Endlich Ferien“, ruft er als aus dem Schulgebäuede kommt. Sehr gut sei sein Zeugnis. „Ich bin der beste Junge in der Klasse“, sagt er freudig. Seine Lehrer hätten ihm in sein Lernentwicklungsbericht geschrieben, den es an der IGS statt Zeugnissen gib, dass er sich seit der fünften Klasse stark verbessert hat. In den Ferien stehen für ihn Reisen an. Zuerst geht es nach Paris, für zwei Wochen auf Camping-Urlaub in Frankreich. Geplant ist außerdem eine Tour mit den Großeltern nach Hamburg.

Michel Hagemann, Neue IGS Weende Quelle: Brakemeier

Freibad und Freunde steht für Michel Hagemann in den kommenden sechs Wochen im Mittelpunkt. „Das Zeugnis ist eher mittelmäßig ausgefallen“, sagt der Achtklässler an der Neuen IGS in Weende. Im Schnitt eine 3+. Eine 2+ in Kunst ist seine beste Note.

Für Elisa Bringmann aus Ebergötzen geht es in den Sommerferien für eine Woche in ein Tanzcamp in Thale im Harz. Hip Hop steht dann für die Siebtklässlerin auf dem Stundenplan. Danach ist noch ein Urlaub auf Korsika geplant. „Und Freibad“, sagt Elisa. Ihr Lernentwicklungsbericht sei „gut“ ausgefallen, berichtet die Schülerin von der Neuen IGS in Weende knapp.

Lernentwicklungsberichte statt Noten

Umzug statt Urlaub – für die Sechstklässlerin Sarah Irmer bedeuten die Sommerferien Wohnungswechsel. Zeit, um ins Freibad zu gehen, bleibt aber, hofft sie. Ihr Lernentwicklungsbericht für das abgeschlossene Schuljahr an der Neuen IGS sei „gut“ ausgefallen. „Zuverlässigkeit“ hätten ihre Lehrer hineingeschrieben. Auch würde das Lernen „gut klappen“, sagt sie.

Diese Aktion zum Zeugnistag ist heftig umstritten:

„Eigentlich gut“, sagt Nisa Güngör. Die Siebtklässlerin ist zufrieden mit ihrem Lernentwicklungsberichte an der Neuen IGS in Weende. Nur mehr melden müsse sie sich im Unterricht, sagt sie. In den Ferien sind ein paar Tage mit ihrer Familie an der Ostsee geplant. Ansonsten ist in den kommenden Wochen viel Zeit für Unternehmungen mit ihren Freundinnen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Arthur Leetsch (11) mit Blick auf sein Einser-Zeugnis. Vor allem in Kunst hatte der 11-jährige OHG-Schüler aus Eddigehausen nicht mit einer „sehr guten“ Bewertung gerechnet. Die Ferien hat er sich redlich verdient – und die sind weitgehend ausgebucht: Erst geht‘s ins Ferienlager Stolle, dann mit der Familie zur Mecklenburger Seenplatte und schließlich auf eine Chorfreizeit.

Arthur Leetsch Quelle: Niklas Richter

 Katharinna Kozyrer (11) freut sich vor allem über ihre Eins in Englisch - „ich habe eigentlich mit einer Zwei gerechnet“. Auch darauf wollte die OHG-Schülerin aus dem (noch) 6. Jahrgang sie am Nachmittag mit ihrer Freundin „wahrscheinlich eine kleine Party machen“, bevor es während der Ferien zwei Wochen nach Kiel und dann Kopenhagen geht. „Darauf freue ich mich besonders.“

Katharina Kozyrer. Quelle: Niklas Richter

 

Für Mathias Hotze (11) aus Bovenden stand am Zeugnistag vor allem der Göttinger Altstadtlauf auf dem Programm. Dort wollte er mit dem OHG-Schulteam antreten „und endlich den Wanderpokal nach dem 7. Sieg in Folge an die Schule holen“. Dass er mit seinem Zeugnis „so Mittel“ zufrieden ist, spielt dabei keine Rolle.

Mathias Hotze Quelle: Niklas Richter

 

 In den Ferien viel Sport

Jantje Freymuth Quelle: Niklas Richter

„Nein!“ - mit einer Eins in Kunst hatte Jantje Freymuth gar nicht gerechnet, dabei passt diese Note in ihr super Zeugnis. Auch in ihrem Lieblingsfach Mathe ist sie „sehr gut“. Und so kann die 12-jährige OHG-Schülerin aus der 6m entspannt in die Ferien gehen. Ihre Pläne: erst eine Kanu-Ferienfreizeit bei Hann. Münden, dann Kanufahren mit der Familie und schließlich eine Radtour.

 

Für Elia Sawatzki gab es nach der Zeugnisvergabe einen Sonderapplaus seiner Klasse 6m am OHG. Der 11-jährige Göttinger ist leidenschaftlicher Hobby-Konditor. Regelmäßig versorgt er seine Klasse mit Pralinen und selbst gemachten Eis. „Ich haben mir extra eine Eismaschine gekauft“, erzählt er, „und ein neues Eisbuch“. Daraus will er auch während der Ferien Rezepte testen.

Elia Sawatzki Quelle: Niklas Richter

 

 

Laura Jukaszyk aus Holtensen freut sich „ziemlich“ auf die Ferien, auch wenn noch offen sei, was die Familie unternehmen wird. „Vielleicht“ lernt sie „ein bisschen“ für Mathe - „aber dazu muss ich mich nicht zwingen, das macht Spaß“, sagt die 12-jährige OHG-Schülerin. Kein Wunder, dass sie ihre Noten im Zweier- und Dreierbereich „schon gut“ findet – erst Recht die Eins in Englisch.

Laura Jukaszyk Quelle: Niklas Richter

Tim Vogt (7), besucht ab dem kommenden Schuljahr die dritte Klasse an der Heinrich-Grupe-Grundschule in Rosdorf. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Zeugnis, weil da was steht, was nicht jeder hat: Mein Arbeits- und Sozialverhalten verdient besondere Anerkennung.“

Tim Vogt Quelle: Laura Giebner

 Und ab an die Ostsee

Philipp Eggert (8) ist stolz auf seine guten Noten. Jetzt freut sich der Grundschüler an der Heinrich-Grupe-Schule Rosdorf auf die Sommerferien, weil es für ihn an die Ostsee geht. Und: „Ich habe keine Dreien auf meinem Zeugnis.“

Phillip Eggert Quelle: Laura Giebner

 

 

Marla Bartmann (10)wechselt im August von der Heinrich-Grupe-Grundschule an das Otto-Hahn-Gymnasium. Sie wird die Zeit an der Grundschule vermissen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Lehrer sind immer nett gewesen.“

Marla Bartmann Quelle: Laura Giebner

  

Für Melina Elke Bringmann (10) geht es im kommenden Schuljahr ebenfalls auf das Otto-Hahn-Gymnasium. Während ihrer Grundschulzeit in Rosdorf hat sie sich stets auf den Sportunterricht gefreut. „Ich war nämlich immer die Schnellste.“

Melina Bringmann Quelle: Laura Giebner

 

Erfolgreich bei Matheolympiade

Lilly Pape (9) freut sich auf das Fußballcamp in den Ferien. Ihr Lieblingsfach war ebenfalls der Sportunterricht. „Ich finde es toll, weil ich mich immer viel bewegen konnte und die Lehrer waren nett“, sagt die Schülerin der Heinrich-Grupe-Grundschule in Rosdorf.

Lilly Pape Quelle: Laura Giebner

Noel Alessio Ilse (9) hat den zweiten Platz bei der Matheolympiade erreicht. Der ehrgeizige Schüler der Heinrich-Grupe-Schüler sieht aber noch Verbesserungsbedarf. „In Kunst muss ich besser werden, ich kann einfach nicht mit Tusche und den Pinseln arbeiten.“

Noel Ilse Quelle: Laura Giebner

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So erreichen Sie den Autor Ulrich Schubert: Tel.: 0551/901731,Mail: u.schubert@goettinger-tageblatt.de Twitter: @goeschubiFacebook: Goeschubi GT

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School’s-Out-Party

School's out im Duderstädter Freibad 2019: Die Wasserlaufbälle wurden immer in Bewegung gehalten. Quelle: Markus_Hartwig

Am letzten Schultag vor den Ferien hatte das Duderstädter Freibad seine Tore geöffnet – kostenlos für alle Schüler. Die zeigten ihre Freude, sei es im Wasserlaufball oder etwas ruhiger am Gartenschach.

Die vom Schulalltag rauchenden Köpfe abkühlen – dieser Vorsatz hatte viele Schüler bereits vor der Mittagszeit in das für sie bei freiem Eintritt geöffnete Duderstädter Freibad gezogen. Gut, die Temperaturen ließen zum offiziellen Start um 11 Uhr noch etwas zu wünschen übrig. Aber die rund 50 ersten Besucher hatten ihren Spaß an den Attraktionen und Wettbewerben.

Bis 19 Uhr luden Wasservolleyball, Bullriding und XXL-Dart sowie die ein oder andere Partie Schach zum Mitmachen ein. Präsentiert wurde dieser feuchtfröhliche Ferienbeginn zum dritten Mal in Folge durch die EBB GmbH und die Stadtentwicklungsgesellschaft Duderstadt 2030, die um 14 Uhr dann – und bei mittlerweile angestiegenen Temperaturen – den Startschuss zu den ersten Sprungturmwettbewerben gaben. Im Stundentakt folgten ab 15 Uhr ein Rodeowettbewerb, ein Riesendartwettbewerb, und ab 17 Uhr schließlich ein spektakuläres Luftmatratzen-Wettschwimmen. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Am Eingang zum Bad musste zu Beginn der Schülerausweis vorgelegt werden.

Nach den Zeugnissen die Freizeit

„Nach der Zeugnisausgabe läuten wir die Freizeit ein“, freuten sich beispielsweise Pauline Fethke, Tabea Buchmann und Lea Marie Nordmann über das kostenlose Angebot, das um 19 Uhr in der Musikwerkstatt seine Fortsetzung finden sollte. Die drei Schülerinnen hatten sich schon früh ein Areal mit Badetüchern ausgelegt und genossen den Trubel um sich herum mit den Worten: „Zwei- bis dreimal sind wir in der Woche hier, wenn das Wetter passt.“ Und wie könnte man den Ferienbeginn besser willkommen heißen als mit seinen besten Freunden, einer großen Liegewiese und einem riesigen Pool.

 

Pauline Fethke, Tabea Buchmann und Lea Marie Nordmann (v.l.): „Nach der Zeugnisausgabe läuten wir die Freizeit ein.“ Quelle: Markus_Hartwig

Den Besucherinnen Cicilie Gallas, Angelina Harbart und Ida Neisen kommt der Badespaß ebenfalls wie gerufen. „Wir sind oft im Freibad, aber das kostenlose Baden heute ist wirklich cool.“ Den freien Eintritt mit anschließender Jugend-Disco nutzten sie, den „besonders anstrengenden Matheunterricht“ hinter sich zu lassen. Und für Lennard Nolte und Florian Hermann war der Nachmittag im Freibad ein „Ferienbeginn, mit dem sich Schulstress perfekt abbauen lässt.“

Ergänzt wird der Badespaß im Freibad am 7. Juli ab 13 Uhr mit einem großen Familientag mit Wasservolleyball und Radio FFN. Ab 15 Uhr steht an diesem Tag außerdem eine Vorstellung von „Die Lumpenprinzessin“ vom Theater der Nacht aus Northeim auf dem Programm.

Von Ulrich Schubert, Laura Giebler und Michael Brakemeier

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