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Thema des Tages So reagieren Göttinger Social-Media-Nutzer auf Habeck-Rückzug
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09:51 16.01.2019
Bye bye Twitter, bye bye Facebook: Grünen-Chef Habeck ist gegangen. Ein Vorbild für andere? Quelle: dpa
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Göttingen

Robert Habeck hat sich verabschiedet. Der Grünen-Chef hat Anfang Januar die Notbremse gezogen und den sozialen Medien Twitter und Facebook den Rücken gekehrt.

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Quelle: dpa

Twitter ist, wie kein anderes digitales Medium, so aggressiv, und in keinem anderen Medium gibt es so viel Hass, Böswilligkeit und Hetze. Offenbar triggert Twitter in mir etwas an: aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter zu sein – und das alles in einer Schnelligkeit, die es schwer macht, dem Nachdenken Raum zu lassen. Offenbar bin ich nicht immun dagegen“, schrieb Habeck auf seinem Blog. Anlass war ein kurzes Internetvideo, das die Thüringer Grünen via Twitter verbreiteten und in dem der 49-Jährige zur Wahl seiner Partei bei der Landtagswahl Ende Oktober aufruft. Er hatte darin unter anderem gesagt: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land.“ Kritik und auch Spott prasselten auf Habeck ein.

Aktive Göttinger Twitter- und Facebook-Nutzer berichten über ihre Erfahrungen in den sozialen Medien und bewerten Habecks Rückzug.

Achim Hübner

Achim Hübner (Landvolk) Quelle: Oliver Thiele

Achim Hübner ist auf vielen Plattform unterwegs: Facebook, Twitter, Instagram, Youtube, Google+, Linkedin, XING. „Privat wie auch ,als Landvolk’ und mit weiteren Seiten, wie mit der Feuerwehr in Spiekershausen“ ist der Geschäftsführer des Landvolks Göttinge
n aktiv.

In der Kommunikation in den Sozialen Medien erkennt er ein stärker werdendes Problem: „Viele glauben, dass die sozialen Medien die Meinung der Gesellschaft erkennen lassen. Das ist falsch, das echte Leben ist analog“, meint Hübner. Die oft einfachen und oberflächlichen Diskussionen und „Wahrheiten“ würden den Problemen nicht gerecht. Die Diskussion müssten wieder mehr Tiefgang bekommen. „Das braucht Zeit und die hat im Netz fast keiner“, beschreibt Hübner das Dilemma.

Schade - es bleibt zu hoffen, dass dies als Signal für eine Veränderung der Diskussionskultur wirken kann. Auch und...

Gepostet von Achim Hübner am Montag, 7. Januar 2019

Auch wenn aus seiner Sicht im Netz manches zu weit gehe, so habe er selbst noch keine bedeutenden Attacken erleben müssen. Wohl aber bei Bekannten. „Etwas Gelassenheit muss man schon mitbringen“, sagt Hübner.

Habecks Ärger verstehe er. Andererseits müsse man das als öffentliche Person auch aushalten. „Kommentarfunktionen kann man abstellen, solange das nicht zielgerichtet und nur gegen unliebsame Äußerungen gemacht wird, ist das für mich ok“, sagt Hübner. Habeck habe ein paar richtige Gedanken geäußert. „Diese haben aber nichts mit der Lage zu tun, in die er sich selbst und ohne Not gebracht hat.“

Auch wenn in den sozialen Medien mitunter die Qualität leide, erreiche man durch sie „zielgerichtet“ viele Nutzer und die Information sei wahnsinnig schnell.

Harm Adam

Harm Adam (CDU) Quelle: R

Der Kommunalpolitiker Harm Adam nutzt Facebook, Twitter und Instagram. Dort würden die Posts der populistischen beziehungsweise extremistischen Parteigänger und Parteien immer aggressiver und Fake News ungeprüft geteilt. Meldungen würden sofort mit eigenen, dem persönlichen Weltbild entsprechenden Kommentaren versehen, ohne sich um die Tatsachengrundlage zu scheren. „Fehler einzuräumen, fällt dann schwer“, sagt Unionspolitiker Adam.

Im Wahlkampf hätten sich Schmähungen und Lügen auf seinen Fan-Seiten gehäuft, so Adams Beobachtungen. Die Lösung des Unionspolitikers: „Bei falschen Tatsachen habe ich die Dinge aus meiner Sicht dann doch lieber richtiggestellt, weil ich an dritte Leserinnen beziehungsweise Leser dachte. Beleidigen lasse ich mich nicht mehr, das heißt, ich archiviere solche Äußerungen gedanklich im Ordner ,Spam’.“

Der Schritt von Robert Habeck kann Adam „im zeitlichen Umfeld des Diebstahls persönlicher Daten“ gut nachvollziehen. „Doch zeugt die Begründung, er wolle nicht an einer Spaltung der Gesellschaft mitwirken, von mangelnder Souveränität“, sagt Adam. Habeck überlasse so den Verbreitern populistischer und extremistischer Meinungen das Feld. „Damit kann er gerade die Jugend nicht mehr erreichen.“

Adam glaubt, dass Verbände, Parteien und Politiker auf die sozialen Medien nicht verzichten können, um kurzfristig zu informieren und Position zu beziehen. „Die Reichweite und Akzeptanz der klassischen Medien ist dazu zu gering“, meint Adam. „Der Hashtag #twitternmitrespekt sollte überall, nicht nur in den sozialen Medien, gelten.“

Marion Vina

Marion Vina (Künstlerin) Quelle: Peter Heller

Die Göttinger Künstlerin Marion Vina ist überwiegend auf Facebook und Instagram zu finden. Dort ist ihre Wahrnehmung, dass mittlerweile Diskreditierungen nicht mehr ausschließlich anonym erfolgen. Auch nehme das unverhohlene „Outen“ zum Links- und Rechtsextremismus „über alle Maßen“ zu.

Im November 2017 habe es auf Facebook eine immense Aufregung um die satirische Ausstellung „Geschmacksache“, in der Zentralmensa der Uni Göttingen gegeben, an der auch Vina vertreten war. Ihre Werke wurden als sexistisch deklariert, Beschwerden führten dazu, dass die Exponate abgehängt werden mussten. „Einen Wunsch auf Dialog im realen Leben und vor Ort, schloss sich trotz mehrfacher Angebote meinerseits, niemand an“, bedauert Vina. Für sie hatten die Beschwerden und die Diskussion um die Ausstellung Folgen. „Sucht man heute im Internet nach mir, sieht man oberflächlich betrachtet meinen Namen in Verbindung mit einem ,Sexismusvorwurf’.“ Für immer und ewig sei sie im Netz „gekennzeichnet“.

Habecks Entscheidung ist für Vina „ein falsches und möglicherweise tragisches Signal“. Sie traut dem „Vollblutpolitiker“ Habeck zu, in Zukunft darauf acht zu geben, dass so ein Fauxpas nicht noch einmal geschieht. „Verabschiedet er sich zur Gänze aus den sozialen Medien, fehlt eine wichtige Stimme und überlässt diese Plattformen unter anderem auch den Meinungsbildnern aus den extremen politischen Richtungen.“ Hier habe er Vorbildfunktion.

Für Vina sind soziale Medien „hervorragende“ Plattformen um mit Interessierten in Kontakt zu kommen. Freundschaften und berufliche Kontakte seien so in ihr reales Leben gerückt.

Mareike Röckendorf

Mareike Röckendorf (FDP). Quelle: Harald Wenzel

Kommunalpolitikerin Mareike Röckendorf hat eine Verschärfung des Umgangstones in den sozialen Medien bemerkt. „In politischen Debatten ist es manchmal schwer sich nicht auf den aggressiven Tonfall des Gegenübers herabzulassen – ich glaube, in den sozialen Netzwerken fällt dank Anonymität die Maske der Manieren schneller als im realen Leben“, meint die FDP-Politikerin, die Accounts bei Facebook, Twitter und Instagram hat.

Als sie als Bundesschatzmeisterin der Jungen Liberalen gewählt wurde, habe es Kommentare wie „Quotenfrau“ gegeben. „Ähnliche Reaktionen gab es nach einem Tweet von mir zum Dreikönigsevent der FDP in Stuttgart vor wenigen Tagen“, berichtet sie.

„Dass ein deplatziertes Video dann trotzdem gepostet wird, darf nicht passieren“, kommentiert sie Habecks Entscheidung. Stehe doch auch hinter Habeck ein Team. Seinen Rückzug dann auf Aggressivität bei Twitter zu schieben, „finde ich falsch“, sagt Röckendorf. Sie glaubt aber, dass Habeck seinen Schritt „auch aus sehr privaten Gründen erwogen“ habe.

Für Röckendorf bieten die sozialen Netzwerke die Möglichkeit, „Familie, Freunde und Arbeitskollegen zu jedem Termin bundesweit“ mitzunehmen. So falle es ihr schwer, ihrem Umfeld klar zu machen, womit sie jeden Tag nach Feierabend in ihrem Job als angehende Steuerberaterin politisch beschäftigt ist. „Über diese Transparenz der politischen Arbeit erhöht sich nach meiner Einschätzung das Verständnis für demokratische Prozesse – ein echter Gewinn!“, sagt sie.

Patrick Humke

Patrick Humke (Linke) Quelle: Alciro Theodoro Da Silva

Der ehemalige Göttinger Ratsherr Patrick Humke ist regelmäßig auf Facebook aktiv. Der Ton dort habe sich durch die immer stärkere Nutzung durch rechtsradikale Kräfte etwa um die AfD und Pegida verschärft. Sogenannte Fake News hätten stark zugenommen, meint Humke. „Das sind immer wieder die Fake News Rechter über Flüchtlinge mit dem Ziel, diese Menschen in Not als Menschen zweiter Klasse darzustellen.“

 

Der Linken-Politiker kann Habecks Verärgerung nachvollziehen, nicht aber seine Ankündigung, denn diese sei, so Humke, „unglaubwürdig“, da sowohl Habeck als auch die Grünen nicht auf die Nutzung sozialer Medien „gerade wegen des Nutzungsverhaltens der Massen“ nicht verzichten könnten.

Für Humke liegt der positive Nutzen sozialer Medien darin, dass es ihm möglich sei, „zeitnah Informationen, die sonst selten den Weg in die Massenmedien finden, verbreiten zu können und sich auch selbst zu positionieren“. Das sei von besonderer Bedeutung für linke Diskurse und die Verbreitung alternativer Inhalte und das Anstoßen von Diskussionen, meint Humke. „Darüber hinaus nutze ich mein Facebook auch für die Verbreitung von Satire, Musik und Sport.“

Thomas Oppermann

Thomas Oppermann (SPD) Quelle: Christina Hinzmann

Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann twittert selbst. Seine Facebook-Seite wird hingegen von seinen Mitarbeitern gepflegt.

Die Kommunikation auf Twitter sei in den vergangenen Jahren deutlich aggressiver geworden, schildert Oppermann seine Beobachtungen. „Viele nutzen den Schutz der Anonymität, um hemmungslos vom Leder zu ziehen. Außerdem wird mithilfe von Social Bots und Trolls die Stimmung gezielt angeheizt.“ Er sei stolz, dass es ihm als SPD-Fraktionsvorsitzender gelungen sei, in der vergangenen Wahlperiode das Netzwerkdurchsetzungsgesetz durch das Parlament zu bringen. „Damit werden die Betreiber erstmals in die Verantwortung für die Entgleisungen ihrer Nutzer genommen“, sagt Oppermann.

Er könne auch massive Kritik akzeptieren. „Aber bei menschenverachtenden Äußerungen habe ich schon mal den einen oder anderen Teilnehmer gesperrt“, gibt Oppermann an.

Auch wenn Oppermann Habecks persönliche Entscheidung respektiert: Er hält sie für falsch. „Wer sich zurückzieht, trägt dazu bei, dass in den sozialen Medien die Extremisten und Hass-Botschafter Überhand gewinnen.“

Twitter nutzt Oppermann regelmäßig für politische Statements und als Informationsquelle. „Das Tempo ist sehr hoch: Man erhält blitzschnell aktuelle Nachrichten und bekommt in Echtzeit Reaktionen auf eigene Tweets“, sagt Oppermann. Sein Wunsch: Soziale Medien als echte Diskussionsforen, „in denen nicht nur die Meinungen im Schlagabtausch gewechselt werden“.

Fritz Güntzler

Fritz Güntzler (CDU) Quelle: Swen Pförtner

Auf Facebook und Instagram ist der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzer aktiv. Sein Twitter-Account dient dem CDU-Mann nur, um sich auf dem Laufenden zu halten. „Ich twittere selbst nicht.“

Bei Kommentaren zu Posts von Politikerkollegen aller Parteien ließen Sprache und Wortwahl oft zu wünschen übrig, sagt Güntzler. Hier habe sich der Tonfall durchaus verschärft. „Meistens kommt die Verrohung der deutschen Sprache aus der Ecke derer, die behaupten für den Erhalt unserer Kulturgüter einzutreten“, sagt Güntzler.

Persönliche Angriffe sind ihm bislang erspart geblieben. „Es gab Posts im Wahlkampf, bei denen ich die Bundeskanzlerin verlinkt habe. Das hat dann auch die Trolle angelockt. Deren Reaktionen und Kommentare gingen teilweise schon sehr unter die Gürtellinie“, erinnert er sich.

„Wenn sich Robert Habeck aus den sozialen Netzwerken zurückzieht, überlässt er das Feld anderen“, sagt Güntzler. Habeck nehme in Kauf, dass der Meinungsbildungsprozess – zumindest online – ohne ihn stattfindet. „Das ist seine Entscheidung und sie ist zu respektieren. Auch wenn sie etwas trotzig rüberkommt und den Grünen politisch nicht nutzen wird.“

Die sozialen Netzwerke eröffneten außer den klassischen Medien weitere Kanäle der politischen Kommunikation, meint Güntzler. „Sie ermöglichen es uns, schnell mit vielen Menschen in Kontakt zu treten - zumindest online.“ Durch ihre Reichweite und Schnelligkeit könne er mit Freunden und Followern seinen politischen Alltag teilen. „Dafür bekomme ich viel positive Resonanz, zum Beispiel für Posts aus Sitzungen und von Veranstaltungen.“

Konstantin Kuhle

Konstantin Kuhle (FDP) Quelle: dpa

„Die sozialen Medien verändern die politische Kommunikation“, sagt Konstantin Kuhle (FDP). Er ist auf Facebook, Twitter und Instagram unterwegs. Dort könnten nicht nur wenige Meinungsmacher ihre Kommentare zu Politik und Weltgeschenk absetzen. Jeder Nutzer könne gleichermaßen Sender und Empfänger sein. „Das ist für den politischen Diskurs vor allem eine Chance“, sagt der Bundestagsabgeordnete. „Ein schnell oder im Affekt getippter Tweet kann allerdings in der Tonalität rauer sein als es ein Telefonanruf oder ein persönliches Gespräch“, gibt er aber zu bedenken.

„Ich ärgere mich jedes Mal, wenn persönliche Angriffe mit Accounts erfolgen, aus denen die Identität der Person nicht hervorgeht. Offenbar erlauben sich manche Menschen Angriffe unter der Gürtellinie, wenn sie durch Anonymität geschützt sind“, erklärt Kuhle.

Kuhle ärgert es, dass Habeck die Aufregung rund um den Datendiebstahl ausnutzt, „um von seiner völlig deplatzierten Äußerung zum Bundesland Thüringen abzulenken“. Er erwecke den Eindruck, Kommunikation über Twitter und Facebook sei etwas anstößiges. „Er sollte sich mal mit Oppositionellen aus autoritären Staaten unterhalten, die sich über Twitter vernetzen“, rät Kuhle. Habeck mache sich unglaubwürdig, Instagram dennoch treu zu bleiben.

Über die sozialen Medien habe Kuhle schon einige Anfragen aus dem Wahlkreis beantwortet und interessante Menschen kennengelernt. „Ich halte es für ein Privileg, dass ich die Bürger, die ich vertrete, zu Entscheidungen in Berlin und Terminen im Wahlkreis mitnehmen kann.“

Dana Rotter

Dana Rotter (Piraten) Quelle: r

„Auf Facebook hat sich die Kommunikation definitiv verschärft“, sagt die Göttinger Ratsfrau Dana Rotter, die auf Twitter und Facebook unterwegs ist. Die Anonymität und das Unpersönliche begünstigten das. „Beleidigungen, Hass und sogar Morddrohungen – das ist leider inzwischen Alltag in sozialen Netzwerken“, konstatiert die Piratin.

Bislang habe die nur vereinzelt „heftige Reaktionen oder auch persönliche Angriffe“ auf Twitter bekommen. Als Ratspolitikerin sei sie dort heftig angegangen worden. „Besonders heftig waren die Reaktionen auf Posts zu meiner Einstellung zum Pararaphen 219a und dass ich dessen Abschaffung fordere“, erinnert sich Rotter. Abtreibungsgegner hätten ihr etwa vorgeworfen, Mord zu verherrlichen. Persönlich nehmen dürfe man das aber nicht, rät sie.

„Halten Sie ihn für glaubwürdig?“, fragt Rotter im Fall Habeck. „Ich kann verstehen, wenn man seine Familie und Freunde schützen möchte“, räumt Rotter ein. „Ich finde es nicht glaubwürdig, sich von sozialen Medien zu verabschieden, weil man selbst unüberlegt etwas veröffentlicht, negative Reaktionen erlebt hat und nicht damit umgehen kann. Stattdessen sollte Herr Habeck lieber verantwortungsbewusster mit den sozialen Medien wie Facebook und Twitter umgehen und dem Diskurs dort nicht aus dem Weg gehen. Denn auch dort findet Demokratie statt, aus der er sich nun zurückgezogen hat.“

Jürgen Trittin

Jürgen Trittin (Grüne) Quelle: dpa

Auf Twitter schreibt der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin persönlich. Facebook hingegen werde durch sein Team bedient. Anders als seine Göttinger Bundestagskollegen empfindet der Grünen-Politiker keine Verschärfung des Tones in den sozialen Medien. „Der war schon immer rau“, sagt Trittin.

So seien außer Beleidigungen und Verleumdungen auch gefälschte Zitate von ihm verbreitet worden. Dagegen sei er gerichtlich – „in der Regel erfolgreich“ – vorgegangen. „Ansonsten fand ich Trumps Kriegserklärung an Syrien per Twitter schon erschütternd“, erklärt Trittin. Den Ausstieg von Robert Habeck kommentiert Trittin knapp mit: „Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall.“ Nüchtern ist Trittins Bewertung der sozialen Medien: „Es ist einer von verschiedenen Kommunikationskanälen.“

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: m.brakemeier@goettinger-tageblatt.de

Twitter: soulmib 

Facebook: michael.brakemeier 

Von Michael Brakemeier und Markus Scharf

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