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Thema des Tages Tipps für einen gelungenen Jahreswechsel
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19:25 27.12.2017
Raketen gehören zu Silvester, aber es gibt „Böllerverbote“ in Städten in der Region. Quelle: dpa
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Göttingen/Duderstadt

Zur Jahreswende soll in der gesamten Göttinger Innenstadt wieder ein Verbot für Feuerwerkskörper der „Kategorie zwei“ gelten, um die Sicherheit von Menschen und Gebäuden zu gewährleisten. Innerhalb der Wallanlagen und auf dem Wall darf am 31. Dezember sowie am 1. Januar kein Feuerwerk dieser Kategorie gezündet werden. An anderen Tagen im Jahr ist „böllern“ mit Produkten dieser Kategorie grundsätzlich verboten. Verstöße gegen das Verbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einer Bußgeldzahlung geahndet werden.

Die Beachtung des Verbots werden die Stadt und die Polizeiinspektion gemeinsam kontrollieren, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Bereits am frühen Abend des 31. Dezember sollen Teams von Polizei und Stadtordnungsdienst in der City unterwegs sein, bei Verstößen Verwarnungsgelder festsetzen und Böller beschlagnahmen.

Besonderer Schutz für das Alte Rathaus in Göttingen

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) appellierte in einer Stellungnahme an die Bürger, das Böllerverbot strikt zu beachten. „Zum Schutz anderer Menschen und zur Sicherheit für die Gebäude in der City ist das unbedingt notwendig,“ erklärte Köhler. Nach seinen Worten hat die Stadt wiederum zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des Alten Rathauses getroffen, dessen Dach noch nicht wieder komplett geschlossen ist. Deshalb wird die Berufsfeuerwehr im Dachgeschoss des Alten Rathauses eine Brandsicherungswache einrichten.

Zum bevorstehenden Jahreswechsel hat die Stadtverwaltung Duderstadt auf das bestehende Feuerwerksverbot innerhalb des Walls „im Interesse der Innenstadtbewohner und des Schutzes der historischen Bausubstanz“ hingewiesen. Auch im Umkreis bestimmter Einrichtungen und von Fachwerkhäusern darf nicht geböllert werden.

Feuerwerk innerhalb des Walles in Duderstadt verboten

Zum Thema Silvesterfeuerwerk in Duderstadt erinnert Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) an die Beratungenim Jahr 2010 zum Thema „Feuerwerk in der Innenstadt“. Der Rat der Stadt Duderstadt habe auf Empfehlung des Ortsrates Duderstadt seinerzeit die gesetzliche Regelung konkretisiert und das Abbrennen von Feuerwerk innerhalb des Walles der Ortschaft Duderstadt verboten. Darüber hinaus gelte Paragraf 23, Absatz 1 der Verordnung zum Sprengstoffgesetz, wonach das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände im Umkreis von 200 Metern von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten ist. Geböllert wird den Erfahrungen des Ordnungsamtes in Duderstadt zufolge vor allem an den Ausfallstraßen und den Kreuzungsbereichen direkt vor dem Wall – etwa am Westertor, am Obertor oder im Bereich Ebertring.

Appell an die Vernunft

In den Ortschaften Duderstadts gebe es kaum Beschränkungen. Hier werde oftmals dort geböllert, wo Partys gefeiert werden. „Wir appellieren an die Vernunft des Einzelnen“, sagt Maria Bock, Bürgermeisterin des Fleckens Gieboldehausen und hofft auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Feuerwerk zum Jahreswechsel. In der Fachwerkortschaft sind Böller und Raketen nicht erlaubt, worüber Bock froh ist, denn vor einiger Zeit habe es im Bereich Marktstraße und Marktplatz Probleme gegeben.

„Wir appellieren an die Vernunft des Einzelnen“, sagt Maria Bock, Bürgermeisterin des Fleckens Gieboldehausen. Quelle: dpa

Silvesterfeuerwerk ist in der Gemeinde Bilshausen erlaubt. Spezielle Plätze zum Abbrennen von Feuerwerk gebe es nicht, so Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis. Oftmals ergebe sich das im Ort im Bushaltestellenbereich oder bei der Gaststätte.

In der unmittelbaren Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern, Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen ist das Abbrennen von Feuerwerk nicht zulässig, teilt auch die Stadt Hann. Münden mit. Unter den Begriff der unmittelbaren Nähe verstehe der Gesetzgeber einen Sicherheitsabstand von etwa 200 Metern. Für die Bürger der Stadt Hann. Münden bedeutet dies, dass Feuerwerk nur noch in wenigen Bereichen überhaupt abgebrannt werden darf. Die historische Innenstadt sowie alle Ortsteile sind von diesem Verbot betroffen, aber auch die Wohngebiete, in denen sich die Krankenhäuser und Altersheime befinden.

Für die Bewohner stellt die Stadt Hann. Münden wie bereits in den Vorjahren einen Abbrennplatz für Silvesterfeuerwerk auf dem unteren Tanzwerder zwischen der gepflasterten Querverbindung des Straßenrings dem Weserstein sowie auf dem Parkplatz am Hochbad auf dem Rattwerder zur Verfügung. Die Abbrennplätze können vom 31. Dezember, 14 Uhr, bis 1.Januar, 24 Uhr genutzt werden. Die Abbrennplätze werden für die Parkraumbewirtschaftung gesperrt.

Guter Überblick II

Tipps fürs Feuerwerk-Panorama in Göttingen und Umgebung

Wer sich dem großen Trubel zum Jahreswechsel entziehen möchte, kann sich zum Genießen des Feuerwerks an einen der zahlreichen Punkte in und ums Göttinger Stadtgebiet begeben. Von dort aus lassen sich die bunten Fontänen, die gen Himmel steigen, in aller Ruhe beobachten. Eine Übersicht.

Wer sich dem großen Trubel zum Jahreswechsel entziehen möchte, kann sich zum Genießen des Feuerwerks an einen der zahlreichen Punkte in und ums Göttinger Stadtgebiet begeben. Von dort aus lassen sich die bunten Fontänen, die gen Himmel steigen, in aller Ruhe beobachten. Eine Übersicht.

1. Herzberger Landstraße, Höhe Erdbebenwarte: Die Lücken zwischen den Bäumen gibt einen Blick auf Göttingen frei – und somit bestimmt auch aufs Feuerwerk.

2. Hetjershausen: Die Wiese am Ortseingang bietet einen umfassenden Blick auf die ganze Stadt und viele gezündete Silvesterraketen.

3. Am Faßberg / Ulrideshuser Straße: Auch im Bereich der Norduni und des Ortseingangs Nikolausberg können Interessierte einen Blick aufs Feuerwerk erhaschen.

4. Klausberg: Vom Waldgebiet am Göttinger Klausberg aus können Interessierte bis hoch zum „Kauf Park“ schauen – und so auch in den Genuss eines Feuerwerk-Panoramas kommen.

5. Geismar, im Bereich Hauptstraße / Duderstädter Landstraße: Wer sich in die Feldmark stadtauswärts begibt, bekommt von dort aus ebenfalls einen guten Überblick über die Stadt.

6. Diemardener Warte: Auch von der Diemardener Warte aus können Interessierte in den Genuss des Feuerwerks kommen – um dorthin zu gelangen, bietet sich aber festes Schuhwerk und eine hell leuchtende Taschenlampe an.

7. Auch die Görlitzer Straße oberhalb der Kleingärten bietet sich für einen Feuerwerkspanorama an

8. Von der Burg Plesse aus können Besucher nicht nur ins Göttinger Stadtgebiet sondern auch die umliegenden Gemeinden blicken.

Guter Überblick II

Tipps fürs Feuerwerk-Panorama in Duderstadt und Umgebung

Auch in und um Duderstadt bieten sich einige Aussichtspunkte für einen gelungenes Feuerwerks-Panorama an. Ein Überblick.

„Auf dem Pferdeberg auf dem Aussichtsturm an der schönen Aussicht! Tolle Sicht in alle vier Himmelsrichtungen, da flüchten wir oft mit unserem ängstlichen Hund hin, wenn es zuhause doll knallt“, so eine Duderstädterin. Der Aussichtspunkt bei Gerblingerode werde von vielen besucht, die von erhöhtem Standort schauen wollen.

Als guter Standort, um sich das Silvesterfeuerwerk aus erhöhter Position anzusehen, gilt auch der Bereich des Duderstädter Tierheim oberhalb des Musikantenwegs. Manche begeben sich auf den Suhlberg oder zur Roten Warte.

Silvesterfeuerwerk ist in der Gemeinde Bilshausen erlaubt. Spezielle Plätze zum Abbrennen von Feuerwerk gebe es nicht, so Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis. Oftmals ergebe sich das im Ort im Bushaltestellenbereich oder bei der Gaststätte. Um sich das Feuerwerk anzuschauen, biete sich der Höherberg als Standort an, so Kreis.

Feuerwerk-Trends 2017

Halbes Kilo Sprengstoff

Wirklich neue Feuerwerk-Trends in diesem Jahr gibt es gegenüber 2016 nicht. Immer beliebter werden sogenannte Batterie- oder Verbundfeuerwerke, die nur einmal angezündet werden und dann zahlreiche automatisierte Effekte produzieren: Minutenlang bieten sie eine Vielzahl von Knall- und Leuchteffekten.

„Sound- und Lichteffekte faszinieren die Verbraucher mittlerweile mehr als nur ein einzelner Knall“, meint Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI). Diese Feuerwerk-Batterien werden immer ausgefeilter, die Effekte immer vielfältiger. So hat der Feuerwerk-Produzent „Comet“ aus Bremerhaven Batterien mit insgesamt 248  Schuss und einer Nettoexplosionsmenge von etwa 500 Gramm auf den Markt gebracht.

Feuerwerk-Batterien werden immer ausgefeilter, die Effekte immer vielfältiger. Quelle: Pixabay

Beliebt sind seit einigen Jahren Gold-, Silber- und Glitzereffekte. Mittlerweile gibt es einzelne Batterien, die 500 Euro oder mehr kosten und so groß sind wie eine Euro-Palette. Aber auch Raketen sind und bleiben beliebt – vor allem die aufwendigeren Modelle. Ganz neu Ganz neu in diesem Jahr sind eher unspektakuläre Pyrotechnik-Artikel – beispielsweise Wunderkerzen in Kleeblatt- oder Herzform.

In Deutschland sind nur Feuerwerkskörper mit aufgedruckter CE-Kennzeichnung und europäischer Zulassungsnummer wie von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer anderen offiziellen europäischen Prüfstelle zulässig. Beispiel für eine Zulassungsnummer: 0589-F2-XXXX. Eine andere vierstellige Nummer als „0589“ weist auf eine Zulassung durch eine andere europäische Prüfstelle hin. Feuerwerke ohne CE-Kennzeichnung und europäischer Zulassungsnummer sind illegal und potenziell gefährlich. Nur Feuerwerkskörper mit der neuen Bezeichnung „F1“ oder „F2“ dürfen verwendet, vertrieben oder überlassen werden, informiert beispielsweise die Mündener Stadtverwaltung. Alle Feuerwerkskörper mit der alten Bezeichnung „Klasse I“ oder „Klasse II“ dürfen mittlerweile weder verwendet, vertrieben noch überlassen werden.

Nach Schätzungen des Verbandes geben die Deutschen voraussichtlich etwa 133 Millionen Euro für Silvester-Feuerwerk aus – etwa ebenso viel wie im Vorjahr. In etwa gleichbleiben wird auch die Feinstaub-Menge, die durch das Feuerwerk zum Jahreswechsel produziert wird: etwa 4000 Tonnen werden es auch 2017/2018 wieder sein, hat das Umweltbundesamt ausgerechnet. Das sind immerhin gut 15 Prozent der Feinstaubmenge, die der Straßenverkehr im Laufe des gesamten Jahres freisetzt. Daneben fallen etwa 2300 Tonnen feuerwerkbedingtes CO2 an.

Gut vorbereitet

Tipps für den Silvester-Notfall

„Auch in Feierlaune sollten einige Regeln unbedingt gelten, um unbeschwert in das neue Jahr starten zu können“, so DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Er gibt Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass es doch zu Verletzungen kommt.

Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel gehen nicht immer ganz reibungslos über die Bühne. „Leider sorgt fahrlässiger Umgang mit Böllern jedes Jahr aufs Neue für schwere Verletzungen“, warnt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. „Auch in Feierlaune sollten einige Regeln unbedingt gelten, um unbeschwert in das neue Jahr starten zu können.“

„Auch in Feierlaune sollten einige Regeln unbedingt gelten, um unbeschwert in das neue Jahr starten zu können“, so DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Quelle: DPA

Er gibt folgende Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass es doch zu Verletzungen kommt:

1. Verbrennungen: Kleinere Verbrennungen sollten gekühlt werden, großflächige nicht, da sonst eine Unterkühlung droht. Verbrennungen, die größer als die Handfläche sind, erfordern die Behandlung eines Arztes.

2. Handverletzungen: Größere Wunden müssen sofort steril abgedeckt werden. Bei größerem Blutverlust sollte der Notarzt gerufen werden. „Falls Finger oder Fingerteile abgerissen wurden, versuchen Sie, diese zu bergen und geben Sie ihn den Rettungskräften mit“, so Prof Sefrin.

3. Augenverletzung: Beide Augen verbinden, damit das verletzte Auge nicht mehr bewegt wird. Bei ernsten Verletzungen sollte umgehend die 112 angerufen werden.

4. Alkoholvergiftung: Maßloser oder ungewohnter Alkohol-Konsum kann zu einer Vergiftung mit lebensgefährlichen Folgen führen. Ein leichter Rausch ist noch kein Notfall. Wenn jemand durch überhöhten Alkoholgenuss zusammenbricht, muss das unbedingt ernst genommen, Atmung und Puls geprüft werden. Bleibt die Person auch nach wiederholten Ansprechversuchen bewusstlos, unbedingt einen Notarzt rufen. Es bestehe die Gefahr, dass der Bewusstlose erbricht und die Atemwege verschlossen werden. „Deshalb den Betroffenen in stabile Seitenlage bringen und möglichst warm halten. In einer kalten Silvesternacht im Freien sind solche Maßnahmen wegen der drohenden Unterkühlung lebensretten“, so Prof. Sefrin.

Von Matthias Heinzel, Maren Iben, Britta Eichner-Ramm

Wirklich neue Feuerwerk-Trends in diesem Jahr gibt es gegenüber 2016 nicht. Immer beliebter werden sogenannte Batterie- oder Verbundfeuerwerke, die nur einmal angezündet werden und dann zahlreiche automatisierte Effekte produzieren: Minutenlang bieten sie eine Vielzahl von Knall- und Leuchteffekten.

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