Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Thema des Tages Uni Göttingen ist eine der besten Hochschulen Deutschlands
Thema Specials Thema des Tages Uni Göttingen ist eine der besten Hochschulen Deutschlands
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 20.03.2018
Campus der Uni Göttingen
Campus der Uni Göttingen Quelle: Swen Pförtner
Anzeige
Göttingen


Studycheck ist nach eigenen Angaben das größte Hochschulbewertungsportal in Deutschland und präsentiere die beliebtesten Universitäten und Fachhochschulen des Landes. Die auf Studycheck veröffentlichten Erfahrungsberichte von Studierenden werden dabei für das Hochschulranking benutzt.

Die Studierenden vergeben Bewertungen in Form von maximal fünf Sternen, die zusammen mit der Weiterempfehlungsrate die Platzierung der Hochschulen bestimmt. Es können Bewertungen über Studieninhalte, Dozenten, Lehrveranstaltungen, Ausstattung, Campusleben, Organisation, Bibliothek, Mensa und eine Gesamtbewertung abgegeben werden.

Strenge Kriterien

Eine Universität muss unter den besten zehn Instituten sein, im vergangenen Jahr mindestens 50 Bewertungen erhalten haben, eine Sternebewertung von 3,8 oder höher erreichen sowie von mindestens 90 Prozent der Studierenden weiterempfohlen werden, um die Auszeichnung „Top Universität 2018“ zu erhalten. Fachhochschulen mit den gleichen Aspekten werden mit „Top Fachhochschule 2018“ ausgezeichnet.

Die Top-Ten-Universitäten von Platz eins bis zehn sind die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), die Universität Hohenheim, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Universität Mannhein, die Universität Passau, die Georg-August-Universität Göttingen, die Bauhaus-Universität Weimar, die Deutsche Sporthochschule Köln, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

1486 Bewertungen

Studierende in Göttingen haben der Universität mit 1486 Bewertungen, die im Durchschnitt 3,8 Sterne und 93 Prozent Weiterempfehlung enthalten, zu dem sechsten Platz in dem Hochschulranking verholfen.

Auch über die 195 Studiengänge konnte abgestimmt werden. Die besten fünf Studiengänge der Uni Göttingen sind demnach Medizin und Zahnmedizin auf Staatsexamen sowie Agrarwissenschaften, Betriebwirtschaftslehre und Deutsch auf Lehramt im Bachelor.

Das sagen die Studierenden:

Kulturangebot, Natur, Sportmöglichkeiten und Kneipenlandschaft

Tobias Schreiber (22) studiert Germanistik und Politikwissenschaften auf Lehramt an der Uni Göttingen. Für ihn war bei der Wahl seiner Hochschule „die räumliche Nähe zu meiner Heimatstadt ein Punkt“, so der Student. Von den Universitäten, die Rückmeldungen auf seine Bewerbung gegeben haben, hätte Göttingen durch das Kulturangebot, die Natur, die Sportmöglichkeiten und die „Kneipenlandschaft“ die meisten Vorteile geboten.

„Die Universität selber hat darüber hinaus einen echt guten Ruf und viel Tradition“, sagt Schreiber. „Das Lehr- und Lernumfeld ist einfach ziemlich gut strukturiert und bieten viele Möglichkeiten vom Auslandsemester bis zur wissenschaftlichen Spezialisierung“, ergänzt er.

Tobias Schreiber Quelle: Kroeschell

In China beliebt

Auch in China genieße die Uni Göttingen einen guten Ruf. Yue Wang entschied sich für das Studium, weil der Autor Ji Xianlin Indologie in Göttingen studiert hat. Er selbst studiert Chemie im Master. Besonders beliebt bei internationalen Studenten aus China sei neben dem Chemie-Studium auch der Studiengang Deutsch als Fremdsprache (DaF). Für Chinesen seien solche Rankings wie von Studycheck ausschlaggebend für ihre Hochschulwahl.

Die Georg-August-Universität Göttingen bot als eine von wenigen Universitäten die Kombinationsmöglichkeit der Fächer Deutsch und Biologie auf Lehramt an, sodass sich Justin Middeke zu einem dortigen Studium entschloss. Sein Studium habe er allerdings abgebrochen. Der jetzige Krankenpfleger in der Ausbildung ist jedoch weiterhin der Meinung, dass ihm das Studium nicht gelegen habe, sein Abbruch also in keinem Zusammenhang mit der Qualität der Universität stehe.

Justin Middeke Quelle: Kroeschell

Ausrichtung des Studiengangs

Für Simon Metzger (21) waren das regionale Schulsystem und die Ausrichtung des Studiengangs Gründe für seine Entscheidung, die Universität Bremen zu besuchen. „Dort kann ich Inklusive Pädagogik / Sonderpädagogik in Kombination mit dem Grundschullehramt studieren und erfahre so eine breitere Ausbildung“, sagt er.

Simon Metzger Quelle: Kroeschell

Sarah Hoyer studiert Grundschullehramt mit der Kombination Musik und Mathe an der Stiftung Universität Hildesheim im zweiten Mastersemester. Entscheidend für die Auswahl der Universität war für die Northeimer Abiturientin, dass ihr Studienort möglichst nah an der Heimat ist. Außerdem habe die Universität einen guten Ruf, was die Praktikas anbelangt, deren Absolvierung für das Bestehen des Studiums notwendig sei.

Sarah Hoyer Quelle: Kroeschell

Kleine Lerngruppen

Felix Kopmann (20) studiert Wirtschaftsinformatik und hat sich für die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin entschieden. Er habe bewusst eine Fachhochschule gewählt, weil er kleine Lerngruppen den riesigen Vorlesungssälen vorziehe. „Da Berlin meine Traumstadt war, bin ich dann hierher gegangen“, erklärt er.

Auch für Alena Kratzin (20) seien einerseits der einzigartige Studienaufbau und die Inhalte des Studiengangs, andererseits der gute Ruf ausschlaggebend für den Besuch der Hochschule Harz in Wernigerode gewesen. Ihr Studiengang nennt sich „International Tourism Studies“. „Das Uni-Leben auf dem kleinen, familiären Campus ist wunderschön, ich habe viele unvergessliche Momente erlebt und Freunde fürs Leben gefunden“, erzählt sie. Die Hochschule Harz schaffte es auf Platz 17 der Fachhochschul-Rankings.

Alena Kratzin Quelle: Kroeschell

Nähe zur Praxis

Daniel Frais (21) studiert Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig. Er wechselte den Studiengang und die Hochschule, weil Maschinenbau nicht seine Interessen abgedeckt und ihm die Stadt Magdeburg nicht gefallen habe. „Was mir an der HTWK so gefiel war das praxisnahe Studium“, sagt er.

Die Auszubildende Carolin Lange (21) strebt ein Studium an der Leuphana Universität in Lüneburg an. Sie habe von Freunden gehört, dass das Studium dort „anders und ungewöhnlich abwechslungsreich“ sei und außerdem spreche sie besonders der Studienaufbau an der Universität an. „Hinzu kommt natürlich der Charme Lüneburgs, der die Leuphana zu meiner absoluten Wunsch-Uni macht“, ergänzt sie.

Für das Psychologiestudium im Nebenfach habe es nur drei Universitäten gegeben, die diesen Studiengang anboten. Mara Brauer erhielt zwei von drei Zusagen und entschied sich für die Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg. Die Stadt würde ihr bis heute sehr gut gefallen, ihre Wahl habe sie nicht einmal bereut.

Mara Brauer Quelle: Kroeschell

Von Isa Kroeschell und Lisa Hausmann

Göttingen Abdul Abbasi und Allaa Faham veröffentlichen ihr erstes Buch - Eine „seutsche“ Geschichte
18.03.2018
17.03.2018