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Thema des Tages Deko-Trend 2016: Mehr Gold, weniger Farbe
Thema Specials Thema des Tages Deko-Trend 2016: Mehr Gold, weniger Farbe
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11:36 03.12.2016
Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Die Auswahl ist groß , bunt und bietet etwas für jeden Geschmack. Von ursprünglichen Holzarbeiten bis zum kunterbunten Glitzerpudel ist alles im Angebot. Dennoch zeichnet sich jedes Jahr ein neuer Deko-Trend ab. Kupfer, das war im Hause Butlers die It-Farbe 2015. in diesem Jahr wird zwar auch kupferfarbenes angeboten, aber im geringen Maße. "2016 glänzen Tisch und Baum vor allem in rot, grün, gold und weiß", sagt Stanke.  Fast schon ein Klassiker seien die Peanuts. Motive mit Charlie Brown, Snoopy und Lucy zieren nicht nur Teller, Tassen und Servietten, sondern auch Weihnachtskugeln.

Auch der Karstadt-Weihnachtsmarkt, der im Untergeschoss des Warenhauses aufgebaut ist, glänzt vor allem in gold und silber. Einige kupferfarbene Weihnachtsbaum-Kugeln zählen auch zum Angebot. "Zu einem eher natürlich geschmückten  Baum passen kupferfarbene Kugeln sehr gut", sagt Stadler. Sie macht zwei 2016-er Trends aus. "Zum einen klassisch zum anderen kunterbunt bis fast schon kitschige-amerikanisch", sagt sie. Eines aber ist in ihrem Hause "der absolute Renner": Lichterketten mit LED-Batterie, die in vielen Formen und Farben blinken.  Kunde E. Ahlborn deckt sich aber mit echten Kerzen ein. Mit roten Christbaumkerzen und goldenen Kerzenhaltern für den Baum. "Bei uns kommen nur echte Kerzen an der Baum, nichts elektrisches", sagt er. Kinder und Enkelkinder im Hause Ahlborn erfreuen sich an einem überwiegend rot dekorierten Weihnachtsbaum.

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Ein bisschen mehr Farbe bieten die bunten Kugeln und Figuren, die bei Butlers und beim Froschkönig zu haben sind. Ob Hotdog, Hamburger, Kaugummiautomat, Erdbeere, Fliegende Kuh, Roboter oder Kuckucksuhr: Bunt, glänzend und ein bisschen schrill darf es schon sein. Auch vor barocken Meistern herrscht wenig Respekt - mit einer Händel-Büste als Weihnachtskugel kann selbst der Klassikfreund am heimischen Tannenzweig ein schmückendes Statement setzen. "Diese besonderen Figuren werden gerne gekauft", sagt Heinze. Sie hat neben schweren Glaskugeln und den bunten Figuren auch eine Reihe Klassiker im Angebot. Viele Kunden bleiben vor den Herrnhuter-Sternen stehen. "Gefragt sind Gold und Silber, Farbe ist in diesem Jahr rückläufig", so Heinze.

Süßer die Gurken nie klingen

Eine Gurke am Weihnachtsbaum? Es gibt ja nichts, was es im Deko-Angebot vor den Festtagen nicht gibt. Hinter dieser besonderen Dekoration allerdings verbirgt sich eine Tradition - zumindest in den Vereinigten Staaten. Dort nämlich wir eine (aus Glas hergestellte) Weihnachtskugel in Form einer sauren Gurke am Baum versteckt. Wer die "Christmas Pickle" zuerst entdeckt, bekommt ein zusätzliches Geschenk oder darf als erster sein Geschenk aufmachen. Die Amerikaner sind davon überzeugt, dass das ein deutscher Brauch ist. Ob die Gurke ursprünglich eine deutsche oder amerikanische Sitte ist, ist unklar. Im Internet  gibt es Berichte, dass es bereits um 1900  im thüringischen Lauscha eine Urform für die Weihnachtsgurke gegeben haben soll. Sicher ist: Mittlerweile ist sie auch in deutschen Geschäften (wieder) zu haben.

Jedes Jahr eine neue Kugel

Aragosaurus oder Tyrannosaurus: Glitzernde Urzeitreptilien hängen bei Familie Görres im Baum. "Meine beiden Jungs sind von den Sauriern ganz begeistert", sagt Sandra Görres. In ihrer Familie gibt es eine kleine Tradition. Denn jedes Jahr dürfen sich die Söhne Julian und Sönke (fünf und acht Jahre alt) eine Weihnachtskugel für den Baum aussuchen. "Im vergangenen Jahr waren es diese Saurier", sagt Sandra Görres. Was in diesem Jahr als neues Objekt den Familienbaum zieren wird, ist noch offen. Zudem wird im Hause Görres aber auch noch ganz klassisch gebastelt. "Fröbel-Sterne zum Beispiel", sagt die Göttingerin. Weihnachten, das sei doch immer ein "Highlight" im Jahr, ab November beginne in ihrer Familie die Saison. "Wir haben uns eine eigene Tradition erarbeitet", sagt sie.  / bib