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Unter uns Reiffenhäuser sammelt Hanstein-Motive
Thema Specials Unter uns Reiffenhäuser sammelt Hanstein-Motive
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In der Ausstellung: Sammler Heinz Linne zeigt auf eines seiner Lieblingsmotive von der Burg Hanstein. Quelle: MR
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Hat er seine Sammlung nicht gerade an ein Museum verliehen, ist das Wohnzimmer von Heinz Linne in Reiffenhausen selbst ein Museum (siehe kleines Foto). „Ich bin in einem Haus aufgewachsen, dass zu Besenhausen gehört. Besenhausen führt ja bekanntlich auch die drei Hansteinschen Monde im Wappen“, erzählt Linne. Eines Tages seien ihm dort drei Ansichtskarten, die die Burg Hanstein zeigten, in die Hände gefallen. „Ich war nicht nur vom Motiv, sondern auch von den geriffelten Rändern fasziniert und dachte mir, davon muss es noch mehr geben“, so der 69-Jährige.

Doch bevor er sich auf die Sammlung von Stichen und Ansichtskarten konzentrierte, musste er die Burg, die er ja nicht erreichen konnte, einmal aus der Nähe sehen. „Ich fuhr mit dem Fahrrad in Richtung Werleshausen und erklomm den der Burg gegenüberliegenden Berg, um die Burg besser sehen zu können“, erinnert sich Linne. Noch heute ärgert ihn, damals die Burg nicht fotografiert zu haben.

Mittlerweile hat Linne 560 Ansichtskarten und etwa 150 Stiche gesammelt. Sie zeigen alle ein Motiv – die Burg Hanstein in unterschiedlichen Darstellungen. 475 der Ansichtskarten sind noch bis Sonntag, 5. Oktober, im Rahmen der Ausstellung „1308 – 2008 700 Jahre Burg Hanstein“ im Eichsfelder Heimatmuseum in Heiligenstadt zu sehen. Linnes älteste Ansichtskarte stammt aus dem Jahr 1888.

Göttinger Rathaus statt Burg

Einige Skurrilitäten finden sich in Linnes Sammlung – zum Beispiel eine Ansichtskarte, die laut Bildtext die Burg Hanstein zeigen soll. Aber das dargestellte Gebäude wird jedem Göttinger mehr als bekannt vorkommen: Es handelt sich um das Alte Rathaus auf dem Göttinger Markt. Oft sind auch Ansichten der Burg mit „Grüße aus Göttingen“ überschrieben. „Früher war es für die Göttinger Studenten Pflicht, zum Hanstein zu kommen“, so Linne. Ein weiteres Lieblingsmotiv von Linne stammt aus seiner alten Schulfibel: Hier wird die Burg als Schattenriss dargestellt.

Von Marie-Luise Rudolph

Folge vom 25. September 2008

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