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Wätzolds Woche 5071 zu 4569
Thema Specials Wätzolds Woche 5071 zu 4569
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06:00 14.12.2019
Besucherandrang in der Göttinger Innenstadt. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Heute beginne ich mit einem Rückblick auf meinen Beitrag von letzter Woche, in dem ich nämlich von der Autobiografie eines gewissen Hannes Waader schrieb, dabei heißt der Mann natürlich Wader. Ich entschuldige mich hier ausdrücklich bei allen Hannes-Wader-Fans für diesen Freud’schen Fauxpas, der mir vermutlich unterlaufen ist, weil ich im Nachgang zu meiner Meniskus-OP noch Beschwerden in der rechten Waade habe. Tätää!

Ebenfalls letzte Woche ging es bei mir um die Diskussion zum Thema „Straßenausbaubeiträge“ und die zieht mittlerweile immer weitere Kreise. Selbst das Juzi mischt sich jetzt ein und hat ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Am Ende entscheidet die Straße“ an der Fassade hängen. Allerdings wird nicht klar, ob sich die linken Lakenmaler damit nun für oder gegen die Erhebung der Beiträge aussprechen; vielleicht könnten die Verfasser das mal vertiefend erläutern, groß genug ist der Lappen dafür allemal.

Besucherandrang trotz Sauwetters

Nun ist es aber genug mit der Rückschau, jetzt wird stramm nach vorn geblickt, denn „Vorn ist das Licht“, wie die Puhdys schon 1974 auf ihrem Debütalbum sangen. Und das leuchtet in der Göttinger City derzeit so hell, dass es eine geradezu hypnotische Wirkung entfaltet. Jedenfalls erklärt die Pro-City-Vorsitzende Susanne Heller den aktuellen innerstädtischen Besucherandrang trotz Sauwetters damit, dass „die Stadt durch die festliche Weihnachtsbeleuchtung besonders attraktiv ist“. Eine Messung des Kölner Start-ups „hystreet.com“ hat sogar ergeben, dass in der Weender Straße Süd am letzten Sonntag zwischen 16 und 17 Uhr 502 Passanten mehr unterwegs waren, als in Braunschweig auf der innerstädtischen Straße „Damm“ – Göttingen siegt mit 5071 zu 4569.

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Das ist natürlich ein Superergebnis, gilt Braunschweig doch gemeinhin als die niedersächsische Passantenhochburg. Außerdem heißt das ja, dass wir in Göttingen auch 502 mehr innerstädtische Parkmöglichkeiten haben als die in Braunschweig, denn wenn ich einige Innenstadthändler und Teile der Göttinger Politik richtig verstehe, braucht ja jeder Innenstadtbesucher einen eigenen Parkplatz; und davon scheinen zum Glück genug da zu sein.

Löffel statt Lichter?

Vielleicht kommen die Leute aber doch nicht mit dem Auto und wegen des Lichts, sondern mit dem Bus und weil es auf dem Weihnachtsmarkt unbepfandete Edelstahllöffel zur Witzenhäusener Glüh-Schattenmorelle gibt. Und wenn man davon soviel trinkt, bis man für alle Weihnachtsgäste genug Löffel zusammen hat, verbietet sich das Autofahren ja von alleine.

Sie erreichen den Autor per E-Mail an: redaktion@goettinger-tageblatt.de

Von Lars Wätzold

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