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Wätzolds Woche So wird 2019
Thema Specials Wätzolds Woche So wird 2019
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19:35 04.01.2019
Lars Wätzold vermutet, dass sich der Göttinger Baudezernent in diesem Jahr mit einem offenen Brief bei den Göttingern für ihre Geduld bei der Baustelle am Groner Tor bedanken wird. Quelle: hein
Göttingen

Ich habe einen Blick in meine Wahrsagerkugel (erhältlich für 8,95 Euro bei eBay, Versand gratis) gewagt und gebe hier schon mal einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in 2019.

Ende Februar bedankt sich der Göttinger Baudezernent Dienberg in einem offenen Brief für die Geduld aller Verkehrsteilnehmer bezüglich der Baustelle „Groner Tor“. Die Arbeiten würden nun „zügig fertig gestellt“. Der ungewöhnliche Dauerfrost seit Anfang Januar hätte der Planung „einen Strich durch die Rechnung gemacht“.

April: Die CDU erreicht, wie auf dem Bundesparteitag im Dezember beschlossen, dass der Deutschen Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit entzogen wird. Das Gericht folgte der Argumentation des Verkehrsministeriums: „Wer so vehement gegen das Kulturgut `Deutscher Diesel´ vorgeht, kann ja gar nicht gemeinnützig sein.“ Außerdem sei mittlerweile erwiesen, dass der Diesel-Grobstaub der alten Modelle leicht abhustbar sei. Für Menschen mit schwacher Lungenfunktion bringt Verkehrsminister Scheuer eine „Abhusthilfe“ ins Spiel, an deren Kosten sich die Automobilindustrie freiwillig beteiligen soll. Der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) stellt allerdings die Wirksamkeit dieser Hustware-Lösung infrage. Wer „es an den Bronchien hat“, der solle „aufs Land ziehen“, so VDA-Präsident Mattes. Er selbst habe damit „gute Erfahrungen“ gemacht.

Lars Wätzold Quelle: Christina Hinzmann

Im Mai entschuldigt sich Baudezernent Dienberg in einem offenen Brief, dass sich die Arbeiten an der Baustelle „Groner Tor“ weiter verzögern. Er verstehe die Verärgerung der Bürger, aber es handele sich immerhin um „eine der verkehrsrelevantesten Maßnahmen der letzten Jahre“ und da sei es „nicht auszuschließen, dass es etwas länger dauert“. Zuletzt musste die komplette Kreuzung erneut aufgebaggert werden, weil „etwas“ passiert sei. Eine Ausweichstrecke ist ausgeschildert und führt durch den Innenhof der Wohnanlage Groner Landstraße 9 a-c auf die Straße „Am Hasengraben“. Es sei mit „erheblichen Verzögerungen“ zu rechnen.

Nach der Sommerpause beschäftigt sich der Bauausschuss Anfang September erneut mit der zukünftigen Verkehrsführung am Albaniplatz. Mittlerweile liegen acht Varianten auf dem Tisch. Die SPD setzt sich weiterhin für eine unterirdische Lösung ein und hofft auf die Unterstützung der Grünen, denen man anbietet, den Fahrradschnellweg zu integrieren.

Im November entschuldigt sich Baudezernent Dienberg in einem offenen Brief, dass sich die Arbeiten an der Baustelle „Groner Tor“ weiter verzögern. Es sei aber „schlicht unseriös“ ein konkretes Datum für die Fertigstellung zu benennen.

Von Lars Wätzold

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