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Zeitung in der Schule Die „Mutter“ kommt aus Hannover, aber wer ist der Vater?
Thema Specials Zeitung in der Schule Die „Mutter“ kommt aus Hannover, aber wer ist der Vater?
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19:56 03.06.2009
Blättern im Tageblatt: Schüler der 4c1 der Grundschule St. Elisabeth in Duderstadt. Quelle: CHE
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Fragen über Fragen hatten die Gieboldehäuser Grundschüler der Klasse 4b auf ihren Notizzetteln. Eifrig hatten sie in den Tagen vor Pfingsten und noch gestern Morgen das Eichsfelder Tageblatt gelesen. Im Blickpunkt stand die Kinderseite: Wer macht diese Seite, wer sucht die Themen aus? Einen Beitrag hatte noch keiner von ihnen an Taggi und ihre Mitarbeiter geschickt. „In jedem Fall haben die Kinder den Respekt vor einer Zeitung verloren, trauen sich da jetzt eher ran“, hat Klassenlehrerin Felicitas Dornbusch im Verlauf der Unterrichtsstunden festgestellt. 

Wieder einmal waren viele technische Details gefragt. Aber auch der Redaktionsalltag hat die Gieboldehäuser Kinder interessiert. Wie sieht es in den Büros aus? Wann muss die Zeitung fertig sein? Wie lange hat man für einen Artikel Zeit? Erstaunte Gesichter gab es bei der Tatsache, dass Sportredakteure drei von vier Sonntagen im Monat arbeiten.

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Beim Thema „Zeitungsformat“ ging es dann plötzlich auch um Verwandtschaftsverhältnisse. Bei der Erläuterung, dass das Tageblatt – als Tochter – mit seinem kleinen „Berliner Format“ Artikel im Politik-, Sport- und Kulturteil auch von der großen Mutter „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Nordisches Format) übernimmt, wollte Alexander zu Recht wissen: „Und wer ist der Vater?“ Diese Frage blieb unbeantwortet. Wir werden sie diskutieren.

Artikel auf Arbeitsblättern

Gut vorbereitet auf den Besuch von der Zeitung hatten sich die über 40 Viertklässler der Duderstädter Grundschule St. Elisabeth. Den Aufbau einer Zeitung hatten sie bereits im Schulunterricht besprochen und interessante Tageblatt-Artikel auf Arbeitsblätter geklebt. Einige grundlegende Fragen hatten die Schüler dennoch auf den Lippen. Warum und seit wann gibt es überhaupt eine Zeitung? Und wie wird man Journalist? Fasziniert war die 4c1 von der Vorstellung, dass Zeitungen früher mit beweglichen Lettern bedruckt wurden. „Wäre es da nicht einfacher, alles mit der Hand zu schreiben?“, so eine skeptische Nachfrage. Als klar wurde, dass man eine Auflage von mehreren zehntausend Zeitungen nicht täglich mit der Hand schreiben kann, war die Skepsis verflogen.

Druck mit Stempeln

Den Schülern der Klasse 4c2 war das vor Jahrhunderten übliche Hochdruckverfahren bereits als Stempeldruck bekannt – oder in einfacher Form als Kartoffeldruck aus dem Kunstunterricht. Genauso wie ihre Schulkameraden der Nachbarklasse staunten sie über die Mengen an Farbe und Papier, die jährlich im Göttinger Druckhaus verarbeitet werden. Wie dort gearbeitet wird, davon kann sich die 4 c1 persönlich überzeugen. Sie ist eine der fünf Klassen, die ausgelost wurden und das Tageblatt an der Autobahn in Göttingen besuchen dürfen. 

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