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Zeitung in der Schule Tageblatt besucht Grundschulen in Rhumspringe und Göttingen
Thema Specials Zeitung in der Schule Tageblatt besucht Grundschulen in Rhumspringe und Göttingen
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19:37 24.07.2014
In die Röhre schauen: Klasse 4b der Grundschule Rhumspringe. Quelle: Lüder
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„Müssen Journalisten den Presseausweis bei Fußballspielen immer dabei haben?“, fragt Mika aus der 4b der Grundschule Rhumspringe.

Bei großen Veranstaltungen schon, aber beim Eichsfelder Tageblatt kennen die meisten Pressesprecher der Sportvereine die Journalisten, da muss man sich nicht ausweisen, erklärt Fotografin Victoria Lüder. Lehrerin Stephanie Trabelsi hatte den Schülern als eine der letzten Hausausfgaben vor den Ferien einen Pressetext aufgegeben.

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Die Themen der Kinder sind vielfältig: Klassenausflüge, „gefährliche“ Tiere wie die Fledermaus, Unfälle oder ein Schwimmbadbesuch wurden jounalistisch bearbeitet. Auch Bilder haben die Nachwuchsredakteure zu ihren Texten gestellt, entweder selbst gemalt oder aus dem PC gedruckt wie Lennardt und Mika bei ihrem wissenschaftlichen Artikel über das Auge.

„Wie wird das Papier gemacht?“

Und Sophie hat ganz professionell die W-Fragen beachtet, die in einem Zeitungsbericht beantwortet sein sollten. Auf die Frage, was die W-Fragen sind, überlegen die Kinder kurz, dann gehen die Arme hoch: „Wer, wann, wo, wie, was, warum“, zählen sie auf. Manuela macht sich Gedanken über die Herstellung. „Wie wird das Papier gemacht?“, fragt sie. Ganz umweltschonend, so die Antwort. Das Tageblatt wird aus Altpapier hergestellt.

Und das wird auf großen Rollen geliefert: Bis zu 20 Kilometer lang und so schwer wie ein Kleinwagen sind die Bahnen, die rasend schnell durch die Druckmaschine gezogen werden. Darüber staunt die Weidenklasse der Montessorischule ebenso wie über die vielen Berufe, die es beim Tageblatt gibt.

Auf Drucker kommt Rubens schnell, auch Journalisten und Verkäufer können Emma und Max sofort nennen. Dass sich viele Angestellte aber auch um Werbekunden kümmern, für Beilagen und besondere Druckprojekte zuständig sind und als Sekretärinnen, Hausmeister oder Verlagskaufleute viele andere Aufgaben erfüllen, fällt ihnen erst zögerlich  ein.

Fast tot gelacht

Sie wollen ja aber auch viel mehr über die Arbeit der Zeitung-Macher wissen. Jasmin fragt zum Beispiel, warum auf Fotos manchmal die Augen verdeckt sind und kommt selbst darauf, dass es um Persönlichkeitsschutz und das Recht am eigenen Bild geht. Paul würde gerne ein Praktikum machen und erfährt, dass er vorher wenigstens ein paar Semester studiert haben muss.

Das schützt allerdings selbst erfahrene Journalisten nicht vor Pannen, erfährt Fynn auf seine Frage, ob dem Gast „schon etwas peinliches passiert ist“. Und alle „Weiden“-Kinder lachen sich fast tot über den Termin mit lauter wichtigen Leuten, bei dem Redakteur Ulrich Schubert Kaffeesahne so treffsicher fallen ließ, dass ein Minister und andere Politiker erst einmal ihre schicken bespritzten Anzüge reinigen mussten.

Tageblatt-Mitarbeiter zu Besuch in der Montessori-Schule Göttingen. © Pförtner
Tageblatt-Mitarbeiter zu Besuch in der Grundschule Rhumspringe. © Lüder