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Zeitung in der Schule Tageblatt besucht Grundschulen in Ruhmspringe und Lenglern
Thema Specials Zeitung in der Schule Tageblatt besucht Grundschulen in Ruhmspringe und Lenglern
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17:28 22.07.2014
Wie biegsam doch eine Druckplatte sein kann: Annalena und Christoph aus der 4L in der Grundschule Lenglern. Quelle: Vetter
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Auch wenn die Arbeit in Krisengebieten gefährlich ist, empfindet Vetter die Aufgabe dennoch – oder gerade deswegen – als wichtig:

„Wenn da keiner von uns hingeht, wird es auch niemand sehen“, sagt er. „Den Leuten muss gezeigt werden, was in der Welt passiert.“

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Dazu gehört natürlich auch Lenglern. Eine Woche lang hat die Klasse 4L mit ihrer Lehrerin  Christiane Schubert das Tageblatt gründlich gelesen. Dabei haben die Kinder schnell festgestellt, dass es neben Artikeln über Goldbarren in Frankfurt und die Fußball-WM in Brasilien auch Berichte über Aquarienfische und Jugendfeuerwehren in der Region Göttingen gibt.

Sie gehören zu den Lieblings-Artikeln, die Ron in seine Zeitungs-Mappe geklebt hat. Warum Fotos dabei so wichtig sind, kann Antonia erklären: „Dann kann man gleich sehen, was passiert ist.“ Wo etwas passiert ist,  sieht man aber auch an der Ortsmarke, weiß Arved.

„Was ist wann, wo, wie und wem passiert?

Sie steht am Anfang eines Textes – das sollte sie zumindest. Da amüsiert sich die 4L natürlich köstlich, weil kürzlich vor einem Artikel nur das Platzhalter-Wort „Ortsmarke“ stand. Wie wichtig die W-Fragen („Was ist wann, wo, wie und wem passiert?“) für Journalisten sind, wissen die Kinder längst. In einem tollen Artikel über ein neues Fahrrad für ihre Schule haben sie sogar ausprobiert, wie das geht. Und der erscheint bald im Bovender Gemeindeblatt.   

Arbeitsbeginn in der Redaktion ist meist so zwischen 9.30 und 10 Uhr. Das könnten sich die Schüler der Klasse 4a der Grundschule Rhumspringe für sich auch gut vorstellen. 

Schnell sind alle Beteiligten beim „Du“, es entwickelt sich ein lockeres Gespräch über die am weitesten entfernten Einsätze, das Schlimmste, was es für die Zeitung zu berichten gibt, dass Oma immer zuerst die Traueranzeigen liest und darüber, ob ein Presseausweis gleichzeitig eine Eintrittskarte für Großveranstaltungen ist.

Schließlich geht es um die „Kürzel“. Das sind die Kennungen, die in Zeitungen meistens am Textende stehen und verraten, wer diesen geschrieben hat. Die Schüler haben noch die Montagausgabe des Eichsfelder Tageblatts vor sich liegen, Jannis, Carla, Tabea und Max suchen schnell im Sportteil nach „kal“.

Glück gehabt, sie finden das Kürzel von Sportredakteurin Kathrin Lienig gleich mehrere Male – der Arbeitsnachweis für einen Wochenenddienst im heißen Büro.   

Tageblatt-Mitarbeiter zu Besuch in der Grundschule Rhumspringe. © Lüder
Tageblatt-Mitarbeiter zu Besuch in der Grundschule Lenglern . © Vetter