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Zeitung in der Schule Tageblatt zu Besuch in Grundschulen in Ebergötzen und Gieboldehausen
Thema Specials Zeitung in der Schule Tageblatt zu Besuch in Grundschulen in Ebergötzen und Gieboldehausen
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12:06 04.06.2013
Einmal lächeln bitte für den Tageblatt-Fotografen: die Viertklässler der Wilhelm-Busch-Schule in Ebergötzen mit Lehrerin Herta Jacke. Quelle: Heller
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Göttingen

Beim Gruppenfoto im Treppenhaus macht die vierte Klasse der Wilhelm-Busch-Schule in Ebergötzen eine gute Figur. Auch sonst interessieren sich die Viertklässler für die Aufgaben eines Foto-Journalisten. Gut, dass Tageblatt-Fotograf Peter Heller dabei ist.

Er erklärt Tyra Luise, dass eine Ausbildung zum Fotografen sehr unterschiedlich ausfallen kann. So müssten Fotografen für eine Tageszeitung andere Fähigkeiten mitbringen als für die Arbeit im Fotostudio. Vor allem das schnelle Arbeiten sei gefragt: Bis zu 15 Termine fallen täglich an. Dass das in Hetze ausarten kann, bemerkt Lucas.

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Paul fragt, ob der Tageblatt-Fotograf Angst vor Feuer hat, wenn er ein brennendes Haus fotografiert. Angst nicht, aber Respekt sei wichtig, erinnert Heller an ein Feuer im Sägewerk in Hedemünden im Jahr 2010. Dort herrschte so große Hitze, dass selbst die Blaulichter auf den Feuerwehrwagen schmolzen.

Wann die Fotos vom Schulbesuch denn im Tageblatt stehen, wollen die Kinder wissen: Am Tag nach dem Besuch, denn erst muss die Zeitung gedruckt werden. Schneller geht es online im Internet auf goettinger-tageblatt.de. Dort können sich die Viertklässler bereits am Nachmittag in Bildergalerien wiederfinden.

Gut in Deutsch sein

Wie vielfältig Zeitungsthemen sein können, stellt die Klasse 4b der Grundschule Gieboldehausen fest. Als Hausaufgabe hatte Lehrer Frank Heilert aufgetragen, einen Zeitungsartikel zu schreiben. Gleich machten sich die Nachwuchs-Redakteure an die Recherche und zeigen ihre aktuelle Auswahl:

Erik berichtet über einen Unfall, Luca beobachtet die Wetterentwicklung, Marie schreibt über einen Einbruch und Felicia stellt Informationen über Vampire zusammen. Eine Unterrichtsstunde reicht nicht aus, um all die Fragen zur Zeitung, zum Beruf des Journalisten, zu Druck und Auflage zu beantworten.

„Muss man gut in Deutsch sein?“ fragt Moritz. Eigentlich ja, aber wer Fotojournalist wird, braucht immerhin keine mehrseitigen Reportagen zu schreiben, sondern muss Bilder beschriften, klärt Tageblatt-Fotograf Oliver Thiele auf. Zeitung lesen macht den Schülern ebenfalls Spaß. „Man kann überall lesen, im Bett, auf dem Sofa, am Tisch“ bemerkt Tim. Und dass man die Zeitung auch von hinten lesen kann, freut Sportfan René.

Fußball-Foto fällt aus

Den Arbeitstag eines Redakteurs lassen sich die Schüler der  Klasse 4a in der Gieboldehäuser Grundschule genau beschreiben. Interessiert ist Julia vor allem am Arbeitsbeginn. 10 Uhr ist für alle eine absolut akzeptable Zeit. Fotograf Oliver Thiele berichtet noch von einem späteren Termin am Abend. Er soll ein Fußballspiel in der Bezirksliga fotografieren. Was er gestern Vormittag noch nicht wusste: Die Begegnung wurde abgesagt, weil der Platz nach den Regengüssen unbespielbar war.

Nur schwer vorstellbar ist für die Schüler, dass die bei Arbeitsbeginn leeren Seiten am Abend dann vollgeschrieben und mit Fotos bestückt sind. „Die Redakteure sind da etwas schneller als ihr“, wirft Klassenlehrerin Felicitas Dornbusch ein.

Dass dabei aber auch Fehler passieren, haben die Gieboldehäuser bei der intensiven Lektüre festgestellt. Da wurde auf der Kinderseite im Erdbeerartikel aus dem „taucht“ ein „tauscht“.  Sie akzeptieren die Erklärung, dass jeder Redakteur sich selbst am meisten über Fehler ärgert, zumal sie von vielen, vielen Lesern gesehen werden.

Björn Dinges besuchte die vierte Klasse der Wilhelm-Busch-Schule in Ebergötzen.
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