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Zeitung in der Schule Zeitung in der Adolf-Reichwein-Schule und Heinrich-Böll-Schule
Thema Specials Zeitung in der Schule Zeitung in der Adolf-Reichwein-Schule und Heinrich-Böll-Schule
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18:03 20.06.2013
Wieso, weshalb, warum: Die Schüler der Klasse 4b in der Adolf-Reichwein-Schule haben sich viele Fragen zum Thema Zeitung überlegt.
Wieso, weshalb, warum: Die Schüler der Klasse 4b in der Adolf-Reichwein-Schule haben sich viele Fragen zum Thema Zeitung überlegt. Quelle: Jan Vetter
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Klasse 4b der Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen hat sich schon ausgiebig mit dem Thema Zeitung befasst. Wie das Tageblatt aufgebaut ist und womit sich die einzelnen Ressorts befassen, wissen die Schüler bereits. Aber was ist ein Kürzel und wozu braucht man das? „Darfst Du Dir das selbst aussuchen?“, fragt Josephine.

Ein Kürzel brauchen die Mitarbeiter der Zeitung, weil bei Texten und Bildern klar sein muss, wer der Urheber ist. Manchmal ist für den kompletten Namen aber nicht mehr genug Platz – dann wird das Kürzel verwendet. Und das darf man sich selbst aussuchen. Es sollte allerdings irgendwie mit dem eigenen Namen zusammenhängen und darf noch nicht von einem Anderen verwendet werden.

Begeisterung für Technik

Begeistert sind die Schüler vor allem von technischen Dingen. Das man für den Druck einer Ausgabe 15 bis 20 Rollen Papier braucht, finden die Viertklässler spannend. Vor allem, da auf einer Papierrolle 20 Kilometer Papier sind. „Dann kommt man mit fünf Rollen bis nach Hannover“, sagt Bent. Und warum haben alle Zeitungen eigentlich diese komische Größe? Die Tageszeitungen erscheinen im Großformat. Davon werden fünf verschiedene verwendet. In den 1970er-Jahren gab es noch etwa 60 unterschiedliche Zeitungspapierformate. Damit Verlage und Druckereien beim Einsetzen von Werbeanzeigen immer die gleichen Abmessungen benutzen können, wurde die Größe der Formate einheitlich festgelegt. Das Tageblatt erscheint im „Berliner Format“ und ist 315 x 470 mm groß. 

Bild und Text kommen blitzschnell in die Redaktion

In der Klasse 6 der Heinrich-Böll-Schule interessieren sich die Schüler für Technik. Spannend findet Sven, dass es den Reportern gelingt, noch spät abends von Sportveranstaltungen zu berichten. Mit moderner Technik können Bild und Text in Sekundenschnelle in die Redaktion geschickt werden, erklären Alciro Theodoro da Silva (Fotos) und Hanne-Dore Schumacher (Text). Egal, von welchem Ort. Computer und Internet sind schnell, ersetzen aber nicht die Sorgfalt. Was Korrektur bedeutet, kann Lucas erklären. Alle Texte werden mehrfach gelesen, um Fehler zu vermeiden.

Das Thema Fotos beschäftigt auch Jasmin. Sie erfährt von den Reportern, dass man als Bildschirmschoner quasi jedes Motiv nutzen kann. Klassenlehrer Rainer Schomaker erinnert an Zeiten, als es noch Filme gab, Negative und Abzüge und die Zeitungsherstellung viel länger dauerte als im digitalen Zeitalter. Damals wie heute gilt die „saubere Recherche“, betont Schumacher. Nur wer den Geschichten ordentlich auf den Grund geht, alle Seiten zu Wort kommen lässt, hat sauber recherchiert.

Zeitung in der Schule: Tageblatt-Volontärin Nina Winter zu Besuch bei Klasse 4b in der Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen. © Jan Vetter
Zeitung in der Schule: Tageblatt-Redakteurin Hanne-Dore Schumacher zu Besuch in der Heinrich-Böll-Schule in Göttingen. © Theodoro da Silva