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Zeitung in der Schule Zeitung in der Schule: Zu Besuch in der Wilhelm-Busch-Schule und Mittelbergschule
Thema Specials Zeitung in der Schule Zeitung in der Schule: Zu Besuch in der Wilhelm-Busch-Schule und Mittelbergschule
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00:18 22.06.2013
Denken, fragen, wissen: Die Schüler der Klasse 4b in der Göttinger Wilhelm-Busch-Schule sind voll dabei, wenn es um das Thema Zeitung geht.
Denken, fragen, wissen: Die Schüler der Klasse 4b in der Göttinger Wilhelm-Busch-Schule sind voll dabei, wenn es um das Thema Zeitung geht. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Sommerhitze ­– Mittwoch bis 34 Grad! Diesen Artikel mochten viele der Schüler der Klasse 4c der Wilhelm-Busch-Schule in Geismar besonders. Denn sie wollen ins Freibad, Eis essen und schwimmen. Das Wetter spielt auch sonst bei der Lektüre der Zeitung eine große Rolle.

Den Wetterbericht schätzen vor allem die Mädchen. Jugendfeuerwehr und Sport sind die anderen Tageblatt-Lieblingsthemen der Schüler. Auf die Auskunft, dass Redakteure auch mal am Sonntag arbeiten müssen, folgt der Vorschlag, doch für den Montag keine Zeitung zu machen. Verlockender Gedanke, aber viele, viele Leser würden dann enttäuscht sein und vergeblich auf die Sportergebnisse, Theaterbesprechungen und Berichte über Feste und Ausstellungen warten.

Großes Team

Die Tageblatt-Redaktion ist ein großes Team. Das erfahren die Schüler der Klasse 4b in der Wilhelm-Busch-Schule auf Olivias Frage „Arbeitest Du alleine am Computer?“. Der Online-Redakteur sitzt zwar alleine am Computer, in seinem Büro, dem Newsroom, arbeiten jedoch Redakteure aus anderen Ressorts und Abteilungen zusammen. So können schnelle Absprachen getroffen und wichtige Infos sofort ins Internet gestellt werden.

„Warum stehen in der Zeitung so viele tragische Dinge?“, fragt Kai. Die Antwort findet sich in einem Sprichwort der Medienbranche wieder: „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“. Gut deshalb, weil Informationen über Krisen, Kriege, Trauer und Tragödien besonders viele Menschen interessieren. Das ist aber nicht nur so. In sozialen Netzwerken wie Facebook verbreiten sich auch gute oder witzige Nachrichten sehr schnell.

International angesehene Fotojournalistin

Das Thema Kriegsberichterstattung spielt in der 4b nochmal eine Rolle. Tageblatt-Fotograf Alciro Theodoro da Silva berichtet von der Fotografin Anja Niedringhaus, die vor einigen Jahren für das Göttinger Tageblatt fotografierte und heute eine international angesehene Fotojournalistin ist. Sie machte im Irak-Krieg Fotos und wurde bereits mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Die 4. Klasse der Mittelbergschule Hetjershausen/Groß Ellershausen spielt im Sitzkreis eine Redaktionskonferenz nach. „Was muss man machen, um ins Tageblatt zu kommen?“, möchte Leonie wissen. „Na, da musst Du ein Schaf haben, das fliegen kann oder so“, meint Janina. Die Schüler überlegen, was man über Tiere schreiben könnte. Neele ist für einen Bericht über Hunde. Aber ist das auch interessant genug für einen Artikel? Und wo könnte man so etwas Spannendes wie ein fliegendes Schaf herbekommen?

Quellen benennen und sicher belegen

Man braucht nicht immer die aufregendste Geschichte für die Zeitung. Das ist zwar super, aber  die Leser könnte doch auch noch andere Dinge interessieren, die mit Tieren zu tun haben. Schwitzen Hunde zum Beispiel bei heißem Wetter unter ihrem Fell? Und wie kann man ihnen bei Wärme helfen? „Das kann man im Internet recherchieren“, sagt Marlon. Reicht es denn aus, Informationen einfach zu googeln? Nein.

Ein Journalist sollte immer Quellen benennen und sie auch sicher belegen können. Vieles was im Netz steht, ist nicht geprüft und stimmt vielleicht gar nicht. Um einen Überblick für ein Thema zu bekommen, ist das Internet geeignet. Danach sollte man aber mit Menschen sprechen.

Tageblatt in der Mittelbergschule Göttingen: 19. Juni 2013
Tageblatt in der Wilhelm-Busch-Schule Göttingen: 19. Juni 2013