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Ausstellung

Die Folgen menschlichen Handelns für die Erde

Ein Mann versucht Müll aus dem etwa 150 km südlich von Seoul gelegenen Daecheong See zu entfernen. Millionen von Anwohnern beziehen Leitungswasser aus dem künstlich angelegten See.

Ein Mann versucht Müll aus dem etwa 150 km südlich von Seoul gelegenen Daecheong See zu entfernen. Millionen von Anwohnern beziehen Leitungswasser aus dem künstlich angelegten See.

Osnabrück.Der Berliner Geowissenschaftler Reinhold Leinfelder hat die Menschen dazu aufgerufen, sich ihren Einfluss auf die Entwicklung der Erde bewusster zu machen. „Wir müssen die Erde als Stiftung begreifen, von deren Erträgen wir alle dauerhaft gut leben können, wenn wir das Regelwerk der Stiftung Erde - die planetaren Leitplanken - ernst nehmen und endlich aufhören, das Stiftungskapital aufzubrauchen“, sagte Leinfelder am Dienstagabend in Osnabrück. Der Professor für Paläontologie und Geobiologie an der Freien Universität Berlin sprach zur Eröffnung der neuen Wanderausstellung „MenschenWelten“ der Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

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Einfluss des täglichen Handelns auf das Klima

Die Schau erläutert den Besuchern, wie ihr alltägliches Handeln das Klima und die Umwelt der Erde beeinflussen und wie es gelingen kann, den Planeten für Menschen bewohnbar zu erhalten. Die Ausstellung wird bis Ende 2019 am Sitz der Stiftung in Osnabrück zu sehen sein und danach auf eine fünfjährige Wanderschaft durch Deutschland gehen.

Die interaktive Ausstellung orientiere sich am Konzept der von planetaren Leitplanken„, erläuterte Generalsekretär Alexander Bonde. Sie markierten die Grenzen in neun fortschreitenden Umweltprozessen wie dem Klimawandel, dem Verlust der Artenvielfalt oder dem Ozonloch, die nicht überschritten werden sollen. Ein Beispiel sei das internationale Klimaziel, die globale Erwärmung auf weniger als eineinhalb bis zwei Grad zu begrenzen. Entwickelt wurde das Konzept von einem internationalen Forscherteam um den Wissenschaftler Professor Johan Rockström. Er hatte dafür 2015 den Deutschen Umweltpreis der Stiftung erhalten.

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Den Ausstellungsbesuchern werde das Konzept der Leitplanken zunächst anhand eines großen Turms aus Holzklötzen verdeutlicht, erklärte Kuratorin Ulrike Peters. „Das Modell macht deutlich: Wird ein Stein herausgezogen, passiert noch nichts.„ Auch die Erde könne beispielsweise einen geringen Verbrauch von natürlichen Rohstoffen noch gut ausgleichen. Aber je mehr Steine entfernt würden, desto wackeliger werde der Turm. „Je mehr endliche Rohstoffquellen wir nutzen oder je mehr Treibhausgase wir ausstoßen, desto stärker verändern wir das Erdsystem." Mit Hilfe von Filmen, Grafiken, einem Quiz und einer echten Koralle werde jeder der zentralen Umweltprozesse ausführlich erklärt.

Von lnb

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