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Aktion von Extinction Rebellion

Extinction Rebellion demonstriert mit Kunstblut für den Klimaschutz

"Die-In" auf dem Campus.

"Die-In" auf dem Campus.

Göttingen. “Gemeinsames Sterben“ – so lässt sich „Die-In“ ins Deutsche übersetzen. Bei der Aktionsform, die Extinction Rebellion für ihren jüngsten Protest für mehr Klimaschutz wählte, stellen die Teilnehmer auf ein Signal hin zugleich den eigenen Tod dar, indem sie sich kollektiv zu Boden legen. Am Montag floss zudem Kunstblut.

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„Wissen bedeutet Verantwortung“ lautete das Motto der Aktion auf dem Platz der Göttinger Sieben, mit der Extinction Rebellion (XR) die Universität und ihren Präsidenten Metin Tolan zur Ausrufung des Klimanotfalls aufforderte.

XR erwartet "Hunderte Millionen Tote"

Die Gruppe habe auf das „durch die Klimakrise verursachte Leiden und Sterben“ hinweisen wollen, hieß es in einer Mitteilung. Zugleich wolle sie „eindringlich zum Handeln aufrufen“. „Hunderte Millionen Tote“ seien durch die Klimakrise zu erwarten.

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Eigenen Angaben zufolge hätten sich rund 40 Personen an der Aktion auf dem Zentral-Campus beteiligt.

„Viele Erkenntnisse über die Klimakrise und die damit verbundene humanitäre Katastrophe gehen auf die Arbeit von Göttinger Forscherinnen und Forschern zurück“, sagte Dr. Merle Michaelsen. „Ich kann nicht länger tatenlos zusehen, wie wir hier tagtäglich dazu beitragen, dass wir unser Klima besser verstehen, dabei aber nichts gegen seine Veränderung tun, die wohl Hunderte Millionen Menschen zur Flucht zwingen wird“, fuhr sie fort.

Gruppe fordert mehr Verantwortungsbewusstsein im Kampf gegen die Klimakrise

Außerdem wolle XR der Universität die katastrophalen Folgen einer ungebremsten Erderwärmung in Erinnerung rufen und die Universität zu mehr Verantwortungsbewusstsein im Kampf gegen die Klimakrise auffordern. „Wenn sich diese Universität nicht entscheidet, der Klimakrise entschlossen entgegenzutreten, hat auch sie das Blut unzähliger Toter an den Händen. Menschen sterben schon jetzt wegen der klimatischen Veränderungen. Ich halte es für zynisch, wenn man diese Gefahr und ihre Folgen einerseits erforscht, sie andererseits offenbar nicht ernst nimmt“, sagte Maximilian Wallstein, Promotionsstudent an der Universität Göttingen.

Mit der Aktion am symbolträchtigen Platz der Göttinger Sieben bezieht sich XR auf einen Brief, den sieben namhafte Göttinger Professorinnen und Professoren kürzlich dem Präsidenten der Universität übergeben hatten und in dem sie ihn aufforderten, für die Universität bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität zu erreichen.

Wie die Pressestelle der Universität mitteilt, so sei die Aktion ordnungsgemäß angemeldet gewesen. Ob die selbsternannten Rebellen das Kunstblut wieder beseitigt haben, war am Dienstagmorgen noch unklar. „Der nächste Regen kommt bestimmt“, so ein Sprecher der Uni.

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