Studie aus Kassel

Kombiniertes Kraft- und Gleichgewichtstraining verbessert Hirnfunktion bei Senioren

Krafttraining auf wackligem Untergrund: Übungen ähnlich wie diese verbesserten bei Probanden auch die Hirnleistung.

Krafttraining auf wackligem Untergrund: Übungen ähnlich wie diese verbesserten bei Probanden auch die Hirnleistung.

Kassel. Eine Kombination von Kraft- und Gleichgewichtstraining verbessert die Hirnfunktionen bei Senioren. Das haben Kasseler Sportwissenschaftler in einer Studie mit drei Probandengruppen nachgewiesen.

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Eine der Gruppen absolvierte nach Angaben der Universität Kassel ein sogenanntes Instabilitätskrafttraining, also ein kombiniertes Kraft- und Gleichgewichtstraining, bei dem Gewichte auf wackelnden Unterlagen gehoben werden. Die Senioren, die über zehn Wochen hinweg zweimal die Woche auf diese Art trainierten, steigerten ihre Hirnfunktionen um bis zu 19 Prozent. Bei den Probanden, die ein einfaches Krafttraining an Geräten unter stabilen Bedingungen absolvierten, konnte nichts Vergleichbares nachgewiesen werden.

Sport verbessert Hirnleistung

„Dass Sport die Hirnleistung verbessert und sogar einer Demenz vorbeugen kann, ist inzwischen anerkannt. Unsere Studie zeigt, dass dies auch für Krafttraining gilt, insbesondere wenn auf instabilen Unterlagen trainiert wird“, erläutert Prof. Armin Kibele, Leiter des Arbeitsbereichs Training und Bewegung an der Universität Kassel. Dies könne mit den Anforderungen an das Gehirn zu tun haben, die nötig sind, um beim Heben von Lasten das Gleichgewicht zu behalten. Zudem sei denkbar, dass bei Übungen, die ältere Menschen herausfordern, mehr Dopamin produziert wird, was zu besseren Leistungen des Gehirns beigetragen haben könnte.

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An der Untersuchung nahmen 68 gesunde Männer und Frauen im Alter von 65 und 80 Jahren teil. "In unseren nächsten Studien werden wir offenen Fragen auf den Grund gehen", kündigt Kibele an. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports erschienen.

Von Lisa Hausmann

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