Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Max-Planck-Institut

Neue Kita heißt „Entdeckerland am Faßberg“

Ida und Jakov Pavletic enthüllen gemeinsam mit Prof. Dirk Görlich (Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie) das Schild mit dem neuen Kita-Namen, der ein Vorschlag des kleinen Jungen gewesen ist.

Ida und Jakov Pavletic enthüllen gemeinsam mit Prof. Dirk Görlich (Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie) das Schild mit dem neuen Kita-Namen, der ein Vorschlag des kleinen Jungen gewesen ist.

Göttingen.„Entdeckerland am Faßberg“ heißt die in nur zehn Monaten Bauzeit errichtete neue Kindertagesstätte des Max-Planck-Instituts (MPI) am Faßberg. 106 Kinder können in der Einrichtung betreut werden. Träger ist der Verein Kinderhaus Göttingen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ganz viele kleine Entdecker tobten durch ihr neues Domizil, ließen sich aber von den vielen Besuchern, die zur Eröffnung gekommen waren, nicht stören. In Modulbauweise wurde das großzügige Gebäude erstellt. Es beinhaltet 22 lichtdurchflutete Räume, verteilt auf 767 Quadratmetern. Zwei Drittel der zu vergebenden Plätze steht den Mitarbeitern des MPI zur Verfügung, ein Drittel wird extern vergeben.

Kernbetreuungszeit von 8 bis 17 Uhr

Die Kinder, die aufgenommen werden, sind zwischen drei Monaten und sechs Jahren alt. 20 Betreuer mit unterschiedlichem Fachhintergrund kümmern sich darum, dass es dem Nachwuchs an nichts fehlt. Eigens eine Kinderkrankenschwester wurde eingestellt, um auch die Kleinsten optimal betreuen zu können. Unterstützt werden sie dabei von vier Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres, zwei Praktikantinnen und einer Küchenkraft. Die Kernbetreuungszeit liegt zwischen 8 und 17 Uhr. In begrenzter Anzahl gibt es aber auch die Möglichkeit, den Nachwuchs von 7.30 bis 18 Uhr in der Obhut der Kita zu lassen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Bau der Kita war ein großer finanzieller Kraftakt. Rund drei Millionen Euro der Baukosten hat die Max-Planck-Gesellschaft übernommen. 360 000 Euro werden über die Stadt Göttingen ausgezahlt.

Wissenschaft ist auch Wettbewerb

Regelrecht ins Schwärmen geriet Prof. Dirk Görlich, geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie: „Die Kita ist ein wundervolles Gebäude, modern funktional, der Blick in den Wald. Ich kann mich nicht erinnern, einen so schönen Bau schon einmal gesehen zu haben.“ Er unterstrich die Wichtigkeit der neuen Einrichtung. „Wissenschaft ist auch Wettbewerb. Und wir möchten natürlich die besten Köpfe hier am Institut haben. Dafür ist es einfach wichtig, den Familienalltag unserer Mitarbeiter effizient zu gestalten“, erläuterte er.

Doch Görlich verschwieg auch nicht, dass die Umsetzung des Baues nicht frei von Dramatik gewesen sei. „Als abzusehen war, dass wir den Eröffnungstermin zum neuen Kindergartenjahr nicht würden halten können, haben wir kurzerhand unsere Seminarräume zur Kita umfunktioniert“, berichtete er. Doch das Ergebnis entschädigte für alle schlaflosen Nächte. Wie gut die neue Kita ankam, erlebte er an seinem eigenen Sohn, der am ersten Tag in den neuen Räumen schlichtweg nicht mit nach Hause wollte. „Er hatte einfach noch nicht zu Ende gespielt“, sagte der fünffache Vater und schmunzelte dabei.

Kita-Leiterin Melanie Jahn, kann sich für die weiten, lichten Räume mit den großen Fenstern besonders begeistern. „Zum Teil hat man das Gefühl, mitten im Wald zu stehen. Die Kinder und wir bekommen die Veränderungen in der Natur sehr schön mit. Die offenen Flure geben den Kindern zudem die Möglichkeit, sich zu begegnen und gemeinsam zu spielen. In unserem halb offenen Konzept haben die Kinder zwar Bezugserzieher, bewegen sich aber den ganzen Tag in den Bereichen, in denen sie sich ausprobieren möchten.“

Remida-Ausrichtung

Besonderes Augenmerk wurde auf die Remida-Ausrichtung gelegt. Dabei handelt es sich um die Idee, dass Materialien, die in Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe abfallen, sich sehr gut zum Spielen, Bauen, Konstruieren, Forschen und Gestalten eignen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Eine Hauptrolle an diesem Nachmittag bekleidete der kleine Jakov Pavletic. Er gewann den vorangegangenen Namenswettbewerb. Gemeinsam mit seiner Mutter Ida hatte er als Vorschlag „Entdeckerland am Faßberg“ eingereicht. Der Zweieinhalbjährige sollte den neuen Namen selbst enthüllen. Er kuschelte sich allerdings lieber bei seiner Mutter an, guckte äußerst skeptisch. Und auch sein Preis, ein Plüschtier in Form eines Alpakas, gefiel ihm angesichts der vielen Blicke, die auf ihn gerichtet waren, nicht wirklich. Die beiden werden aber bestimmt noch Freunde werden, spätestens wenn er die echten Alpakas auf dem MPI-Gelände zu Gesicht bekommt, die dort als wichtige Helfer in der Forschung dienen. Denn ein Nachmittag dort gehört zum zweiten Teil seines Gewinns.

Von Vicki Schwarze

Mehr aus Beruf & Bildung regional

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.