Vortragsreihe an der Uni Göttingen

Sammlungsobjekte aus der Kolonialzeit

Vortragsreihe Decolonizing Knowledge an der Universität Göttingen: Wie wurde über das Sammeln, Ordnen und öffentliche Inszenieren universitärer Sammlungsobjekte Wissen über den „Anderen“ hergestellt und vermittelt.

Vortragsreihe Decolonizing Knowledge an der Universität Göttingen: Wie wurde über das Sammeln, Ordnen und öffentliche Inszenieren universitärer Sammlungsobjekte Wissen über den „Anderen“ hergestellt und vermittelt.

Göttingen. Anhand von Fallbeispielen untersuchen sie, wie über das Sammeln, Ordnen und öffentliche Inszenieren universitärer Sammlungsobjekte Wissen über den „Anderen“ hergestellt und vermittelt wurde. Die Vorträge finden jeweils montags um 18.15 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa am Wilhelmsplatz 3 statt.

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Den Auftakt macht am Montag, 14. Mai, der Göttinger Historiker Dr. Richard Hölzl. Er spricht über die Tätigkeit des Missionars und Ethnologen Meinulf Küsters, der im heutigen Tansania Ritualobjekte gesammelt und nach Europa gebracht hat. Forschungsreisen im 19. Jahrhundert und ihr Verhältnis zum Kolonialismus nimmt in der darauffolgenden Woche Prof. Rebekka Habermas in den Blick.

Das ambivalente Erbe der Aufklärung

Den Abschluss der Reihe bildet am 9. Juli ein Vortrag der in Innsbruck lehrenden Professorin für Politische Theorie Nikita Dhawan. Die Expertin für postkoloniale Theorie wird über das ambivalente Erbe der Aufklärung sprechen. Die Vorträge sind überwiegend auf Deutsch.

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Die Frage nach der Herkunft von Sammlungsobjekten und dem Umgang mit ihnen nimmt mit dem Bau des Forum Wissen an der Universität Göttingen einen besonderen Stellenwert ein. Sammlungsbestände, die aus der Zeit des europäischen Kolonialismus stammen, haben auch Eingang in Göttinger Sammlungen gefunden; sie sind daher auch für das geplante Wissensmuseum relevant. Dieses wird zukünftig dazu einladen, Wissenschaft als einen Prozess zu verstehen, der von Menschen betrieben und bestimmt wird, die Entscheidungen für den einen oder anderen Weg treffen.

Wechselnde Perspektiven

Ein differenzierter, fächerübergreifender Blick, wechselnde Perspektiven und offene Deutungen werden es den Besuchern ermöglichen, sich kritisch mit Wissenschaft auseinanderzusetzen. Die Projektleitung hat die Zentrale Kustodie inne, die gemeinsam mit dem Lichtenberg-Kolleg und der Professur „Materialität des Wissens“ die Vortragsreihe organisiert. chb/pug

uni-goettingen.de/vortragsreihe-wissen

Von Christiane Böhm

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